Tödliche Pille – Frauen kämpfen gegen Pharmakonzern Bayer

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Antibabypillen mit dem Wirkstoff Drospirenon können schwere bis tödliche Nebenwirkungen verursachen. Felicitas Rohrer, eine geschädigte Frau die dem Tode nur knapp entrinnen konnte, verklagt den Pharmakonzern Bayer auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. 

Im Jahr 2012 wurde Felicitas Rohrer sie mit einer doppelten Lungenembolie ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie einige Monate eine der neueren Antibabypillen zu sich genommen hatte.  Da festgestellt werden konnte, dass die Antibabypille diese schwere Nebenwirkung verursacht hat, klagt sie im Mai 2014 den Pharmakonzern Bayer auf Schmerzensgeld und Schadensersatz.

Im Beipackzettel der Antibabypille wurde auf ein erhöhtes Thromboserisiko NICHT hingewiesen. In den USA hat Bayer bereits 2 Milliarden Dollar an Entschädigungen an Opfer seiner Antibabypillen bezahlt. Außergerichtlich und ohne Schuldeingeständnis versteht sich. Hierzulande spricht der Konzern nur von bedauerlichen Einzelfällen …

Die 31jährige Felicitas Rohrer wird wahrscheinlich niemals Kinder bekommen können und muss blutverdünnende Medikamente einnehmen. Weil sie Gerechtigkeit will, hat sie eine Selbsthilfegruppe gegründet, um gemeinsam mit anderen Frauen fordert sie, diese schädlichen Pillen vom Markt nehmen zu lassen.

Mittlerweile bestätigen einige neuere Studien das hohe Risiko, die von Antibabypillen mit dem Wirkostoff Drospirenon ausgehen. Im Vergleich zu Pillen der 1. und 2. Generation wird von einem doppelt so hohen Thromboserisiko ausgegangen.

In den vergangenen 15 Jahren sind dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) etwa 480 Verdachtsfälle von Frauen mit venösen Thromboembolien gemeldet worden, die Drospirenon-Präparate eingenommen hatten. Darunter 16 Fälle mit Todesfolge.

Bei diesen Zahlen muss bedacht werden, dass es hier eine große Dunkelziffer gibt. Nicht alle Betroffene melden sich und nicht alle Ärzte können oder möchten einen Zusammenhang zwischen der Pille und den entstandenen Nebenwirkungen sehen. Leider werden nur die wenigsten Fälle wirklich registriert!