Valentinstag: Warum am 14. Februar der Tag der Verliebten ist

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Der Valentinstag am 14. Februar ist in vielen Ecken der Welt das Fest der Verliebten. Viele glauben, dass der Brauch von der Blumen- und Pralinenindustrie erfunden wurde – das entpuppt sich jedoch als Gerücht.

14. Februar ist keine neuzeitliche Erfindung

Es ist richtig, dass vor allem die Blumen- und Süßwarenindustrie die ersten Februar-Wochen für viele Werbeaktionen zum Valentinstag ausnutzt – schließlich sind Rosen, Schokolade und auch Parfum die Valentinstag-Geschenkklassiker schlechthin und werden von Paaren, die verliebt sind, gern gekauft und verschenkt. In Deutschland hat der Valentinstag seit den 1950er Jahren Tradition. Über die genaue Herkunft gibt es heute verschiedene Ansichten. Aber sie alle stellen fest, dass der Brauch bereits viele Jahrhunderte alt ist.

Schon die alten Römer beschenkten ihre Frauen am 14. Februar mit Blumen. Der Grund: Am 14. Februar des Jahres 269 starb der Priester Valentin, der trotz Verbots von Kaiser Claudius christliche Trauungen vornahm und so vielen Menschen den Bund fürs Leben ermöglichte.

Im Februar verliebt

In England dagegen herrschte lange Zeit der Glauben vor, dass die Vogelwelt Jahr für Jahr pünktlich zum 14. Februar ihre Paarungszeit einläutete. Der britische Dichter Geoffrey Chaucer beschrieb diesen Umstand schon 1383 in seinem Gedicht „Parliament of Fowls” („Parlament der Vögel“), das für viele Historiker den Anfang des Valentinstags in Europa markiert.

In England, aber auch in Frankreich wurden später alljährlich ein „Valentin“ und eine „Valentina“ per Los bestimmt. Fortan mussten sich die „Zwangsverkuppelten“ mit kleinen Geschenken erfreuen. Dieser Brauch begründete mutmaßlich die heutige Tradition der „Valentine Greetings“, die vor allem in England und den USA zum „Fest der Verliebten“ gehören.

Heutiger Valentinstag: Mix mit anderen Traditionen

Während der Jahrhunderte kreuzte sich der Valentinstag mit vielen anderen Bräuchen: Am „Vielliebchentag“ glaubten junge Mädchen beispielsweise, dass sie jenen Mann heiraten würden, den sie am Valentinstag als erstes vor dem Haus erblicken.

Derweil fielen bereits im Mittelalter die großen Festmahlzeiten von Seefahrern, Zünften und Bruderschaften auf den 14. Februar.