So schleicht sich Krebs in unseren Körper

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Krebs macht keine Unterschiede. Er trifft Frauen und Männer, Arme wie Reiche, alte Menschen, aber auch Kinder. Was passiert eigentlich im Körper, wenn sich aus gesunden Zellen tödliche Geschwüre bilden?

  • Krebs entsteht aus einem Zusammenspiel von Genen, Lebensstil und purem Zufall.
  • Tumorzellen täuschen das Immunsystem, gehorchen keiner Zellregulierung und verweigern sich dem programmierten Zelltod.
  • Nur Krebszellen können überall im Körper entstehen und an jeder anderen Stelle Metastasen bilden.

In Deutschland erkranken jährlich eine halbe Million Menschen an Krebs, etwa 220.000 sterben daran. 51 Prozent aller Männer und 43 Prozent aller Frauen müssen hierzulande damit rechnen, im Laufe ihres Lebens einen bösartigen Tumor zu entwickeln. Krebs ist Todesursache Nummer zwei, aber Angstgegner Nummer eins in Deutschland.

Krebszellen sind bewundernswert

Wäre ihre Wirkung nicht so grausam, müsste man Krebszellen eigentlich bewundern: für ihr Geschick, sich zu vermehren, für ihre Raffinesse, der körpereigenen Abwehr zu entgehen, und für ihre Rücksichtslosigkeit, das eigene Überleben zu sichern.

Diese Fähigkeiten erklären aber auch, warum die internationale Krebsforschung den „Krieg gegen Krebs“ noch längst nicht gewonnen hat, den die US-Regierung 1971 erklärte. Das Ziel war eine Heilung in den nächsten 25 Jahren. Mit jeder Erkenntnis über das Krebsgeschehen rückte es in weitere Ferne.

Krebs entsteht in einem trickreichen Prozess

Warum es im Kampf gegen Krebs bis heute nur Etappensiege gibt, und warum die Krankheit eine angsteinflößende, unheimliche Bedrohung geblieben ist, macht schon ein Blick auf die Entstehung begreiflich. In einem leisen, schleichenden und äußerst trickreichen Prozess entsteht aus gesunden Zellen eine potenziell tödliche Geschwulst. Die ganze Heimtücke der Krankheit ist bereits in ihrem Beginn angelegt.

Fehlerhafte Zellen sind ganz alltäglich

In unserem Körper erneuern sich täglich unzählige Zellen, andere sterben ab. Neue Zellen entstehen durch Teilung. Während dieses Kopiervorgangs kommen häufig Fehler vor. Meist bleiben sie harmlos, weil das körpereigene Abwehrsystem die „kaputte“ Zelle zerstört. Krebs kann entstehen, wenn sich diese Zelle nicht auflöst, sondern weiter teilt, dabei das fehlerhafte Erbgut weitergibt und auf keines der Stoppsignale des Körpers mehr reagiert, die für die Balance zwischen Zellerneuerung und Zelltod sorgen.