Wecke dein Gehirn mit dem richtigen Frühstück!

Ein kleiner Cafe zum Frühstück ist sicherlich nicht das, was unser Gehirnals optimal für seine Denkleistung betrachten würde. Warum tust du es dir und deinem Gehirn dann an? Im Grunde weißt du doch, wie wichtig Frühstücken ist – und das nicht nur für dein Gehirn!

Unser Gehirn braucht Frühstück!

Das menschliche Gehirn ist unsere Schaltzentrale, ohne die unser gesamter Körper nicht überlebensfähig wäre.

Es macht nur 2% der gesamten Körpermasse aus, verbraucht aber gute 20% der Energie.

Wer also hungert, ist auch weniger leistungsfähig im Gehirn! Auch unser Gehirn braucht eine große Portion von unserer Nahrung! Neugeborene verwenden sogar bis zur Hälfte ihres Energiebedarfs nur für ihr Gehirn.

Die Hauptnahrung des Gehirns neben vielen anderen wichtigen Nährstoffen, ist Glucose, also Zucker. Glucose kann der Körper aus komplexen Kohlenhydraten (also Getreideprodukte) gewinnen.

Verzichtet man auf komplexe Kohlenhydrate, leidet darunter das Gehirn. Ein Verzicht auf das Frühstück führt also zu einer Unterversorgung deines Gehirns mit Nährstoffen.

Frühstück fürs Gehirn

Auch du brauchst Frühstück!

Ein ausgewogenes Frühstück ist der wichtigste und beste Start in jeden neuen Tag. Denn statistisch gesehen sind Menschen, die regelmäßig frühstücken schlanker als solche, die auf das Frühstück verzichten.

Das liegt daran, dass der Körper ohne Frühstück gezwungen ist, im „Notlaufmodus“ zu laufen und eben nicht, wie oft behauptet, auf seine Fettreserven zurückgreift, sondern auf absoluter Sparflamme läuft.

Der dadurch über den Tag angesammelte Hunger durch verminderte Kalorienaufnahme wird durch kleine Snacks zwischendurch oder ein vor lauter Hunger zu üppiges Abendessen leider viel zu oft wieder „ausgeglichen“. Die tägliche Kalorienzufuhr ist somit doch höher, trotz ausgelassenem Frühstück!

Was brauchst du zum Frühstück?

Ein ausgewogenes Frühstück muss nicht üppig sein, sollte aber grundsätzlich aus folgenden Grundbausteinen bestehen:

  • Eiweiß: Ideal sind hier Milchprodukte. Wer keine tierischen Eiweißquellen möchte, greift hier zum Beispiel zu Sojamilchprodukten.
  • Kohlenhydrate: Getreideprodukte, möglichst aus Vollkorn und ohne Zucker sättigen lange und versorgen dein Gehirn langfristig mit Treibstoff.
  • Obst oder Gemüse: Ein frisch zubereiteter Smoothie oder ein Apfel im Müsli, Tomate oder Radieschen auf dem Brot – Ideen gibt es viele, du musst es nur essen!
  • Flüssigkeit: Je nach Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit verliert der Körper über Nacht im Schlaf bis zu einem Liter Wasser über Schweiß und Atemluft. Das muss unbedingt aufgefüllt werden!

Der Körper benötigt Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett, um optimal mit allem versorgt zu sein, was er braucht.

Um das Fett in der Nahrung müssen wir uns keine Sorgen machen, davon nimmt der deutsche Durchschnittsbürger zu viel mit der Nahrung auf.

Damit wir nach einem ausgewogenen Frühstück lange satt bleiben, muss der Ballaststoffgehalt der Mahlzeit hoch sein. Das erreichst du ganz einfach mit ungeschältem (bio!) Obst oder Gemüse und Vollkornprodukten. So ist dein Gehirn auch lange mit Nährstoffen versorgt.

gehirn

Vorschlag für ein Frühstück

Wenn du es besonders gut machen möchtest, kannst du dein Gehirn schon am Morgen mit ein paar speziellen Lebensmitteln unterstützen:

  • Sojaprodukte: Lezithin ist ein wichtiger Bestandteil unserer Zellmembrane. Die fettähnliche Substanz bewirkt, dass Nervenzellen leichter regenerieren und sich die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen verbessert. Außerdem wird Lezithin zu Acetylcholin umgebaut, dem bedeutendsten Botenstoff des Nervensystems. Pflanzliches Lezithin steckt besonders in Soja.
  • Nüsse: In Nüssen steckt reichlich Cholin. Das B-Vitamin ist die Vorstufe für den wichtigen Nervenbotenstoff Acetylcholin (Stichwort: Soja!) – ein Garant für volle Konzentration. Neben Omega-3-Fettsäuren enthalten viele Nüsse auch die Aminosäure Isoleucin, die ebenfalls das Denkvermögen steigert.
  • Bananen: In Bananen steckt viel von der Aminosäure Tryptophan, die im Gehirn zu Serotonin umgebaut wird. Dieses „Glückshormon“ ist in der dunklen Jahreszeit öfter mal Mangelware und hilft über Denkblockaden hinweg.
  • Grüntee: In ihm sind Wirkstoffe enthalten, die ein Enzym unterstützen, das im Gehirn Gedächtnisverlust vorbeugt.
Hafer

Frühstücksideen

Jetzt weißt du, was dein Gehirn morgens beim Frühstück gerne serviert bekommen möchte. Aber wie bereitest du es zu?

Ein Müsli aus Haferflocken (oder anderen Vollkorn-Getreideflocken) mit einer Banane und einer kleinen Hand voll Nüsse ist ein guter Start.

Nimmst du dann noch Sojamilch dazu und trinkst eine kleine Kanne Grüntee, dann kannst du deinem Gehirn am frühen Morgen nichts Besseres tun!

Du meinst, zum Frühstück bleibt keine Zeit? Dann nutze die Zeit auf dem Weg zur Arbeit, um zu frühstücken!

Ein kurzer Stopp beim Bäcker sollte drin sein. Dort kaufst du dir ein Vollkornbrötchen (oder zwei). Die Bananenmilch hast du dir in den Coffee to go – Becher gefüllt und so kannst du im Auto, der Bahn oder dem Bus ein ausgewogenes Frühstück genießen: mit Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Eiweiß, Flüssigkeit und Obst!

Und während du im Büro den PC hochfährst, kochst du dir einen Grüntee.

Nicht vergessen: Nach etwa vier bis sechs Stunden ist dein Frühstück verdaut und nicht nur dein Gehirn braucht Nachschub.

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