Was tun bei Karies?

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Effektive Tipps, mit denen Sie Karies heilen bzw. stoppen können

Fast jeder Erwachsene in Deutschland leidet unter Karies, Parodontose oder anderen Zahnerkrankungen. Selbst Kinder bleiben von der Zahnfäule nicht verschont.

Wenn Kariesbakterien die Zähne befallen, kommt es zu dunklen Verfärbungen an den Zähnen und es kann schmerzhaft werden. Doch was kann man tun bei Karies? Wir verraten es Ihnen.

Was ist Karies?

Karies, auch Zahnfäule genannt, beginnt meist unscheinbar mit kleinen weißen Flecken auf den Zähnen. Diese sogenannte Initialkaries bleibt oft unbemerkt, denn sie verursacht keine Schmerzen. Erst, wenn die entkalkten Stellen sich durch Farbpigmente aus der Nahrung dunkel verfärben, wird die Karies entdeckt.

„Frisst“ sich die Karies über den Zahnschmelz ins Zahnbein, kann der Kontakt mit heißen, kalten oder süßen Speisen und Getränken Schmerzen auslösen.

Weil das Zahnbein deutlich weicher ist als der Zahnschmelz, kann die Karies sich nun auch in die Breite ausdehnen und den Zahnschmelz unterwandern. Das macht den Zahn instabil und oft merken Betroffene Karies erst dann, wenn ein Stück des Zahns beim Kauen abbricht.

Wird nun nichts unternommen, kann sich die Karies an der Wurzel des Zahnes weiter ausbreiten. Der Zahn entzündet sich und spätestens jetzt bemüht man sich aktiv um Hilfe, aufgrund der so entstehenden Schmerzen. Im schlimmsten Fall kann der Nerv des Zahnes absterben und es bleibt nur noch die Möglichkeit den Zahn durch eine Wurzelbehandlung zu „retten“ oder sich den Zahn ziehen zu lassen.

Die Ursachen von Karies

Zahnärzte wissen: Karies ist eine Infektionskrankheit, die durch milchsäurebildende Bakterien (in erster Linie Streptokokken) im Mundraum verursacht wird. Grundsätzlich hat jeder von uns kariesauslösende Bakterien in seinem Mund. Ein gesundes Immunsystem hält diese jedoch in Schach. Übermächtig werden die „bösen“ Bakterien erst durch eine ungesunde Lebensweise.

Damit die Bakterien sich im Mund ansiedeln und derart verbreiten können, spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • ungünstige Ernährung: Kariesbakterien verstoffwechseln mit Vorliebe niedermolekulare Kohlenhydrate, wie sie in großer Menge in Süßigkeiten, herkömmlichen Backwaren, Softgetränken und auch Teigwaren aus Auszugsmehl vorkommen.
  • Faktor Zeit: Karies entsteht nicht von heute auf morgen. Erst, wenn die schädigenden Faktoren eine Weile wirksam sind, kommt es zu Zahnschäden.
  • Karies wird begünstigt durch eine unzureichende bzw. falsche Mundhygiene.
  • Und, da sind sich die meisten Zahnärzte einig: Karies ist nicht heilbar!

Was passiert bei Karies?

Nach herrschender Ansicht hinterlassen insbesondere zucker- und stärkehaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten, Bonbons, Softgetränke, Weißbrot, Nudeln, Kuchen, Trockenfrüchte usw. Rückstände an den Zähnen. Dieser sogenannte Plaque wird dann von Bakterien unter Freisetzung von Säure abgebaut. Um die entstehende Säure zu neutralisieren, wird dabei der basische Kalk aus dem Zahnschmelz entzogen.

Kommt es ständig zu solchen Säureattacken fressen sich die Bakterien immer weiter in den Zahn, zerlegen ihn seine Einzelteile und machen die Zahnstruktur brüchig.

Das ist dann auch der Zeitpunkt zu dem die Zähne empfindlicher gegen äußere Einwirkungen werden, weil dann die Säure in die winzigen Kanälchen der porösen Zähne eindringen kann. Ein Warnsignal ist die Temperaturempfindlichkeit der Zähne. Wenn der Kontakt mit heißen oder kalten Speisen und Getränken stechende Schmerzen auslöst, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die feinen Kanälchen des Zahnbeines, die mit der Wurzel in Kontakt stehen, bereits offen liegen.

Was tun bei Karies?

