Trifft auf den Hund Frankie, der Krebs erschnüffeln kann!

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Frankie ist ein ausgebildeter Schäferhund, den man auf unterschiedliche Düfte trainiert hat. Er kann Schilddrüsenkrebs mit einer Trefferquote von 88 Prozent erkennen – diese Rate ist nur etwas niedriger als mit dem allgemein praktizierten Nachweisverfahren: der Feinnadelpunktion Biopsie.

Hier seht Ihr Frankie.
Frankie der Hund

Donald Bodenner, Leiter der endokrinen Onkologie an der „University of Arkansas for Medical Sciences(UAMS)“ und sein Kollege, Arny Ferrando haben den deutschen Schäferhund trainiert. Er erkennt den Geruch von Krebs im Schilddrüsengewebe. Sie behaupten, dass Frankie der erste Hund ist, der in der Lage ist, zwischen „gutartigen“ Schilddrüsenerkrankungen und Schilddrüsenkrebs zu unterscheiden, nur indem er den Urin eines Menschen riecht.“ Danach unterzog er sich einem Test, der das beweisen sollte.

Die Ärzte des UAMS erhoben eine klinische Studie. Sie sammelten Urinproben von 34 Patienten, die in die Universitätsklinik kamen. Diese Patienten wurden auf verdächtige Schilddrüsenknoten untersucht.

Nach der Untersuchung mit Hilfe einer chirurgischen Pathologie bekam man die Diagnose der Patienten. Bei 15 dieser Patienten wurde Schilddrüsenkrebs diagnostiziert und bei 19 eine gutartigen Erkrankungen der Schilddrüse. Diese 34 Urinproben hat anschließend Frankie bekommen für seinen „Schnüffeltest“.

Bei Frankies Schnüffeltest stellten die Ärzte fest, dass der Hund 30 dieser Patienten richtig bewertet hat und die Krankheit herausgefunden hat. Damit hatte Frankie 87 Prozent des Schilddrüsenkrebs und 89,5 Prozent der gutartigen Proben richtig identifiziert.

Damit hat Frankie im Schnitt eine Genauigkeit von 88,2 Prozent – was nur knapp unter der Genauigkeit von der Feinnadelpunktion Biopsie liegt. Er war in der Lage, 9 von 10 Proben richtig zu identifizieren.

Dr. Bodenner erklärte, dass Frankies Studie in San Diego vorgestellt werden soll und diese Erkenntnis neue Türen in der Schilddrüsenkrebs-Erkennung eröffnen wird.

„Die Diagnoseverfahren für Schilddrüsenkrebs ergeben oft unsichere Ergebnisse mit wiederkehrenden medizinischen Verfahren und einer Vielzahl von Schilddrüsenoperationen, die unnötig durchgeführt wurden“, erklärt Dr. Bodenner.
„Der Geruchssinn der Hunde könnte von Ärzten verwendet werden, um das Vorhandensein von Schilddrüsenkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen und eine Operation zu vermeiden.“

Dr. Jason Wexler, ein Endokrinologe in Washington DC, stimmt zu: „Es gibt viele Patienten, die sich nur ungern einer Feinnadelpunktion unterziehen, so dass ich denke, dass, wenn man eine Technik entwickelt hat, bei der keine invasiven Verfahren eingesetzt werden müssen, die Attraktivität zur Früherkennung gesteigert wird.“ Dr. Wexler fügte hinzu, dass die Erkennung mit dem Geruchssinn eines Hundes ein hohes Potenzial überall auf der Welt hat, wo es keinen Zugang zu Biopsie-Techniken gibt. “

Dr. Emma Smith, die für „Cancer Research UK“ arbeitet, ist beispielsweise der Ansicht, dass diese Forschung zur Entwicklung von „elektronischen Nasen“ genutzt werden kann und damit eine nicht-invasive Krebserkennung ermöglicht wird.

Ob alle Ärzte der selben Meinung sind, kann man nicht sagen. Dennoch ist die Fähigkeit von Hunden, winzige Mengen zu riechen einfach nur unglaublich.

Obwohl der Nachweis von Hunden keine häufig verwendete Praxis darstellt, verlassen sich schon viele auf die Fähigkeit der Hunde, lebensbedrohlichen Krankheiten, einschließlich Krebs, zu erkennen.
Frankie ein Detection Hund bei der Arbeit

Die Non Profit-Organisation in Großbritannien „Medical Detection Dogs“ (Medizinische Spürhunde) entwickelt spezielle Trainingseinheiten für Hunde, damit diese eine Vielzahl von Krankheiten erkennen. Trotz ihres unglaublichen Erfolgs sagen sie, dass der „Mangel an Finanzierung“ den Fortschritt verlangsamt.

Aber vielleicht wird Frankies Erfolg einiges in der Forschung vorantreiben!