GOLDENE MILCH! – Mit diesem ayurvedischen Zaubertrank könntest du dir den Arztbesuch ersparen

Wenn es im Herbst und Winter zunehmend kälter wird, machen wir intuitiv alles richtig. Wir ziehen uns warm an, kuscheln uns draußen in Mütze, Schal und Handschuhe und drinnen an die Wärmflasche und unter die Wolldecke. Wir haben Lust auf heißen Tee und verspüren ständig Appetit auf deftige Suppen und Eintöpfe. Alles was wärmt, ist willkommen. Warum eigentlich? Gerade zu Beginn der kalten Jahreszeit muss sich das Immunsystem erst einmal auf die neuen Bedingungen einstellen. Dass es dabei nicht immer unbedingt Luftsprünge macht, kann man ihm nicht verübeln. Bei Kälte, Nässe und Dunkelheit steigt meine Begeisterung auch nicht ins Unermessliche. Umso wichtiger ist es, dem Körper und dem Immunsystem jetzt genau das zu geben, was sie brauchen und die Abwehrkräfte zu stärken. Achtung, jetzt kommt gesunde Ernährung ins Spiel – mein liebster Schachzug im Kampf gegen die herumschwirrenden Erkältungsviren und andere fiese Krankheitserreger. Meine derzeitige Geheimwaffe? Ein ayurvedischer Zaubertrank: Goldene Milch.

Ayurveda, was ist das? Ayurveda ist eine jahrtausendealte indische Naturheilkunde und Lehre des Lebens, deren Prinzipien über Generationen bis heute weitergegeben wurden und Gültigkeit haben.

Es lehrt eine ganzheitliche Ernährungsweise, die sich an der persönlichen Körperkonstitution und den äußeren Gegebenheiten wie z.B. den Jahreszeiten orientiert. Körperliches Wohlbefinden, innere Balance und geistige Energie können dadurch unterstützt und Krankheiten durch die richtige Ernährung und Lebensweise vorgebeugt oder behandelt werden. Klingt doch vielversprechend, oder? Je kälter es wird, desto wärmender soll man sich nach Ayurveda ernähren, d.h. warme, gekochte Speisen zu sich nehmen, aber auch Nahrungsmittel, mit einer grundsätzlich wärmenden Wirkung. Wärmend sind vor allem Gewürze – und genau hier kommt die Goldene Milch ins Spiel!
Goldene Milch ist ein herrlich wärmendes und leckeres Getränk, das eine entzündungshemmende, immunsteigernde, entgiftende und verjüngende Wirkung haben soll. Na, wenn das kein Zaubertrank ist! Die wichtigsten Zutaten sind Kurkuma, Zimt und Kardamom – und jetzt muss ich mir wirklich Mühe geben, mich kurzzufassen. Allein über Kurkuma könnte ich so viel Gutes schreiben, dass ich vermutlich eine ganze Post-Reihe damit füllen könnte und immer noch einiges zu erzählen hätte. [Also sollte da Interesse bestehen… ;)] Jetzt versuche ich erstmal die wichtigsten Fakten zusammenzufassen:

KURKUMA

Kurkuma, das auch Gelbwurz, gelber Ingwer oder indischer Safran genannt wird, ist die reinste Wunderwurzel! Ein Superfood par excellence! Den meisten ist es aufgrund seiner fantastischen (und gnadenlosen) Färbekraft bekannt, weniger aber für seine außergewöhnliche gesundheitsfördernde Wirkung. Das Geheimnis von Kurkuma: der Hauptbestandteil Kurkumin. Es ist verantwortlich für die gelbe Farbe und glänzt mit seinen entzündungshemmenden, antioxidativen und heilenden Eigenschaften. Die indische Heilkunde und die traditionelle chinesische Medizin halten es für das entzündungshemmendste Heilmittel überhaupt. Mittlerweile ist bewiesen, dass Kurkumin bei Schmerzen wie hochdosiertes Ibuprofen wirkt, allerdings gänzlich ohne Nebenwirkungen. Damit nicht genug: Kurkumin wirkt außerdem entgiftend, immunstärkend, unterstützt die Verdauung, ist gut für die Haut und für die Schleimhäute und hilft bei Erkrankungen der Leber, der Lunge, der Gelenke und des Herz-Kreislauf-Systems. Wenn man Kurkuma regelmäßig zu sich nimmt, senkt es zudem Blutdruck und Blutfettwerte und verbessert die Gehirnfunktion. Damit das Kurkumin seine volle Wirkung entfalten und vom Körper gut aufgenommen werden kann, ist es wichtig Kurkuma mindestens 5 Minuten in Wasser oder Öl zu kochen und es immer mit etwas schwarzem Pfeffer und hochwertigen Öl zu sich zu nehmen. Durch das Öl und das im Pfeffer enthaltene Piperin wird eine optimale Nährstoffaufnahme im Dünndarm ermöglicht.