1. Die richtige Ernährung bei Karies

Wenn wir an den vier Faktoren für die Kariesentstehung festhalten, wird klar, dass in erster Linie die Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Bei Karies ist es besonders wichtig niedermolekulare Kohlenhydrate sowie stark säurehaltige Lebensmittel, die den Zahnschmelz zusätzlich belasten, zu meiden. Als ungünstig für die Zähne gelten folgende Lebensmittel, die bei akuter Karies gemieden werden sollten.

  • Zucker und alternative Süßungsmittel wie Honig, Agaven-, Ahornsiurp, Dicksäfte inklusive der damit gesüßten Produkte (Ausnahme: Xylit, Stevia, Erythrit, weil Kariesbakterien diese Zucker nicht verstoffwechseln können)
  • künstlich hergestellte Zitronensäure in Softgetränken, Marmeladen, Konserven und vielen Fertiggerichten
    Trockenfrüchte
  • Getreide und die daraus hergestellten Produkte wie Brot, Nudeln, Kuchen, Kekse, Pizza (Ausnahme: Vollkornprodukte hergestellt aus keimfähigem und frisch gemahlenem Mehl)
  • künstlich erzeugte Transfette, wie sie in den meisten Fertiggerichten vorkommen oder beim Erhitzen der meisten Pflanzenöle entstehen
  • frittierte Kartoffeln und daraus hergestellte Produkte wie Pommes Frites, Chips, Flips
  • Softgetränke inklusive ihrer Lightversionen, weil hier zahnschädigende Phosphorsäure enthalten ist
  • Mais und alles, was daraus hergestellt wird
  • konzentrierte Fruchtsäfte
  • Obstsorten hybrider Züchtungen

Hinweis: Je öfter unsere Zähne mit Haushaltszucker und zuckerhaltigen Produkten in Berührung kommen und je stärker diese an den Zähnen anhaften und kleben, desto rascher kann sich die Zahnfäule ausbreiten. Bonbons, Gummibären, Trockenfrüchte und andere Süßigkeiten sind daher besonders kariesfördernd, genauso wie süße Getränke und Limonaden.

Wenn diese Nahrungsmittel bei Karies gemieden werden, kann zumindest dafür gesorgt werden, dass sich die Karies nicht ganz so schnell ausbreitet.

2. Die richtige Mundhygiene bei Karies

Auch durch eine entsprechende Mund- und Zahnpflege kann man bei Karies viel bewirken. Durch antibakterielle Mundspülungen und basische Zahnpflege unterstützt man den Körper bei der Bekämpfung der schädigenden Bakterien und kann so die Verbreitung der Karies zumindest verlangsamen.

Tipps für die richtige Mundhygiene bei Karies lauten:

→ Spülen Sie Ihren Mundraum täglich 3-mal mit einer antibakteriellen Mundspülung

Empfehlenswerter als aggressive chemische Verbindungen wie z. B. Chlorhexadin sind antibakterielle Kräutermischungen auf der Basisvon Salbei, Teebaumöl, Tymian, Eukalyptus oder Grünem Tee.

Amerikanische Ureinwohner schwören seit Jahrhunderten auf Mundraumspülungen mit dem Kräuterextrakt Sanguinaria. Andere bevorzugen das nicht unumstrittene MMS nach Jim Humble beim Kampf gegen unliebsame Bakterien.

Auch Ölziehen, insbesondere mit dem antibakteriell wirkenden Kokosöl, kann helfen, die Kariesbakterien in Schach zu halten.

→ Verwenden Sie basische Zahnpflegeprodukte

Da Kariesbakterien sich nur in einem sauren Milieu (pH-Wert kleiner 7) ausbreiten können, können basische Zahnpflegemittel helfen, der Verbreitung von Karies entgegenzuwirken. Auch hier würde ich statt der chemischen Variante, wie der Verwendung eines herkömmlichen Natronpulvers, natürliche Quellen verwenden wie Schlämmkreide oder Sangokorallenpulver.

Nehmen Sie mehrmals täglich, idealerweise unmittelbar nach den Mahlzeiten, einen Viertel Teelöffel Basenpulver in den Mund und spülen Sie damit für 5-15 Minuten den gesamten Mundraum, insbesondere die Zahnzwischenräume. Man kann das Pulver auch einfach auf die Zahnbürste geben und damit wie gewohnt die Zähne zu putzen.