Wie oft sollte man zum Frauenarzt gehen?

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Frauen sollten regelmäßig zur Vorsorge zu ihrem Gynäkologen gehen. Lesen Sie hier, was dort untersucht wird und wie häufig man Termine vereinbaren sollte.

Wie oft sollte man pro Jahr zum Frauenarzt gehen?

Frauen sollten mindestens einmal pro Jahr zum Gynäkologen gehen. Dies ist wichtig, um Untersuchungen zur Krebsvorsorge wahrzunehmen, um gynäkologischen Erkrankungen vorzubeugen oder diese frühzeitig zu entdecken und dadurch die Fruchtbarkeit zu schützen. Des Weiteren dient sie dazu, sexuell übertragbare Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu therapieren sowie weitere Erkrankungen zu entdecken, die zunächst keine Beschwerden bereiten.

Wie oft sollte man zum Frauenarzt gehen bei Pilleneinnahme?

Bevor ein Frauenarzt die Pille verschreibt, muss eine umfassende gynäkologische Untersuchung erfolgen. Wenn Sie die Pille einnehmen, sollten Sie alle sechs Monate zu einem Kontrollbesuch beim Frauenarzt gehen.

Wie oft sollte man zum Frauenarzt gehen ohne Pille?

Wenn Sie die Pille nicht einnehmen und keine besonderen Vorerkrankungen haben, sollten Sie einmal jährlich die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt machen lassen.

Wie oft sollte man in der Schwangerschaft zum Frauenarzt gehen?

Wenn die Periode ausbleibt und Sie denken, dass Sie schwanger sind, sollten Sie zeitnah einen Termin zur Erstuntersuchung beim Frauenarzt vereinbaren. Bei Schwangeren finden die Folgeuntersuchungen bis zur 32. Schwangerschaftswoche dann alle vier Wochen statt. Danach erfolgen die Untersuchungen im zweiwöchigen Abstand. Bei Beschwerden und Vorerkrankungen müssen Schwangere ihren Frauenarzt natürlich öfter aufsuchen.

Wie oft sollte man bei Kinderwunsch zum Frauenarzt gehen?

Wenn Sie einen Kinderwunsch haben, müssen Sie nicht unbedingt ihren Frauenarzt aufsuchen, es sei denn, Sie haben spezielle Fragen oder Vorerkrankungen, die eine Schwangerschaft oder die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Denken Sie auch daran, dass Sie am besten bereits bei bestehendem Kinderwunsch – also schon vor Beginn der Schwangerschaft – ein Folsäurepräparat einnehmen, um Ihre Folsäurespeicher aufzufüllen. Folsäure schützt das Baby vor Missbildungen.

Wenn Sie trotz Kinderwunsch nicht schwanger werden, können Sie sich an folgenden Faustregeln orientieren: Frauen unter 35, die nach zehn bis zwölf Monaten unverhütetem Geschlechtsverkehr nicht schwanger geworden sind, sollte ihren Frauenarzt um Rat fragen. Bei Frauen über 35 wird empfohlen, den Arzt schon nach sechs bis acht Monaten aufzusuchen.

Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt: Was wird gemacht?

Die Anamnese

Der Frauenarzt erfragt zunächst die Krankengeschichte der Patientin, diesen Prozess nennt man Anamnese. Zu einer gynäkologischen Anamnese gehören Aspekte wie aktuelle Beschwerden (Grund des Besuchs), Erhebung der Familienanamnese (Erkrankungen in der Familie) und der psychosozialen Anamnese (Beruf, Stress, Sexualität usw.). Auch nach Vorerkrankungen, Operationen, bestehender Medikamenteneinnahme, dem Zeitpunkt der ersten und der letzten Regel und der Zykluslänge wird gefragt. Des Weiteren wird ein Gespräch über eventuelle Schwangerschaften und deren Verlauf sowie über das Thema Verhütung geführt.

Die körperliche Untersuchung

Zunächst wird der Blutdruck gemessen. Viele Frauenärzte erfragen auch Größe und Gewicht der Patientin.

Die eigentliche gynäkologische Untersuchung wird auf einem gynäkologischen Stuhl durchgeführt, um optimale Untersuchungsergebnisse zu erzielen. Der Frauenarzt wird Ihnen vorher erklären, wie die Untersuchung abläuft.

Er untersucht zunächst den Bereich der Schamlippen nach Auffälligkeiten. Im Folgenden werden die Scheide und der Muttermund untersucht. Dazu benutzt der Arzt sogenannte Spekula (Handspiegel). Mit einem Bürstchen oder einem Watteträger wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals genommen. Dieser dient der Früherkennung von Zellatypien und Gebärmutterhalskrebs.

Der Arzt führt außerdem eine Tastuntersuchung durch, um Auffälligkeiten zu ertasten. Je nach Indikation schließt sich eine vaginale Ultraschalluntersuchung an, bei der die Gebärmutter und die Eierstöcke beurteilt werden können. Wenn die Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl abgeschlossen ist, kann sich die Patientin wieder anziehen. Es folgt die Tastuntersuchung der Brüste.

Der Zervixabstrich

Um Zellatypien oder Frühstufen eines Gebärmutterhalskrebs zu erkennen, nimmt der Frauenarzt mit einem Bürstchen oder einem Watteträger einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Unter dem Mikroskop werden die Zellen angefärbt und untersucht. Dieser Test wird als Pap-Test bezeichnet, da die Untersuchungsmethode auf George Papanicolaou zurück geht. Durch den Test können Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt und therapiert werden. Die Untersuchung rettet so vielen Frauen das Leben. Der Pap-Test sollte bei Frauen bereits bei der ersten gynäkologischen Untersuchung durchgeführt werden. Er wird bei allen jährlichen gynäkologischen Untersuchungen wiederholt.

Die Kolposkopie

Das Kolposkop ist ein Untersuchungsmikroskop. Der Arzt kann mit dem Kolposkop den Muttermund in Vergrößerung untersuchen. Manchmal wird der Muttermund mit einer Flüssigkeit betupft, um Veränderungen noch deutlicher hervortreten zu lassen.

Die gynäkologische Ultraschalluntersuchung

Der Frauenarzt kann eine vaginale oder eine abdominelle Ultraschalluntersuchung durchführen. Bei der vaginalen Untersuchung kann der Gynäkolge den Uterus und die Eierstöcke untersuchen.

Die Mammographie

Die Mammographie ist eine Methode zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom). Bei der Mammographie wird eine Röntgenaufnahme der Brüste angefertigt. Eine Mammographie wird durchgeführt, wenn der Frauenarzt Auffälligkeiten wie zum Beispiel Knoten oder Einziehungen an den Brüsten feststellt. Außerdem existiert in Deutschland ein nationales Mammographie-Screeningprogramm für Frauen von 50 bis 69 Jahren.

Frauen sollten ihre Brüste einmal pro Monat selbst abtasten. Bei Auffälligkeiten (wie beispielsweise Knoten, Einziehungen, Ausfluss aus der Brustwarze oder Verfärbung der Brustwarze) sollten sie immer rasch Ihren Frauenarzt zur weiteren Abklärung konsultieren!

Jährliche Untersuchung auch nach einer Gebärmutterentfernung?

Frauen sollten die gynäkologische Untersuchung auch nach einer Gebärmutterentfernung unbedingt jährlich wahrnehmen.