Was ist Staub und woher kommt er eigentlich

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Keiner will ihn, aber er umgibt uns überall. Dabei gibt es durchaus auch nützlichen Staub.

Ob auf dem Fensterbrett oder unter dem Schreibtisch, ob privat oder beruflich: Staub ist ein ständiger Begleiter im Alltag. Meist stört er, ist aber allerorts zu finden. Was genau wird als Staub bezeichnet? Gibt es flüssigen Staub? Und: Kann Staub auch gefährlich sein?

Eines gleich vorweg: Staub muss nicht immer trocken sein. Nur rund ein Viertel des Staubs ist fest. Meist ist Staub ein Aerosol, also ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen, das durch die Atmosphäre schwebt. Russ etwa ist eine solche Mischform und daher schmierig.
„,Den‘ Staub gibt es nicht, sondern nur Staub in vielen Formen“, sagt Peter Sturm vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz. Der Experte für Umwelttechnik führt etwa die Unterscheidung zwischen organischen und anorganischen Stoffen an. Organisch: Hautschuppen, Textilfasern oder Pollen. Anorganisch: Gesteinsstaub oder Staub aus Laserdruckern und Kopierern.
Auch eine Differenzierung nach der Quelle ist möglich. Natürlich vorhanden: Saharastaub oder Staub, der sich auf trockenen Ackerflächen bildet. Vom Menschen verursacht: Abrieb von Autoreifen oder Hausbrand.
Die Partikelgröße ist laut Sturm ein weiteres Kriterium. Denn nicht zuletzt ist es die Kleinheit, die den Staub gefährlich macht: Feinstaub heißt der Feind des Großstadtmenschen im 21. Jahrhundert. Er dringt weit in die Lunge vor und verursacht dort Reizungen und in der Folge Entzündungen. Staub transportiert aber auch chemische Stoffe, auf die der Körper „sauer“ reagiert. Und Säuren wirken mitunter sogar krebserregend.
Gibt es aber auch nützlichen Staub? Ja, den gibt es. Auch Meersalz wird wie andere Aerosole durch die Luft transportiert. Wer also am Ozean kräftig einatmet, nimmt mit dem Meersalz für die Atemwege positiv wirkende Partikel auf.