Warum der Gelatine ein Platz in deinem Speiseplan gebührt

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Wir sind sicher, dass dir in der Schulkantine, in der Mensa oder auch im Krankenhaus schon einmal aufgefallen ist, dass recht häufig Gelatine serviert wird. Während die Gelatine den Kindern als Wackelpudding Spaß macht, handelt es sich hier doch nicht um eine Süßspeise im herkömmlichen Sinn. Gelatine ist nicht irgendein Lebensmittel.

Gelatine ist eine schnell verfügbare Quelle von Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen. Wusstest du beispielsweise, dass wir mit Gelatine die Regeneration von Knorpel und Gelenken unterstützen können?

Ab heute wirst du in der Gelatine nicht mehr nur die Nachspeise für Kinder sehen. In diesem Artikel erfährst du, wie du dir und deinem Organismus dieses tolle Lebensmittel zunutze machen kannst.

Wackeln wir los.

1. Woraus wird Gelatine gemacht?

Dich wird vielleicht interessieren, dass die pharmazeutische Industrie Gelatine verwendet, um eine Vielzahl der Medikamente, die wir einnehmen, zu überziehen. So gelangen die Pharmaka an ihren Bestimmungsort, ohne auf dem Weg dahin Schaden anzurichten oder selbst geschädigt zu werden.

Wenn du dich irgendwann einmal gefragt hast, was Gelatine eigentlich ist, dann liefern wir dir heute die Antwort: Gelatine wird unter anderem aus Kollagen hergestellt, aus Binde- und Stützgewebe von Tieren.

Wenn wir im Supermarkt die kleinen Gelatinetütchen kaufen, die uns beim Kuchenbacken helfen, dann enthalten diese ein weißes Pulver, das zum Großteil aus genau diesen Kollagenproteinen besteht. Hier nun eine Auflistung der Inhaltsstoffe von Gelatine:

  • 84 – 90% Proteine
  • 1 – 2% Mineralstoffe
  • Wasser

Gelatine ist frei von Konservierungsstoffen, Cholesterin und Harnsäure.

2. Gelatine wirkt entzündungshemmend

In Gelatine steckt der Wirkstoff Glycin. Hierbei handelt es sich um eine entzündungshemmende Substanz, die sowohl infektiös als auch nicht-infektiös bedingte Entzündungen lindert. Glycin hilft auch, geschädigtes Gewebe zu regenerieren.

  • Glycin hilft, bakteriellen Infektionen und Blutungen vorzubeugen.
  • Wenn wir an Durchblutungsstörungen oder Leberproblemen leiden, ist der regelmäßige Konsum von Gelatine eine lohnenswerte Therapieergänzung.
  • Die Reinigung der Leber und die Ausscheidung von Giftstoffen wird angeregt.
  • Wir schützen uns vor Geschwüren und Arthritis.

3. Gelatine für kräftige Nägel, kräftiges Haar und strahlende Haut

Für diese Wirkung ist Gelatine kaum bekannt, aber sie stärkt Nägel und Haar ungemein. Regelmäßiger Konsum von Gelatine führt zu einem verfeinerten Hautbild, das uns jung aussehen lässt.

  • Die Entwicklung von Nägeln und Haar findet über einen Prozess statt, der Keratinisierung heißt. Nägel und Haar bestehen zu einem Großteil aus Keratin und die Keratinisierung ist daher Grundvoraussetzung für ihre Gesundheit. Aber auch die äußere Hautschicht schützt durch Keratin und profitiert daher ebenfalls von der Gelatine.
  • Damit die Keratinisierung stattfinden kann, sind einige Aminosäuren notwendig, die uns die Gelatine liefert.

4. Regt den Stoffwechsel an

Gelatine ist nicht nur ein sehr kalorienarmes Lebensmittel, das gleichzeitig Vitamine, Mineralstoffe und Proteine liefert, sondern vermag auch, die Thermogenese und den Stoffwechsel anzuregen.

Wir empfehlen, Gelatine mit säuerlichen Früchten zu kombinieren. Orangen, Grapefruit, Pflaumen und Erdbeeren eignen sich prima, um gemeinsam mit der Gelatine dein Frühstück zu verzaubern. So gibst du deinem Körper einen Vitaminschub für den Tag und beginnst diesen mit einem aktiven Stoffwechsel, der es dir erlaubt, Fett zu verbrennen.

5. Stärkt das Immunsystem

Gelatine sollte einen festen Platz in unserer Ernährung haben und auch in der unserer Familie, das schließt Kinder und ältere Personen mit ein.

  • Gelatine ist frei von Cholesterin und Fetten und ist in der Lage, unsere Abwehrkräfte zu stärken, um jene lästigen Erkältungen zu vermeiden, die uns vor allem in dieser Jahreszeit immer wieder zu schaffen machen.
  • Gelatine besteht nahezu vollständig aus Proteinen, einigen Vitaminen und Mineralstoffen wie Calcium und Phosphor.

Orangengelatine und Ingwer für das Immunsystem

Zutaten

  • 1 Tütchen geschmacksfreie Gelatine (10 g)
  • 1 Glas Wasser (200 g)
  • 2 Orangen
  • 1 TL gemahlener Zimt (5 g)
  • 1 TL gemahlener Ingwer (5 g)

Zubereitung

  • Zunächst pressen wir die Orangen aus, um deren Saft zu gewinnen. Dazu schneiden wir die Orangen in zwei Hälften und bewahren nach dem Auspressen die halben Schalen auf. Wir werden sie später als Schälchen verwenden, um unsere Gelatine schön zu präsentieren.
  • Wenn wir den Orangensaft haben, mischen wir ihn mit der Gelatine. Wenn du willst, kannst du den Orangensaft vorher filtern. Dann bilden sich auch weniger schnell Klümpchen.
  • Das Wasser erhitzen wir in der Zwischenzeit und geben dann die Orangen-Gelatine-Mischung hinzu. Es ist wichtig, die ganze Zeit umzurühren, bis sich Orange und Gelatine gut mit dem Wasser vermischt haben.
  • Wenn das Wasser am Kochen steht, geben wir Zimt und Ingwer hinzu. Am besten macht sich frischer Ingwer, den wir selbst gerieben haben.
  • Zum Schluss gibst du diese leckere Mischung in die Orangenhälften. Stelle sie auf eine geeignete Unterlage, damit sie nicht auslaufen. Wenn sich die Gelatine abgekühlt hat und fest geworden ist, kannst du dein gesundes Meisterwerk bewundern und dir schmecken lassen!