So bleibe ich diesen Sommer gesund

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So beugen Sie Erkältungen vor

1. Arbeiten Sie nicht bis zur letzten Minute: Wer gleich nach Büroschluss in den Flieger steigt, hat zu viel Stress im Gepäck. Er schwächt das Immunsystem und unbekannte Erkältungsviren am Urlaubsort können besonders gut angreifen. Gönnen Sie Ihrem Körper also vor der Abreise etwas Zeit zum “Runterkommen”.

2. Beugen Sie mit Heilpflanzen vor: Etwa mit dem Extrakt der Kapland-Pelargonie (z.B. “Umckaloabo”). Er verhindert, dass sich Infektionserreger vermehren, an den Schleimhäuten anhaften und zu Halsweh, Schnupfen oder Husten führen können. Der Sonnenhut (z.B. “Echinacea ratiopharm”) stärkt zudem die Abwehrkräfte des ganzen Körpers. Beginnen Sie fünf Tage vor Reisebeginn mit der Einnahme und führen Sie sie weitere vier Tage am Ferienort fort.

3. Gönnen Sie dem Körper genügend Ruhephasen: Tagsüber Sport und Sightseeing, abends Party – wir wollen so viel wie möglich aus dem Urlaub herausholen und das geht oft auf Kosten des Schlafs. “Wenn er fehlt, wird man leichter krank. Denn nachts regenerieren sich die Abwehrkräfte”, so Dr. Nikolaus Frühwein, Arzt für Reise- und Tropenmedizin. “Sieben bis acht Stunden Schlaf wären ideal.”

Wenn ich mich doch erkälte? Hier hilft eine selbst gemachte Kochsalzlösung (ein Teelöffel Salz auf eine Tasse lauwarmes Wasser). Wer damit mehrmals täglich gurgelt und die Nase spült, reduziert dort und im Hals die Keimzahl, sodass die Erkältung an Fahrt verliert. Funktioniert übrigens auch mit natürlichem Meerwasser!

So schützen Sie sich vor Insektenstichen

1. Nehmen Sie Vitamin-B6: “Das verändert den Geruch der Haut und verdirbt Mücken den Appetit”, weiß Hautärztin Dr. Birgit Kunze. Beginnen Sie drei Tage vor Ihrer Reise mit der Einnahme von einer Kapsel B6 (z.B. “Pure Encapsulations”) täglich.

2. Reiben Sie sich mit Mückenschutzmitteln ein: Am besten vor der Dämmerung, da stechen die Plagegeister nämlich am liebsten. Für Mückenparadiese wie die Tropen empfiehlt Dr. Frühwein Präparate, deren DEET-Anteil über 40 Prozent liegt (z.B. “Nobite”).

3. Duschen Sie vor dem Schlafen: Schweißgeruch zieht Insekten magisch an. Tipp von Vielreisenden: getragene Socken als ablenkenden Köder in eine Ecke des Zimmers legen.

Wenn ich doch gestochen werde? Drücken Sie ein Stück rohe Zwiebel auf den Stich, ihre ätherischen Öle sind entzündungshemmend. Arnika-Gel (z. B. “Combudoron”) oder Zaubernuss (“Mama Natura Insectolin”) wirken abschwellend und lindern den Juckreiz. Entzündete Stiche verheilen schneller mit einer leichten Kortisoncreme (z. B. “Ebenol”).

So beugen Sie einer Blasenentzündung vor

1. Achten Sie darauf, dass Unterleib und Füße nicht auskühlen: Beides senkt die Durchblutung der Blase und schwächt ihre Abwehrkraft – ideale Voraussetzung, damit sich Bakterien vermehren. Ziehen Sie deshalb den nassen Bikini direkt aus, so entsteht keine Verdunstungskälte.

2. Trinken Sie das Richtige: Wer zu Blasenentzündungen neigt, sollte idealerweise Wasser mit Kohlensäure trinken. Sie säuert den Urin an, was die Ausbreitung der Bakterien unterbindet. Einen ähnlichen Effekt haben Preiselbeer- oder Cranberrysaft. Trinken Sie bei heißen Temperaturen stets viel (bis zu drei Liter am Tag), um die Blase durchzuspülen.

3. Gehen Sie nach dem Sex auf die Toilette: Wenn im Urlaub die Leidenschaft auflebt, kann es schnell zu einer sogenannten “Honeymoon”- Zystitis kommen: Keime aus dem umliegenden Gewebe gelangen dann über die Harnröhre in die Blase und führen dort zu einer Entzündung. Wasserlassen nach dem Sex entfernt die Mikroben schnell wieder.

Wenn ich doch eine Blasenentzündung bekomme? Trinken Sie viel. Ideal sind Tees mit Goldrutenkraut, Bärentrauben- oder Brennnesselblättern, die krampflösend und entzündungshemmend wirken. Geht es Ihnen nach etwa zwei Tagen nicht besser oder ist Blut im Urin, ab zum Arzt! Eventuell brauchen Sie ein Antibiotikum. Ideal sind Antibiotika mit Einmaldosis, die schnell und unkompliziert helfen.

So beugen Sie einem Sonnenstich vor

1. Schützen Sie Ihren Kopf und Nacken: Wenn diese beiden Körperpartien zu viel UV-Strahlung ausgesetzt sind, kann das Gehirn anschwellen. Die Folge: ein Sonnenstich, der sich durch Übelkeit, Kopfschmerzen und eventuell einen steifen Nacken bemerkbar macht. Ein Hut schützt Kopf und Nacken am besten. Laut „Stiftung Warentest“ halten gelbe, breitkrempige Modelle die Strahlung am effektivsten ab – weiße sind zu durchlässig, schwarze heizen in der Sonne zu sehr auf.

