Wo verstecken sich Giftstoffe in unserer Küche?

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Wahrscheinlich haben sich viele noch keine große Gedanken darüber gemacht, dass sich in unserer Küche viele gesundheitsschädliche Giftstoffe verstecken können. Dies trifft leider in der Tat zu. Es hat sich herausgestellt, dass einige Materialien, die wir alltäglich verwenden, wie zum Beispiel Teflon oder Plastik, toxisch wirken können. Das Problem kann jedoch auch, ohne dass wir es ahnen, bei unsachgemäßer Kochweise von Lebensmitteln auftreten. Im heutigen Artikel möchten wir hierüber Klarheit verschaffen.

Gefahren in der heutigen Küche

Als erstes auf der Liste schädlicher Stoffe in der Küche steht Teflon. Teflon ist eines der meist verwendeten Materialien im Haushalt – vor allem in der Küche – da es die Eigenschaft hat, das Haften der zubereiteten Lebensmittel zu verhindern. Teflon wurde im Jahre 1938 von der Firma DuPont erfunden. Wir glauben, dass uns diese Erfindung große Erleichterung in der Küche gebracht hat. Tatsache ist aber, dass die Antihaftbeschichtung aus gefährlichen und giftigen Materialien besteht. Wussten Sie, dass Teflon auch für andere Zwecke verwendet wird? Raumschiffe, Kabelummantelungen, Prothesen, Farben, Lacke, Kontaktlinsen, Raumanzüge, Motoren, Versiegelungsmembrane und vieles mehr.

Die Gefahr des Teflon liegt insbesondere an der Perflouroctansäure (PFOA), die sehr stabil und widerstandsfähig ist. 1962 war sich DuPont bewusst, dass sich dieses Material in der Umwelt nicht abbaut und vor allem, dass es krebserregend ist und Unfruchtbarkeit, Lebererkrankungen, Hypothyreose, Fehlgeburten usw. auslösen kann. Doch das war für das Unternehmen nicht weiter wichtig. Es begann unsere Umwelt zu verunreinigen. PFOA wurde in Flüssen, Seen, Meeren, Trinkwasser, Pflanzen und sogar im Blut von 95% der Weltbevölkerung entdeckt.

Andererseits ist Teflon gesundheitsschädlich, da die Oberfläche verfällt und instabil ist, so dass sie an den Lebensmitteln, die wir später einnehmen, haften bleibt. Die Giftigkeit dieses Elements bei einer Erhitzung von 160° ist so hoch, dass sie ein Kleintier, wie z. B. ein Vogel, töten kann. PFOA können wir sogar in Tüten mit Chips, Hamburgern  oder Popcorn usw. vorfinden. Es wurde ebenfalls festgestellt, dass Teflon die Cholesterin– und Triglyceridwerte erhöht.

An nächster Stelle der gesundheitsschädlichen Stoffe in der Küche steht Plastik. Wer benutzt kein Plastik in seinem Alltag? Plastik hat tausende Verwendungsformen. Das Herstellungsverfahren ist jedoch stark umweltbelastend, es ist schwer recyclingfähig und nicht biologisch abbaubar.

Plastik beinhaltet Substanzen, die in unserem Organismus als Disruptoren wirken. Dies bedeutet, dass es das Hormonsystem in Ungleichgewicht bringt und Störungen verursacht (besonders bei Kindern und Föten). Vor allem das flexible Plastik, Dosen und Verpackung von Fertiggerichten. Viele Lebensmittel sind in direktem Kontakt mit diesen Elementen. Die Erwärmung in der Mikrowelle verschlechtert das Ganze noch zusätzlich. Diese Giftstoffe sind also in jedem Haushalt, das Fertiggerichte verbraucht und in der Mikrowelle erwärmt. Nebenbei bemerkt produziert der Mikrowellenherd auch gesundheitsschädliche Wellen.

