Wer scharf isst, lebt länger

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In einer großen Studie untersuchten Forscher aus China, wie scharf die Leute im ganzen Land aßen – und wie lange sie lebten. Menschen, die milde Speisen bevorzugten, hatten ein höheres Sterberisiko.

Gesund durch scharfes Essen

In einigen Teilen Chinas essen die Menschen gern sehr scharf. Das könnte eine äußerst gesunde Angewohnheit sein nach Ansicht von Forschern aus China, die sich bei Menschen im ganzen Land nach dem Würzgrad des Essens erkundigt haben – und nach den Todesstatistiken.

Die Menschen, die häufiger Chili an ihr Essen taten, hatten ein geringeres Risiko zu sterben, vor allem Herz- und Atemwegstoden entgingen sie eher, auch ihr Krebsrisiko war niedriger. Das berichten die Mediziner und Ernährungswissenschaftler aus Peking in ihrer Studie, die im „British Medical Journal“ erschien

Die Forscher nutzten die Daten einer großen Bevölkerungsstudie in China, für die mehr als eine halbe Million Erwachsene in zehn Landesteilen regelmäßig untersucht und befragt werden. Eine Frage bei der Aufnahme der Teilnehmer in die Studie lautete: „Wie oft haben Sie im letzten Monat etwas Scharfes gegessen?“ Die Antwortmöglichkeiten reichten von „nie“ bis zu „sechs bis sieben Mal in der Woche“.

Wenn jemand angab, mindestens ein- bis zweimal in der Woche scharf zu essen, wollten die Forscher Genaueres wissen. Woher stammte die Schärfe? Benutzen die Leute frische Chilischoten oder getrocknete? Chilisauce oder scharfes Öl? Anderthalb Jahre später prüften sie bei einem repräsentativen Teil der Studienteilnehmer, ob die Menschen ihren Essgewohnheiten treu geblieben waren.

Ein- bis zweimal pro Woche scharf essen reicht

Und womit soll man nun sein Essen schärfen, wenn man etwas für seine Gesundheit tun möchte? Die Menschen, die frische Chilischoten aßen, schienen noch ein wenig mehr zu profitieren, das könne aber auch an den Vitaminen A, C und K liegen, die noch in den Schoten stecken.

Es reiche vermutlich auch, an ein bis zwei Tagen in der Woche scharf zu essen, schreiben die Forscher. Genaue Würzempfehlungen wollen sie aber erst geben, wenn der Zusammenhang zwischen Chilischote und Gesundheit genauer erforscht ist.