Wie pflegt man sein Haar wie ein Profi?

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Wenn man vom Friseur kommt sehen die Haare toll aus. Mal ganz von der neuen Frisur abgesehen, haben die Haare mehr Volumen, sehen kräftiger aus und fühlen sich weich und gesund an. Was kann man tun um seine Haare wie „frisch vom Friseur“ aussehen zu lassen?

Vor dem Waschen ist es wichtig die Haare auszubürsten, damit sie von den Resten der Stylingprodukte befreit werden, denn so können die Pflegeprodukte besser aufgenommen werden. Beim Shampoo gilt: Weniger ist mehr! Schon ein kleiner Klecks reicht aus und wichtig ist, dass man das Shampoo im Haar gut aufschäumt. Kopfmassagen kurbeln die Durchblutung und die Talgdrüsen an. Die Kopfhaut wird vom Nacken zum Scheitel mit kreisenden, nach außen führenden Bewegungen massiert. Dann kleine, sanft klopfende Bewegungen von der Stirn zur Scheitelhöhe machen. Zum Schluss werden Streichbewegungen von der Stirn zum Nacken geführt. Nach dem Waschen ist es wichtig die Pflegeprodukte gut auszuspülen, denn Rückstände beschweren das Haar und lassen es schnell fettig aussehen.

Ab und zu sollte man die Haarpflegeprodukte wechseln, denn das Haar gewöhnt sich nach einer Zeit an das verwendete Pflegemittel. Zwei Wochen Produktwechsel reichen aus, um dann wieder zur alten, gewohnten Pflegeserie greifen zu können. Ein kalter Wasserstrahl nach dem Waschen kann für Glanz im Haar sorgen und macht es widerstandsfähiger. Auf keinen Fall sollte man das Haar trocken rubbeln, denn auf diese Weise wird die Schuppenschicht aufgerubbelt.

Um das Haar besonders gut zu pflegen kann man Conditioner oder Haarkuren verwenden. Während man den Conditioner nach jeder Wäsche auftragen kann, sollte man eine Kur nicht öfter als einmal pro Woche anwenden. Der Unterschied zwischen Conditioner und Kur liegt darin, dass der Conditioner in erster Linie die Kämmbarkeit verbessert, während eine Kur eine absolute Intensivpflege ist. Das Haar kan so schnell überpflegt werden. Generell sollte man die Pflegeprodukte nur auf die Längen und Spitzen anwenden und den Haaransatz aussparen. Die Einwirkungszeit beträgt maximal eine Minute, denn die meisten Produkte sollen Glanz und Kämmbarkeit verbessern, müssen deshalb nicht in das Haar eindringen, sondern es nur umhüllen.

Auch sollte man immer auf die Inhaltsstoffe der Pflegeprodukte achten. Strukturgeschädigtes Haar braucht vorzugsweise Proteine, glanzloses Haar, das aber sonst strukturell nicht stark geschädigt ist, benötigt eher Feuchtigkeit. Optimalerweise pflegt man sein Haar so ausgewogen, dass keiner der beiden Mängel entsteht. Auch bei Pflegeprodukten gilt: Weniger ist mehr, denn eine zu große Menge überpflegt das Haar schnell. Ein haselnussgroßer Klecks reicht völlig aus, um dem Haar etwas Gutes zu tun.

Gesundes Haar enthält zwölf Prozent Feuchtigkeit, die angegriffen wird, wenn mit zu viel Hitze gearbeitet wird. Bei Styling-Geräten sollte unbedingt auf integrierten Schutz vor zu viel Hitze und Temperaturregler geachtet werden. Auch ein Föhn sollte hinsichtlich Temperatur und Stärke regulierbar sein. Beim Föhnen ist zu beachten, dass das Gerät nie die Haare berührt.
Man beginnt immer im Nacken zu föhnen. Bei langem oder dickem Haar muss jede abgeteilte Partei noch mal per Querscheitel halbiert werden. Dann wird der untere, danach der obere Teil geföhnt. Glätteisen, Lockenstab und Heißwickler sollten nur verwendet werden wenn die Haare trocken sind, ansonsten verlieren sie Feuchtigkeit und quellen auf.

Optimal zum Kämmen und Stylen sind Kämme aus Naturholz oder Horn, da sie die Haare nicht elektrostatisch aufladen. Viele Bürsten sind zu hart, wenn man sie aber kurz heiß föhnt werden sie weicher. Beim Kauf einer Bürste sollte man daher auf die Qualität achten und nicht so sehr auf den Preis. Am besten eignen sich Naturborsten, die weich und abgerundet sind.

Für eine gesunde und gute Haarpflege gibt es einige Tricks, die ganz einfach umzusetzen sind.

Das Fruchtfleisch einer Avocado mit zwei Esslöffeln Sonnenblumenöl und etwas Zitronensaft zu einem Brei verrührt, ergibt eine vitalisierende Kurpackung. Nach zehn Minuten Einwirkzeit kann man die Kur ausspülen.

Eiweiß macht kraftloses, sprödes Haar geschmeidig. Dazu kann man einfach zwei Eier in eine Tasse warmes Wasser schlagen, die Masse in das Haar massieren und nach fünf bis zehn Minuten mit nicht zu heißem Wasser (sonst gerinnt das Ei) ausspülen.

Um das Haar zu stärken hilft ein Esslöffel Gelatinepulver, das man ins Shampoo vermischt. Das Haar wird so gestärkt und bekommt mehr Volumen.
Ist das Haar zu trocken, hilft eine Mixtur aus einem Ei, einem Teelöffel Honig und zwei Teelöffeln Olivenöl. Zehn Minuten Einwirkzeit reichen aus und man kann die Mischung aus dem Haar waschen.

Eine reife zerdrückte Banane mit ein paar Tropfen Mandelöl vermischt, wirkt wie eine Haarreparatur. Um Schuppen loszuwerden hilft Öl mit viel Vitamin E, das man in die Kopfhaut einmassiert.

Auch bei kleinen Verfärbungsmissgeschicken gibt es einen Trick. Wäscht man die Haare zweimal mit Anti-Schuppen-Shampoo und massiert sie mit Olivenöl ein, das man über Nacht einwirken lässt, wird ein Teil der Farbpigmente aus dem Haar gezogen. Alternativ kann man die Haare auch mit Ketchup durchkneten, danach zweimal mit Anti-Schuppen-Shampoo auswaschen und abschließend mit Wasser, indem man eine Aspirin aufgelöst hat, auswaschen.

Sesamöl (auf 100 Grad erhitzt und wieder erkaltet) macht das Haar besonders geschmeidig. Einfach in das Haar einmassieren und eine halbe Stunde einziehen lassen.

Bevor man das Haar wäscht, kann man einen Becher Milch im trockenen Haar verreiben. Nach 15 Minuten einwirken lassen wird die Milch ausgewaschen und das Haar ganz normal gewaschen. Die Milch nährt das Haar und verleiht ihm Spannkraft.