Was passiert in unserem Körper, während wir schlafen?

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Wir müssen keine Kamera installieren, um herauszufinden, was wir tun, während wir schlafen. Die Mehrzahl der Prozesse, die in unserem Körper ablaufen, während wir schlafen und träumen, können von außen nicht beobachtet werden.

Möchtest du herausfinden, was in deinem Körper passiert, wenn du schläfst? Dann bist du hier genau richtig! Einige Informationen sind wirklich erstaunlich!

Der Organismus arbeitet weiter, während wir schlafen

Wenn es auch scheint, als würde der Körper alle Vorgänge anhalten, sobald wir einschlafen… dem ist nicht so. In wissenschaftlichen Studien wurde belegt, dass der Organismus weiterarbeitet, wenn wir die Augen schließen. Hauptsächlich ist er mit folgenden Dingen beschäftigt:

Die Gliedmaßen sind gelähmt

Während der Tiefschlafphase, der REM-Phase (Rapid Eye Movement, charakteristische Augenbewegung), bleiben die Arme und Beine bewegungslos.

Der Körper wird „durchgeschüttelt“

Vielleicht ist dir das auch schon einmal passiert: Du schläfst und hast plötzlich das Gefühl, im luftleeren Raum zu fallen. Davon wachst du erschrocken auf. Diese Schlafstörung wird als hypnotischer Impuls bezeichnet und erlaubt es dem Körper, sich auf die Veränderungen vorzubereiten, die im Laufe der nächsten Stunden anstehen.

Krämpfe sind Anstrengungen, die unternommen werden, um uns auf den Beinen zu halten, ganz so, als handele es sich dabei um eine Alarmanlage, die aber nicht vollständig ausgelöst wird.

Die Körpertemperatur sinkt ab

Während des Tages unternehmen wir die vielfältigsten Dinge und die Körpertemperatur ist leicht erhöht, weil wir Kalorien verbrennen. In der Nacht, wenn wir schlafen, schaltet der Organismus aber auf Sparflamme und spart Energie. Um seine Funktionen aufrecht zu erhalten, wird auch während des Schlafens Energie verbrannt, allerdings in viel geringerem Maße als tagsüber. Aufgrund der verringerten Körpertemperatur wachen wir selbst im Sommer manchmal nachts auf, weil uns kalt ist.

Die Augen bewegen sich sehr schnell

Während wir schlafen, durchleben wir fünf verschiedene Phasen. Die tiefste und gleichzeitig aktivste dieser Schlafphasen ist die REM-Phase, wie wir bereits erwähnt haben. Nach Durchlaufen dieser letzten Phase beginnt der Zyklus von vorn und wir treten erneut in die erste Phase ein.

Die REM-Phase erreichen wir in der Regel eine oder anderthalb Stunden nach dem Einschlafen. Die Augen bewegen sich schnell, aber wir bemerken dies nicht.

Unnötige Informationen werden gelöscht

Unser Gehirn gehört zu den Organen, die am aktivsten bleiben, während wir schlafen. Jede Nacht wird die Festplatte aufgeräumt: Informationen, die nicht mehr benötigt werden und nur Platz im Gedächtnis wegnehmen, werden gelöscht. Wertvolle Erinnerungen dagegen werden vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis geschoben.

Verbindungen zwischen den Neuronen werden nachts schneller gebildet als tagsüber. Das Gehirn verbraucht für diese Aktivität viel Sauerstoff und Zucker und vielleicht wachst du deshalb morgens auf und hast Lust auf etwas Süßes.

Wachstumshormon wird verstärkt ausgeschüttet

Das ist einer der Gründe, aus denen wir als Babys den größten Teil des Tages schlafen. Das betrifft übrigens nicht nur uns Menschen, sondern alle neugeborenen Säugetiere. Das Wachstumshormon GH (Growth Hormone, aus dem Englischen) lässt uns dabei nicht nur in die Höhe wachsen, es ist auch zur Regeneration und zum Wachstum von Geweben wie Muskeln und Knochen notwendig.

In den Tiefschlafphasen wird vermehrt Wachstumshormon ausgeschüttet. Damit wird auch den niedrigen Blutzuckerspiegeln begegnet.