„Giftige“ Lebensmittel

In diesem Beitrag möchten wir nicht über Fastfood sprechen, das ist zu offensichtlich. Wir möchten uns dieses Mal auf die Lebensmittel beschränken, die wir als gesund und harmlos ansehen. Leider ist dies nicht immer der Fall, denn die Anwendungs- und Kochweise spielt hier eine beträchtliche Rolle (HINWEIS: die Lebensmittel an sich sind nicht schädlich, doch die Kochweise kann dazu führen).

Viele Lebensmittel können schädlich werden, ohne dass wir es ahnen, nur weil diese unsachgemäß verarbeitet werden. Hierbei handelt es sich um folgende:

Rote oder weiße Bohnen

Beide Bohnensorten sollten bei einer Temperatur über 100°C gekocht werden. Die Bohnen sollten außerdem vorher einige Stunden in Wasser eingeweicht werden (z. B. die ganze Nacht), damit ein toxisches Element (Phytohämagglutinin) beseitigt wird, das Magenbeschwerden auswirken kann.

Apfelkerne

Apfelkerne bzw. -samen beinhalten eine Glukose-Zyanid-Verbindung, nämlich Amygdalin. Jedoch in einer kleinen Proportion. Es müssten große Mengen an Samen verzehrt werden, um eine gesundheitsschädliche Wirkung zu verursachen. Unser Verdauungssystem verarbeitet diese, trotzdem sollten sie vermieden werden. Dies ist ebenfalls beim Pfirsichkern der Fall.

Bittermandeln

Der Geschmack der Bittermandeln ist eigentlich nicht gerade lecker und wahrscheinlich haben Sie diese noch nicht gegessen. Es ist jedoch gut zu wissen, dass diese nicht nur Amygdalin beinhalten, sondern auch das Enzym Emulsin. Allein 20 Bittermandeln können unsere Gesundheit beeinträchtigen.

Grüne Kartoffeln

Die Keime oder Sprossen, die oft an den Kartoffeln heranwachsen, wenn sie lange gelagert werden, beinhalten eine Substanz, nämlich Solanin, die nicht unbedingt verzehrt werden sollte. Diese Substanz wird von der Kartoffel selbst produziert und dient zur Abwehr von Insekten oder Pilzen. In hohen Mengen kann diese Substanz giftig wirken. Wenn eine Kartoffel bereits Keime hat, sollten Sie diese mit der umliegenden Zone vor dem Kochen großzügig entfernen. Wenn die Kartoffelschale grün ist, sollten Sie die Schale ebenfalls entfernen.

Süßkartoffeln

Süßkartoffeln sollten niemals roh gegessen werden, denn sie sind sehr toxisch und können Krämpfe oder Wahnzustände verursachen und das zentrale Nervensystem beeinflussen. Die Süßkartoffel sollte gut gekocht werden, um das giftige Alkaloid Dioscorin zu vernichten, eine Substanz, die die genannten Probleme auslösen kann.

Tomate

Sowohl die Blätter als auch die unreife Frucht sind gesundheitsschädlich, da sie Tomatidin enthalten und ebenfalls das zentrale Nervensystem angreifen. Tomaten senken zwar den Cholesterinspiegel und beugen gegen Tumore vor, sollten jedoch nur reif verzehrt werden. Die Blätter sollten niemals gegessen werden.

Muskatnuss

Muskatnuss wirkt toxisch, wenn dieser in großen Mengen eingenommen wird. Dieses Gewürz beinhaltet Myristinsäure und kann Krämpfe auslösen. Um ernste Probleme zu vermeiden, sollte bei einer Vergiftung eine Magenspülung erfolgen.

Pilze

Pilze sind wahrlich eine Delikatesse. Sie können aber bei einigen Menschen Magenbeschwerden bewirken. Einige nur gekocht essbare Pilze beinhalten Hydrazin, so dass sie im rohem Zustand giftig sein können.