Zehn Fakten über Muttermal und Leberfleck

Fast jeder hat an Armen, Beinen, Rücken oder Bauch kleine braune Flecken. Die einen nennen sie Muttermale, andere bezeichnen sie als Leberflecke. Die meisten Male erwirbt man im Laufe des Lebens, zum Beispiel durch häufiges Sonnenbaden oder während einer Schwangerschaft. Das Gefährliche: Die Flecken tun nicht weh, können aber ein Anzeichen für Hautkrebs ein. Doch woran erkennt man bösartige Leberflecken? Wir haben zehn Fakten über Muttermale zusammengestellt.

 

Ein Muttermal ist angeboren

Leberflecke und Muttermale sind die häufigsten Geschwülste der Haut. Genauer gesagt handelt es sich um gutartige Wucherungen so genannter Nävuszellen. Diese ähneln den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) und enthalten deshalb den Hautfarbstoff Melanin. Nävuszellen färben die Haut aber nur an einigen Stellen, die dann als braune oder schwarze Flecken sichtbar werden. Ob es sich dabei um ein Muttermal oder einen Leberfleck handelt, hängt von der Entstehung ab: Fünf Prozent der braunen Hautstellen sind angeboren und werden als Muttermal bezeichnet. Die übrigen werden erworben, etwa durch UV-Strahlung oder Hormonschwankungen während der Pubertät oder Schwangerschaft. In diesem Fall sprechen Ärzte von einem Leberfleck.

 

Mehr als 50 Leberflecke können gefährlich sein

Im Durchschnitt hat jeder Erwachsene 30 Leberflecken. Sind sie glatt, symmetrisch, gleichmäßig gefärbt und an den Rändern scharf begrenzt, sind die Male in der Regel harmlos. Vorsicht ist hingegen bei so genannten dysplastischen Leberflecken geboten: Sie können sich zu Hautkrebs entwickeln. Auffällige Male kann man an ihrer unregelmäßigen Form und der ungleichmäßigen Färbung erkennen. Außerdem sind sie größer als sechs Millimeter. Auch die Anzahl von Muttermalen und Leberflecken gibt einen Hinweis auf das Hautkrebsrisiko: Wer mehr als 50 von ihnen hat, ist anfälliger für eine Erkrankung. Wer hellhäutig ist oder Verwandte mit Hautkrebs hat, sollte sich ebenfalls regelmäßig vom Hautarzt untersuchen lassen.

 

Hautkrebs mit der ABCDE-Regel erkennen

Bösartige Wucherungen erkennt man mit der so genannten ABCDE-Regel: Asymmetrie, Begrenzung, Color, Durchmesser und Erhaben. Wer also einen Fleck entdeckt, der nicht gleichmäßig rund ist, einen unscharfen Rand hat, mehrfarbig ist, größer als fünf Millimeter ist und etwas höher steht, sollte zum Arzt gehen. Dies ist auch sinnvoll, wenn die Hautstelle juckt oder blutet. Leberflecken vorzubeugen ist schwer, denn die Neigung dazu hat genetische Ursachen. Auch der hormonelle Einfluss lässt sich nicht steuern. Die einzige Möglichkeit, sich vor den Malen zu schützen besteht darin, UV-Strahlung zu meiden: Auf langes und häufiges Sonnenbaden sollte man genauso verzichten, wie auf den Gang ins Solarium.