Tipps gegen Sodbrennen

171 total views, 1 views today

Die in den USA am meisten verkauften Arzneimittel sind gegen Sodbrennen. Doch nicht nur in Amerika leiden viele an dieser unangenehmen Beschwerde. Wenn du auch davon betroffen bist, empfehlen wir dir, diesen Artikel zu lesen.

Wissenswertes über Sodbrennen

Sodbrennen oder Magen-Reflux ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Fast jeder hat schon einmal mehr oder weniger darunter gelitten, dabei fließt die Magensäure (die zur Verdauung der Nahrung notwendig ist) wieder zurück in die Speiseröhre, manchmal bis hoch zum Hals. Die häufigsten Symptome sind:

  • Brennen (bitteres Gefühl, wie Feuer oder Engegefühl in der Brust und Kehle nach dem Essen)
  • Aufstoßen des Essens (ähnlich wie bei Erbrechen)
  • Übelkeit mit saurem Geschmack
  • Schwierigkeiten beim Schlucken der Nahrung

Wenn man mindestens einmal pro Woche an Sodbrennen leidet, dann spricht man von gastroösophagealem Reflux. Die Hälfte der Bevölkerung der USA leidet an Sodbrennen und etwa 20% an der Reflux-Erkrankung. Auch in anderen Ländern sind ähnliche Zahlen zu verzeichnen.

Nach dem Schlucken der Nahrung wandert sie durch unsere Speiseröhre, passiert den Schließmuskel der Speiseröhre und endet im Magen. Der Schließmuskel ist wie ein Deckel, der sich beim Essen jedes Mal öffnet und schließt. Er ist bis zu 7 cm lang und seine Aufgabe ist es, zu kontrollieren, was in den Magen gelangt und zu verhindern, dass es nicht zu einem Rückfluss kommt.

Wenn dieser Schließmuskel nicht mehr richtig funktioniert, kann es zu Sodbrennen kommen. Für den Reflux gibt es viele Ursachen: zu schnelles Essen, bestimmte Gewürze, Schlafengehen gleich nach dem Essen, Druck im Magen usw.

Wenn der Durchgang nicht komplett geschlossen ist, können Magensäuren in die Speiseröhre aufsteigen und die beschriebenen Symptome erzeugen. Ähnlich wie beim Erbrechen fließt die Säure wieder in die Speiseröhre zurück und sorgt für ein sehr unangenehmes Brennen. 

Wenn dies oft vorkommt, können Geschwüre und chronische Entzündungen die Folge sein. Auch Ösophagitis und Lungenerkrankungen sowie Zahnerosion und Mundgeruch können so entstehen. Andere wiederum spüren keine Symptome, dies wird als „stilles Sodbrennen“ bezeichnet und kann durch die Messung des pH-Werts und endoskopische Untersuchungen nachgewiesen werden.

Lebenslanges Sodbrennen

Sodbrennen tritt bereits von Geburt an auf, wenn es also nur ab und zu vorkommt, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Etwa 85% der Babys haben Sodbrennen oder stoßen nach dem Stillen auf. Bis zum ersten Lebensjahr ist das normal. Schwangere Frauen leiden durch den Druck des Babys auf den Magen oft an Sodbrennen.

Bei Fettleibigkeit kommt es ebenfalls oft zu Sodbrennen, da das Fett auf die Bauchhöhle drückt und auch meist die Ernährung zu wünschen übrig lässt. Dies kann in jedem Alter vorkommen.

Auch wenn Sodbrennen jederzeit auftreten kann, sind Personen über 60 besonders häufig davon betroffen, weil der Schließmuskel geschwächt ist.

Wie kann man Sodbrennen verhindern?

Gesunde Ernährung

Obwohl Sodbrennen bei jeder Person von anderen Lebensmitteln verursacht wird, tritt es bei den meisten Menschen nach dem Konsum von Kaffee, Pfefferminze, Schokolade, Alkohol, Ketchup, stark gewürzten Speisen und Milchprodukten auf. Daher ist es ratsam, mehr Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Wasser zu verzehren.

Essgewohnheiten verbessern

Nicht nur die Ernährung, auch die Essgewohnheiten sind wichtig: Insbesondere am Abend empfiehlt es sich, gegebenenfalls weniger und früher zu essen. Ein leichtes Abendessen mit Obst und Gemüse kann sehr hilfreich sein. Reduziere den Alkoholkonsum oder verzichte ganz darauf. Auch Fast Food oder Fertiggerichte und zu heißes oder zu kaltes Essen ist nicht empfehlenswert. Iss langsam und kaue gründlich.

Genügend schlafen

Versuche, dich etwa eine Stunde nach dem Mittag- oder Abendessen auszuruhen, um deine Muskeln und auch die Speiseröhre zu entspannen. Danach wirst du fit sein und besser arbeiten können.

Versuche, Stress so gut wie möglich zu reduzieren, auch dieser kann für häufiges Sodbrennen verantwortlich sein und andere Gesundheitsprobleme verursachen.