Wie wirkt sich Musik auf unseren Gemütszustand aus?

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Musik entspannt, nimmt uns die Sorgen, lässt uns tanzen, singen und schreien… sie erzählt unsere Geschichte und hilft uns, die Vergangenheit zu vergessen. 

Die Effekte der Musik sind so stark und positiv, dass wir diese zum Leben brauchen, viel mehr als wir uns das vorstellen. Sie kann unseren Gemütszustand in einer Sekunde verbessern und erreichen, dass der graue Alltag bunt wird.

Musik und Gemütszustand

Die positive Wirkung der Musik ist schon lange bekannt. Bereits in der Zeit der großen Philosophen wurden Lieder und Melodien verwendet, um Spannungen zu lindern.

In Kriegen wurden bestimmte Lieder oder Hymnen eingesetzt, um die Soldaten mit Mut und Vertrauen zu stärken.

Auf Sportveranstaltungen wird Musik als Motivation verwendet und auch in der Schule ist diese sehr wichtig: Mit Musik fällt es beispielsweise einfacher, die Zahlen oder das Alphabet zu lernen.

Sogar in Geschäften und Einkaufszentren werden musikalische Klänge verwendet, um die Käufer anzuregen und in Restaurants, damit die Gäste mehr essen.

Beim Zahnarzt wirkt Musik beruhigend auf die Patienten, im Aufzug unterhaltsam.

Musik wirkt sich nicht nur positiv auf den Gemütszustand aus, sie verbessert auch das Vertrauen und nimmt Ängste.

Jeder hat unterschiedliche musikalische Vorlieben, doch es gibt auch „universelle“ Stile, die sehr interessante Effekte erzielen können.

Der Gesang der Mutter, den das Baby im Bauch vernimmt, Melodien, die wir als Kleinkinder hören oder jene Klänge, die wir mit einer schönen Erfahrung in Verbindung bringen, empfinden wir als besonders angenehm.

Wenn wir bestimmte musikalische Stücke hören, können wir Stress und Angst abbauen und Sorgen zurücklassen, da diese Klänge beruhigend und entspannend auf uns wirken.

Wir sprechen nicht nur von klassischer oder Meditationsmusik, sondern auch von Pop, Reggae und vielen anderen Stilrichtungen.

Die Fähigkeit bestimmter Melodien, negative Emotionen abzubauen, ist außergewöhnlich. Manche Klänge eignen sich dafür zwar ganz besonders gut, da sie beruhigend wirken, doch jede Musikrichtung kann zur Therapie verwendet werden.

Da sich Musik auf den Gemütszustand auswirkt, kann sie zu jeder Zeit und an jedem Ort verwendet werden, um uns zu motivieren. Manche benötigen dazu schnelle Rhythmen, andere bevorzugen langsame Melodien.

Musik, Aufmerksamkeit und Schlaf

In der Schule verwenden die Lehrer verschiedene Melodien, um diese mit Farben, Tieren, Ländern usw. zu assoziieren.

Wenn wir Musik mit bestimmter Information in Verbindung bringen, können wir uns daran einfacher erinnern. Außerdem macht Lernen so viel mehr Spaß!

Andererseits können Melodien auch Patienten, die an gewissen Krankheiten leiden, sehr zugute kommen. Menschen die beispielsweise an Krebs oder Multiple Sklerose leiden oder Patienten, die sich nach einer Operation oder nach einem Unfall in der Genesungsphase befinden, können davon sehr stark profitieren.

Traurige und depressive Menschen benötigen länger, um von einer Krankheit zu genesen. Doch Musik kann hier ihre volle Kraft enftalten.

Wenn du vor dem Schlafen bestimmte Lieder hörst, kannst du dich leichter entspannen und auch die Schlafqualität verbessern.

Wenn du an Schlafstörungen leidest, kannst du dir eine Liste von beruhigenden Melodien zusammenstellen, die dich besser schlafen lassen. Schließe beim Musikhören die Augen und atme dabei tief und langsam.

Du wirst sehen, wie dich der Schlaf allmählich überkommt und wirst die ganze Nacht tief schlafen.

Am Morgen bevorzugen viele ruhige, entspannende Musik, denn der Tag danach wird hektisch und stressig sein. Andere wiederum lassen sich mit schnellen Rhythmen wecken, um morgens rasch in Schwung zu kommen.

Wenn man gereizt, zornig oder schlecht gelaunt ist, kann Musik wie Medizin wirken: Sie reduziert Stresshormone und fördert die Produktion von Glückshormonen. 
Man muss nur die richtigen Songs wählen, um diese Effekte zu erreichen.

Auch wenn dir Rock oder elektronische Musik gefällt, empfiehlt es sich, auch andere Musikrichtungen wie Klassik, Jazz oder Blues zu hören, um die Nerven zu beruhigen und den Herzschlag auszugleichen. Musik zähmt bekanntlich die innere Bestie. 

Auswirkungen von Musik im Gehirn

Klänge, die wir täglich hören, beeinflussen unseren Geist. Wenn es sich um Melodien handelt, die uns gefallen oder angenehm sind, wird dadurch Dopamin freigesetzt.

Dieses Hormon wird auch dann produziert, wenn man eine interessante Aktivität durchführt, die Gefallen bereitet.

Wenn du Melodien hörst, die dir gefallen, werden im Gehirn verschiedene Regionen aktiviert. Bei bestimmten Texten werden beispielsweise die Bereiche der emotionalen Antwort, der Sehrinde und des Motorcortex aktiviert.

Je nach dem Rhythmus des Liedes reagieren der frontale Cortex und der linke Parietallappen besonders stark.

Mit etwas Zeit und vielen Wiederholungen kann Musik helfen,

  • Sprachen zu lernen und die Kreativität zu fördern,
  • neurologische Krankheiten zu behandeln (z.B. Alzheimer, Parkinson oder Autismus) und
  • emotionale Störungen zu heilen (z.B. Ängste, Traurigkeit, schlechtes Selbstwertgefühl usw.).