Der Rachen wird enger

Diese Veränderung beruht auf der Entspannung der Muskulatur. Viele Personen beginnen auch deshalb zu schnarchen, obwohl ihre Nase gar nicht zu ist.

Im Rachenraum finden weitere Veränderungen statt und die meisten von ihnen sind darauf zurückzuführen, dass wir den Hals- und Rachenraum nachts wirklich nur zum Atmen benötigen. In einigen Fällen verschließen sich die Atemwege nachts vollständig und verursachen eine Apnoe, einen Atemstillstand.

Das Immunsystem sammelt Kräfte

Wahrscheinlich hast du schon einmal gehört oder gelesen, dass wir täglich acht Stunden schlafen sollten, um nicht krank zu werden. Das ist tatsächlich so, denn unser Immunsystem bildet einen Großteil der Antikörper, die es zur Abwehr von Mikroorganismen braucht, während wir schlafen.

Das ist auch der Grund, warum wir mehr schlafen wollen, wenn wir uns schlecht fühlen oder krank sind.

Die Zähne knirschen

Bruxismus, wie das nächtliche Zähneknirschen in der Fachsprache genannt wird, kommt besonders bei Kindern und Jugendlichen sehr häufig vor. Das kräftige Aufeinanderpressen der Zähne kann sich weiter verstärken, wenn die Person stark gestresst ist oder Fehlstellungen im Bereich von Zähnen und Kiefer bestehen. Manchmal wachen Betroffene nachts auf, weil ihnen der Mund schmerzt. Die Zähne werden durch das Aufeinanderreiben abgenutzt und Zahnerkrankungen können die Folge sein.

Die Nieren ruhen sich ebenfalls aus

Wenn dem nicht so wäre, würden wir alle in nassen Betten aufwachen! Tagsüber sind die Nieren aktiv, filtrieren Stoffwechselendprodukte und Giftstoffe aus dem Blut und leiten sie mit dem Urin nach außen. Während wir schlafen, ist die Nierenfunktion reduziert, damit sich in der Ruhephase nur geringe Mengen Urin in der Harnblase sammeln.

Weil wir in der Nacht weniger Urin produzieren, aber nicht weniger Schadstoffe ausscheiden, ist der Morgenurin stärker konzentriert. Er ist etwas dunkler und wird von Ärzten für Urinuntersuchungen bevorzugt.

Die Sicht wird besser

Während wir schlafen, regenerieren sich Zellen, Gewebe, Organe. Die Augen sind hiervon keine Ausnahme. Schlafmangel führt zu Symptomen, die die Augenlider und den Tränenfilm, der die Hornhaut bedeckt und schützt, betreffen. Wenn du deine Augen lange Zeit anstrengst, merkst du auch, wie sie müde werden. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass du morgens besser sehen kannst als abends.

Falls du unter Augenringen leidest, solltest du ausreichend schlafen. Das ist die beste Strategie, um die unschönen, dunklen Ringe zu vermeiden.

Wir sprechen

Viele Menschen haben dieses „Problem“ und sprechen während sie schlafen. Es wird geschätzt, dass davon 5% der Bevölkerung betroffen sind. Unangenehm wird es aber meistens nur, wenn wir Dinge erzählen, die wir eher nicht preisgeben wollen.

Das Erstaunliche ist, dass die Betroffenen sich am nächsten Tag überhaupt nicht daran erinnern können, was sie erzählt haben. Und falls wir nicht allein geschlafen haben… Daraus ist schon manch merkwürdige Situation entstanden. Es ist bekannt, dass sowohl Depression als auch Stress nächtliches Sprechen verstärken.

Der Kopf „explodiert“

Das ist aber nun wirklich eine merkwürdige Angelegenheit. Vielleicht ist es dir auch schon einmal passiert, dass du das Gefühl hattest, dein Kopf würde explodieren. Und dann bist du davon aufgewacht und hast nach draußen geschaut, um herauszufinden, wo das Geräusch herkommt. Wenn das passiert, durchlebst du gerade eine Phase, in der du starken Stress und Angstgefühle erlebst.