Wie lindert man nächtliche Gelenkschmerzen?

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Viele Frauen leiden besonders nachts an Gelenkschmerzen. Sind Medikamente die einzige Rettung? Es ist sehr schwierig, Gelenkschmerzen wirksamzu lindern, doch hier findest du verschiedene hilfreiche Tipps, um die Lebensqualität zu verbessern.

1. Die Ursache der Gelenkschmerzen herausfinden

Man kann nicht einfach ein entzündungshemmendes oder schmerzstillendes Mittel nehmen, ohne die Ursache für die Gelenkschmerzen zu kennen. In der Regel treten folgende Beschwerden auf:

  • Kribbeln und Krämpfe, vor allem in den Händen. Hände und Handgelenke schmerzen häufig in der Nacht. Eine häufige Ursache dafür ist das Karpaltunnelsyndrom, das starke Schmerzen auslöst.
  • Stechende Schmerzen, zum Beispiel in der Hüfte, die zu Schlafstörungen führen.
  • Taubheit und Steifigkeit in verschiedenen Körperteilen, wie zum Beispiel den Schultern. Auch dies beeinträchtigtden Schlaf negativ.
  • Nach großer Anstrenung am Tag sind die Schmerzen in der Nacht stärker. Langes Laufen kann beispielsweise durch Überbelastung zu Knieschmerzen führen.
  • Neben Kribbeln und Krämpfen ist der entzündete Bereich insbesondere am Abend oft geschwollen. Oft sind Hände, Finger, Knie und Knöchel davon betroffen.

Wir möchten darafu hinweisen, dass Heilmittel oder Medikamente nicht ohne ärztliche Diagnose und Beratung eingenommen werden sollten. Es kann sich um Arthritis, eine Sehnenentzündung, eine Verletzung, Schleimbeutelentzündung oder andere Beschwerden handeln, die untersucht werden müssen.

2. Wärme-Kälte-Therapie

Dieses Mittel ist unabhängig von der Ursache deiner nächtlichen Gelenkschmerzen wirksam. Es hilft beispielsweise bei Schmerzen, die durch das Karpaltunnelsystem, Abnutzung von Hüfte oder Knie etc. verursacht werden. Diese einfache Behandlung wird eine Stunde vor dem Schlafen durchgeführt und ermöglicht so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

  • Nimm einen Plastikbeutel mit Eiswürfeln und lege ihn auf die Stelle, in der sich der Schmerz konzentriert. Lasse ihn dort ein paar Minuten.
  • Dann nimmst du eine warme Kompresse getränkt mit Rosmarin. Dafür werden 5 Rosamrinzweige mit einem Liter heißem Wasser überbrüht. Wenn du keinen Rosmarin hast, kannst du auch Lavendel verwenden. Dann wird damit ein Tuch befeuchtet.
  • Kälte- und Wärmeauflagen werden alle 5 bis 10 Minuten gewechselt. Zuerst der Eisbeutel, dann das heiße Tuch. Dadurch entspannt sich der betroffene Bereich, Entzündungen werden gelindert und ein erholsamer Schlaf ermöglicht.

3. Natürliche Schmerzmittel

Die Natur stellt uns wirksame natürliche Heilmittel zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen zur Verfügung, die keine Nebenwirkungen verursachen. Folgende Kräuter können gegen nächtliche Gelenkschmerzen helfen:

  • Ingwer: Zwei Tassen Ingwertee am Tag reduzieren nicht nur Schmerzen bei Arthrose, Arthritis, Karpaltunnelsyndrom und Sehnenscheideentzündung, sondern verbessern auch die Gelenksfunktion. Eine von der Universität von Miami durchgeführte Studie bestätigt, dass Ingwer ähnliche entzündungshemmende Eigenschaften wie Ibuprofen aufweist. Deshalb empfiehlt es sich, eine  Tasse am Morgen und eine vor dem Schlafengehen zu trinken.
  • Brennnessel: Dieses wunderbare Wiesenkraut hilft bei Gelenkschmerzen ausgezeichnet. Man kann damit eine Wärmeauflage zubereiten oder zwei Tassen Brennesseltee täglich trinken. Dieser ist sehr wirksam gegen Schmerzen und hat auch harntreibende und reinigende Eigenschaften.

4. Gewohnheiten, um nächtliche Gelenkschmerzen zu verhindern

1. Den betroffenen Bereich nicht überlasten. Das ist nicht einfach, denn Bewegung ist im Alltag unvermeidlich. Doch bei einem abgenutzten Knie solltest du nicht unbedingt jeden Tag lange Spaziergänge machen. Es empfiehlt sich, alle 15 bis 20 Minuten kleinere Ruhepausen einzulegen. Überlaste deine Hände beim Karpaltunnelsyndrom nicht, trage keine schwere Taschen, wenn du Schulterprobleme hast. Das sind einfache Dinge, die verhindern, dass die Gelenke noch mehr anschwellen.

2. Ananassaft am Morgen. Ananas hat ein unverzichtbares Element zur Behandlung von Entzündungen: Bromelain. Es lohnt sich, jeden Morgen ein Glas frischen Ananassaft zu trinken.

3. Leinsamen. Ein weiteres natürliches Heilmittel, das reich an Omega-3- Fettsäuren ist, die bei Gelenkschmerzen helfen. Du kannst Leinsamen in Fruchtsäfte mischen. Mit Ananassaft oder Orangensaft schmecken sie lecker!

4. Lebertran. Ein traditionelles Heilmittel, das bereits unsere Großeltern verwendet haben. In einer britischen Studie wurde festgestellt, dass fast 90% jener Personen, die täglich einen Esslöffel Lebertran einnehmen, ihre Knorpel damit deutlich stärken und schmerzverursachende Enzyme reduzieren. Ein Esslöffel pro Tag und deine nächtlichen Gelenkschmerzn werden zurückgehen.

Du kannst noch heute beginnen, diese Tipps umzusetzen.