CEYLON-ZIMT

Zimt! Gibt es ein Gewürz, dass wir mehr mit winterlicher Gemütlichkeit und Weihnachtsbäckerei verbinden? Nicht ohne Grund verwenden wir es gerne in Lebkuchen und Plätzchen: Zimt ist ein großartiges Naturheilmittel. Als wärmendes Gewürz kurbelt es den Stoffwechsel an, kann die Blutzuckerwerte und den Cholesterinspiegel senken und unterstützt durch seine unzähligen sekundären Pflanzenstoffe die Verdauung sowie die Krebsvorbeugung. Er ist desinfizierend, krampflösend, stimmungsaufhellend und durchblutungsfördernd. Um in den Genuss seiner anregenden Wirkung zu kommen, muss man den Zimt allerdings nicht einmal essen. Riechen reicht bereits aus um die Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisleistung anzukurbeln. Also ab und an ein bisschen Zimtschnüffeln schadet nicht! Wichtig ist es, bei Zimt darauf zu achten, dass es sich um Ceylon-Zimt handelt. Gibt es auf der Verpackung keine genauere Angabe, ist meist der billigere Cassia-Zimt enthalten. Dieser enthält von Natur aus viel Cumarin (nicht zu verwechseln mit dem o.g. Kurkumin), das in größeren Mengen gesundheitsschädigend sein kann. Hochwertiger Ceylon-Zimt enthält deutlich weniger und man ist auf der sicheren Seite.

KARDAMOM

Kardamom gehört, wie auch Kurkuma, ebenfalls zur Familie der Ingwergewächse und gilt mit als eines der teuersten Gewürze weltweit. Während er in Asien oft zum würzen warmer, herzhafter Speisen verwendet wird, taucht er bei uns vor allem im Weihnachtsgebäck auf. Die schwarzen, aromatischen Kardamom-Samen verstecken sich in grünen Kapseln. Da das Aroma schnell verfliegt, sollte Kardamom immer frisch verwendet und die Kapseln kurz vor Verwendung aufgestoßen werden. Die in den Samen enthaltenen ätherischen Ölen haben eine positive Wirkung auf uns. Sie wirken wohltuend auf den Magen-Darm-Trakt, krampflösend, beruhigend und entzündungshemmend. In Arabien wird er auch für seine stimmungsaufhellende und angeblich aphrodisierende Wirkung geschätzt, ob Letzteres stimmt, muss jeder für sich selbst testen. In der Goldenen Milch kommen all diese wunderbaren Gewürze und ihre geballten Heilkräfte zusammen. Das A und O für eine volle Entfaltung der Wirkung ist dabei die Qualität der Zutaten. Achtet auf frische Gewürze in Bio-Qualität, damit die Milch so hochwertig und lecker wie möglich wird.

Für 3 Tassen (ca. 800 ml) Goldene Milch benötigt ihr:

200 ml Wasser
1 TL Bio-Kurkuma (gemahlen)

2 Prisen frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
1 Tl. Zimt
1 Tl. Kardamom
600 ml Hafer- oder Nussmilch
1 EL Öl (z.B. Kokosöl, Mandelöl, Walnussöl – in Bio-Qualität)
1 TL Rohrzucker oder Kokosblütenzucker

Und so geht’s:

1) Das Wasser in einen Topf geben und Kurkuma, Pfeffer, Zimt und Kardamom hinzufügen. Alles aufkochen und 6-8 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen.

2) Die Hafermilch (o.a.) dazugeben, schonend erwärmen und dann den Topf vom Herd nehmen. Das Öl unterrühren und den Zucker nach Geschmack hinzufügen. Alles gut verrühren und eine Tasse warme Milch genießen. Den Rest kann in einer Glasflasche bis zu 3 Tagen im Kühlschrank aufbewahrt und in Portionen erwärmt werden.

Ihr könnt bis zu 3 Tassen Goldene Milch täglich trinken. Eine Tasse am Abend gilt als besonders gut, da sich die Heilkräfte über Nacht gut entfalten und den Körper bei der Regeneration unterstützen können.

Bon appétit!

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