Slipeinlagen – gut oder schlecht für die Gesundheit der Frau?

Der tägliche Gebrauch von Slipeinlagen bei Frauen ist immer mehr verbreitet. So kann die Unterwäsche trocken und frei von Feuchtigkeit gehalten werden. Zudem können mögliche Gerüche vermieden werden und man hat das Gefühl, sauberer zu sein.

Aber… Helfen sie uns wirklich? Sind sie wirklich so gesund, wie in der Werbung immer wieder beteuert wird? Oder sind sie sogar schädlich? In diesem Artikel finden Sie einige Ratschläge, wie Sie den Intimbereich gesund und frei von lästigen Infektionen halten können.

Es gibt einige für die Gesundheit unseres Intimbereichs sehr wichtige Voraussetzungen. Wir sollten sie beachten, um lästige Beschwerden wie zum Beispiel Brennen oder Juckreiz zu vermeiden, die unseren Alltag, unser Selbstbewusstsein und den Umgang mit unserem Partner beeinträchtigen können.

Falls Sie auf den täglichen Gebrauch von Slipeinlagen nicht verzichten können, lesen Sie am besten folgende Ratschläge, um mögliche negative Folgen zu vermeiden.

Ratschläge für einen gesunden Intimbereich

Jede Frau ist anders, und was für eine Frau vorteilhaft ist, kann für eine andere schädliche Wirkungen haben.

Als allgemeine Regeln gelten:

Beim Kauf von Slipeinlagen, sollten wir überprüfen, ob diese luftdurchlässig und porös sind und die oberste Schicht nicht aus Plastik besteht.  Der Intimbereich braucht viel Luft da sich sonst die Feuchtigkeit staut und es zu Infektionen kommen kann.

Slipeinlagen sollten mehrmals täglich gewechselt werden, mindestens alle vier bis sechs Stunden.

Richtiges Händewaschen ist äußerst wichtig: Sowie vor als auch nach dem Toilettengang und auch vor dem Gebrauch der Slipeinlagen.

Weitere Ratschläge, um Infektionen zu vermeiden

  1. Der Intimbereich sollte nicht vollständig rasiert werden, da die Schamhaare diesen Bereich schützen.
  2. Eine korrekte Pflege des Intimbereichs ist von großer Bedeutung, vor allem auch während den Tagen der Menstruation.
  3. Sie sollten keine konventionellen Seifen verwenden, weil dadurch der Ph-Wert verändert werden kann. Es gibt viele neutrale oder spezielle Seifen für den Intimbereich, die zu empfehlen sind. Die besten haben einen sauren Ph-Wert und halten den Bereich sauber und geschützt.
  4. Tragen Sie Unterwäsche aus Baumwolle, so wird genügend Luft durchgelassen.
  5. Vermeiden Sie enge Hosen über einen längeren Zeitraum. Dies kann zu einem Temperaturanstieg und folglich zu mehr Feuchtigkeit in diesem Bereich führen; eine vorteilhafte Atmosphäre für opportunistische Keime.
  6. Tragen Sie keine Kleidung aus synthetischem Material.
  7. Schlafen Sie mit weiter Kleidung.
  8. Vermeiden Sie langes Sitzen.
  9. Benutzen Sie keine Deodorants für den Intimbereich. Diese Produkte überdecken die Gerüche nur und es kann zu Irritationen kommen. 
  10. Der Intimbereich sollte so trocken wie möglich gehalten werden.

Risikofaktoren für Infektionen

Eine dauerhafte Einnahme von Antibiotika, eine Schwangerschaft, Diabetes etc. sind Faktoren, die Infektionen fördern können. Falls Sie zu den Betroffenen gehören, sollten Sie noch mehr aufpassen.

Vorsicht bei folgenden Symptomen

  • Zunahme der Konsistenz und der Menge des Ausflusses
  • Änderung der Farbe des Ausflusses
  • Unangenehmer Geruch
  • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Vermeiden Sie Medikamente auf eigene Faust

Viele Frauen suchen bei Beschwerden im Intimbereich keinen Arzt auf, sei es aus Angst oder wegen Schamgefühlen. Somit können sich die Erreger, die für die Infektion verantwortlich sind, vergrößern.

Wenn Sie den Verdacht auf eine Infektion haben, sollten Sie keine Medikamente auf eigene Faust einnehmen und schnell einen Arzt aufsuchen. Der kann Ihnen dann ein geeignetes Medikament verschreiben, mit dem Sie Ihre Beschwerden heilen können. Durch eine willkürliche Einnahme von Medikamenten können wir unseren Zustand verschlechtern.

Es ist wichtig, dass der Arzt das passende Medikament spezifisch für jeden Fall verschreibt. Bei Verdacht auf eine Infektion sollten Sie keine Slipeinlagen mehr verwenden.

Eine unzureichend behandelte Infektion der Vagina kann zu Harnwegsproblemen führen. Schwere Harnwegsinfektionen können für unsere Gesundheit gefährlich ausgehen.

Experten berichten, dass die Mehrheit der Frauen mindestens eine Infektion hinter sich hat. Wäre es nicht besser, diese von vornherein zu vermeiden?