Vitamin C: Warum es dein Körper braucht. Alle Fakten

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Seit man Seefahrerfilme sah weiß man: Ohne Vitamin C fallen Zähne aus. Wofür es der Körper noch braucht und wie es wirkt zeigt dieser Artikel.

Aufnahme von Vitamin C

Vitamin C zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es zerfällt sehr schnell, ist im Körper immer im Einsatz und daher schnell verbraucht. Im Körper befindet sich daher nur wenig Vitamin C . . . 1,5 bis 3,5 Gramm.

Daher braucht man eine regelmäßige Zufuhr davon. Lieber 2 bis 3x am Tag Vitamin C-reiche Kost essen, als nur 1x. Außerdem solltest du die Lebensmittel frisch essen. Durch Luftkontakt und Hitze geht Vitamin C schnell verloren.

Auch bei langer Lagerung geht nach und nach der Vitamin C Gehalt im Obst zurück. Bei gelagerten Äpfeln ist beispielsweise nach einem halben Jahr die Hälfte des Vitamin C’s weg . . . wegen Zersetzung.

Im Körper befindet sich besonders viel Vitamin C in Gehirn, Leber, Augenlinsen, Milz, Lunge und weißen Blutkörperchen. An diesen Orten spielt es auch eine große Rolle.

Wirkung von Vitamin C

Vitamin C wirkt dann optimal, wenn auch andere Stoffe wie Vitamin E, Eisen, Calcium usw. in ausreichenden Mengen im Körper vorkommen. Darum ist eben einseitige Ernährung schlecht.

Vitamin C zählt zu den Antioxidantien (neben Vitamin E) und schützt Zellen vor freien Radikalen.

Dabei arbeiten die Vitamine E und C im Tandem. Dein Körper braucht also beide Vitamine in ausreichenden Mengen im Kampf gegen freie Radikale.

Mit Vitamin C nimmt der Körper auch mehr Eisen aus der Nahrung auf. Bis zu 4x so viel.

Der Körper entgiftet sich mit Vitamin C auch besser. In der Leber aktiviert Vitamin C ein Enzym. Dieses reinigt das Blut von Giften, die der Körper dann ausscheidet.

Was ist mit Rauchern? Raucher nehmen über Zigaretten mehr Gift auf. Und für deren Abbau muss der Körper einen Gang höher schalten und braucht daher mehr Vitamin C.

Vitamin C spielt auch eine wichtige Rolle für gesunde Knochen . . . und generell für straffes Gewebe. Ohne Vitamin C wird die Synthese von Kollagenfasern gestört. Diese Fasern bilden eine Art Netz und bieten so Halt . . . in den Knochen, Sehnen, Knorpeln in der Haut und an den Zähnen.

Im Extremfalls gab es bei Seefahrern daher Zahnausfall (Skorbut).

Vitamin C hält auch die Blutgefäße gesund und beugt so einem Herzinfarkt vor. Eine Ursache für einen Herzinfarkt ist die Verkalkung der Arterien. Mit der Zeit sammeln sich an den Innenwänden der Arterien Fettzellen an. Das Blut fließt schlechter und Blutgerinnsel können hängen bleiben.

Vitamin C hält die Innenwände gesund. Aber nicht allein. Wichtig ist beispielsweise auch genug Vitamin E und Beta-Carotin im Blut.

Auch auf die Wundheilung kann Vitamin C einen positiven Effekt haben. Forscher behandelten Patienten mit Mengen an Vitamin C, die deutlich über den Ernährungsempfehlungen liegen. Die Zugaben lagen bei 500 bis 3.000 mg täglich und zwar bei Personen, die sich von einer Operation oder Verletzung erholen sollten.

Die Ergebnisse machten Mut und die Forscher setzen die Studien dazu fort.

Vitamin C tötet Krebszellen, lässt aber gesunde Zellen unbeschadet.

Und wahre Vitamin C-Bomben sind schwarze Johannisbeeren . . . in 100 Gramm stecken 177 mg Vitamin C.

Und dann das große Thema Krebs.

Forscher fanden heraus: Vitamin C tötet Krebszellen ab und lässt gesunde Zellen unbeschadet. Allerdings müsse man das Vitamin dazu intravenös verabreichen. Denn für den Erfolg war eine sehr hohe Konzentration an Vitamin C notwendig, die der Körper über die Verdauung nicht aufnimmt.

Sobald die Erkältungsrolle wieder heranrollt heißt es ja . . . Vitamin C schlucken. Aber das Verhindern von Erkältungen konnte bisher nicht klar nachgewiesen werden. Nur bei Leistungssportlern half Vitamin C als Schutz vor Erkältung, aber nur geringfügig. Die Untersuchung führten die Forscher an Normalbürgern durch, die sich auch gesund ernährten.

Lebensmittel mit hohem Gehalt an Vitamin C

Statt über Pillen, solltest du den Bedarf an Vitamin C über Lebensmittel abdecken. Denn in natürlichen Lebensmitteln kommt ein natürlicher Mix der unterschiedlichen Vitamin-C Varianten vor. Vitamin C findet man in Zitrusfrüchten, grünem Gemüse und in Tomaten.

Die folgenden Obst- und Gemüsesorten enthalten besonders viel Vitamin C (Angaben jeweils je 100 Gramm des Lebensmittels):

  • Rote Johannisbeeren – 41 mg
  • Kiwis – 92,7 mg
  • Orangen – 53,2 mg
  • Brokkoli – 64,9 mg
  • Rote Paprika – 128 mg
  • Feldsalat – 38,2 mg

Bedarf

Die offiziellen Angaben für den täglichen Bedarf liegen bei 80 bis 100mg täglich. Bei Krankheit, Stress, Rauchen ist der Bedarf höher, weil auch der Verbrauch an Vitamin C steigt.

Auch bei Alkoholgenuss benötigt der Körper mehr Vitamin C.

Darüber hinaus gibt es Forscher, die deutlich höhere Mengen an Vitamin C befürworten. Einer dieser Forscher war Linus Pauling. Er empfahl 10.000 mg täglich . . . also das 100-fache.

Das geht dann nur noch über Pillen oder Pülverchen.

Überdosierung Vitamin C

Ist das überhaupt möglich? Eigentlich nicht. Vor allem bei reiner Aufnahme von Vitamin C über natürliche Lebensmittel. Also nicht über Pillen.

Vitamin C ist wasserlöslich und zu viel aufgenommene Mengen scheidet der Körper einfach aus.

Das Gegenteil ist aber bei synthetischen Pillen der Fall. Wissenschaftler schrieben im „American Journal of Clinical Nutrition“ über ein erhöhtes Risiko für einen Herztod.

Demnach kann sich das Herzinfarkt-Risiko bei hochdosierter Aufnahme von Vitamin C verdoppeln . . . zumindest bei Zuckerkranken. An der Studie nahmen nämlich Diabetiker teil.

Bei Nicht-Diabetikern stellten die Forscher keinen negativen Einfluss von Vitamin C auf Herzerkrankungen fest.

Außerdem kann es bei Megadosierungen an Vitamin C zu Ablagerungen in den Nieren kommen. Das Ergebnis davon Nierensteine. Die Studie fand an 23.000 schwedischen Männern statt. Eine Gruppe, das waren 900 Männer, nahmen täglich 1.000 mg Vitamin C über Pillen auf. Und 3% dieser Männer entwickelten dann Nierensteine. Bei der anderen Gruppe klagten nur 2% über Nierensteine.

Das Fazit lautet also: Pillen liegen lassen und zur Orange oder Paprikaschote greifen.