2. Unterschätzen Sie die Sonne nicht: Dass man die intensive Mittagssonne (11 bis 15 Uhr) meiden sollte, wissen wir. Häufig unterschätzt werden dagegen UV-Strahlen bei bedecktem Himmel (dabei dringen sie auch durch Wolken). Vorsicht ist ebenso im Gebirge geboten. Dort ist die Atmosphäre dünner, UV-Licht wird weniger gefiltert.

3. Trinken Sie viel: An einem heißen Tag sollte man bis zu drei Liter Wasser zu sich nehmen. Nur wenn der Körper genug Flüssigkeit bekommt, kann er schwitzen und sich abkühlen. Weil er dabei viel Salz verliert, ist natrium-reiches Wasser (400 mg/Liter) ideal.

Wenn ich doch einen Sonnenstich bekomme? Raus aus der Sonne, den Kopf mit einem nassen Handtuch oder unter der Dusche kühlen und viel Wasser trinken. Dann hinlegen, bis die Beschwerden nachlassen. Bei starken Kopfschmerzen, Fieber oder Verwirrtheit zum Arzt gehen.

So beugen Sie Durchfall und Magenproblemen vor

1. Essen Sie nicht übermäßig viel: Das Sättigungsgefühl hat sich lange eingestellt und trotzdem isst man weiter? Dann kann es passieren, dass die Magensäure ihre Wirkung nicht voll entfaltet und Keime, die z.B. zu Durchfall führen, leichtes Spiel haben. Vor allem in tropischen Gefilden sollten Sie auf rohes Gemüse, Blattsalate, ungeschältes Obst und Leitungswasser (oder daraus hergestellte Eiswürfel) verzichten. Es kann z.B. mit Koli-Bakterien verunreinigt sein.

2. Essen Sie Joghurt: Indien-Reisende schwören auf das Hausmittel. Denn die enthaltenen Milchsäurebakterien stärken den Darm (und dadurch auch das Immunsystem) und verdrängen Durchfallkeime. Empfohlen werden 2–3 Becher Naturjoghurt täglich, am besten beginnen Sie damit drei Tage vor der Abreise.

3. Lassen Sie sich impfen: Wer in Länder mit hoher Durchfallgefahr (wie z.B. fast ganz Afrika) reist, sollte über eine Cholera-Impfung nachdenken – sie schützt auch vor anderen Reise-Durchfällen. Die Kosten für die Schluckimpfung (ca. 50 Euro) werden von den meisten Krankenkassen erstattet.

Wenn ich mir den Magen doch verderbe? Essen Sie möglichst wenig (damit sich der Verdauungstrakt regeneriert) und trinken Sie viel (um den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen). „Aber bitte in kleinen Portionen, damit der Körper das Wasser bei sich behält“, rät Dr. Nikolaus Frühwein. Geeignet sind lauwarme Kräuter- und Früchtetees mit Traubenzucker sowie Afrikatee, eine Mischung aus Orangensaft und Schwarztee (Verhältnis 50:50) mit einer Prise Zucker und Salz. Stopfend wirken Heidelbeeren – mehrmals täglich einen Teelöffel voll kauen.

So beugen Sie einer Sonnenallergie vor

1. Gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonne: So verhindern Sie, dass Sie von zu viel UV-Licht rote Stellen und Pusteln bekommen. Am besten legen Sie sich Sonnencremes mit verschiedenen Lichtschutzfaktoren zu: Fangen Sie zu Reisebeginn mit dem höchsten an, steigen dann nach und nach auf niedrigere um. Mit den Sonnenbädern läuft es quasi umgekehrt: Erst sollten sie nur kurz dauern, dann schrittweise immer länger. Wer oft unter starken Beschwerden leidet, kann die Haut sechs bis acht Wochen vor dem Urlaub beim Hautarzt per „UV-Hardening“ gegen Sonnenlicht abhärten (wird oft von der Kasse übernommen). Mittels ultravioletten Strahlen wird dabei der hauteigene Lichtschutz aktiviert.

2. Stärken Sie Ihre Haut von innen: Hautärztin Dr. Birgit Kunze empfiehlt, etwa einen Monat vor Reiseantritt und dann den ganzen Urlaub hindurch täglich eine Kapsel mit Milchsäurebakterien (z.B. „Lactibian Toleranz“) oder Omega-3-Fettsäuren (z.B. von Nature Essential) und dazu eine Kalzium-Brausetablette (z.B. „Calcium- Sandoz Sun“) einzunehmen: „Das stärkt die Immunabwehr der Haut und mindert so das Risiko einer Sonnenallergie.“

3. Achten Sie auf die richtige Sonnencreme: Was viele nicht wissen: Manchmal entstehen lästige Pusteln nur, weil die Haut (in Kombination mit intensivem Licht) auf bestimmte Inhaltsstoffe der Sonnencreme reagiert. Wer zu einer sogenannten „Mallorca-Akne“ neigt, sollte fettstoff- und emulgatorfreie Sonnenschutzmittel (z.B. „Ladival Sonnenschutz Gel“) verwenden.

Wenn ich doch allergisch reagiere? Meiden Sie konsequent die Sonne, bis sich die Pusteln zurückgebildet haben. Antihistamin-Tabletten (z. B. „Lorano Akut“) und Kortisoncremes (z. B. „FeniHydrocort“) unterstützen den Heilungsprozess.