Selbsttest: 7 Schlüssel um die mentale Gesundheit selbst zu bewerten

Wenn wir über die mentale Gesundheit sprechen, denken wir meist an klinische Störungen, welche die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien stark beeinträchtigen.

Doch viele Menschen leiden täglich an emotionalen Problemen, die im Laufe der Zeit zu Krankheiten führen können. Führe diesen Selbsttestdurch, um interessante Antworten über deinen emotionalen Zustand zu finden!

Versteckte Depressionen oder Angstzustände beeinträchtigen das psychologische Gleichgewicht, bleiben jedoch in vielen Fällen unbehandelt.

Niemand ist immun gegen diese Krankheiten. Oft sind unsere eigenen Gedanken und Verhaltensweisen die schlimmsten Feinde, auch wenn wir uns darüber nicht bewusst sind.

Deshalb ist es wichtig, negatives Gedankengut zu identifizieren und unsere Innenwelt neu zu interpretieren, um die mentale Gesundheit zu bewahren.

So kann man dem Leben mit Integrität entgegentreten, das Selbstwertgefühl verbessern und die Zügel für das eigene Wohlbefinden selbst in die Hand nehmen.

Anschließend schlagen wir dir vor, einen Selbsttest durchzuführen. Dabei geht es darum, gewisse Aspekte zu bewerten, um mehr über deine mentale Gesundheit herauszufinden.

1. Ich plage mich mit Dingen, die noch gar nicht passiert sind

Wenn du negative Dinge vorwegnimmst, die noch gar nicht eingetroffen sind, schadest du damit deiner mentalen Gesundheit!

Du denkst vielleicht nur an das Schlechteste und stellst dir vor, dass immer alles schief läuft, egal was du tust. Auch folgende Situationen können sich ergeben:

  • Du denkst so lange über Dinge nach, dass du am Ende erschöpft bist und gar keine Lust mehr hast, zu handeln.
  • Du analysierst bestimmte Details, Worte und Geschehnisse krankhaft und misst manchen Aspekten viel zu viel Wichtigkeit bei, obwohl sie in Wirklichkeit irrelevant sind.

 

2. Abhängigkeit von der Vergangenheit

Frau blickt aus dem Fenster

Wer die ganze Aufmerksamkeit und alle Gedanken und Illusionen auf bereits erfolgte Ereignisse konzentriert, verliert die Möglichkeiten, die die Gegenwart bietet.

  • In der Nostalgie zu leben ist weder gut, noch gesund. Dadurch verfällst du in einen wehrlosen Zustand und kannst jede Hoffnung im gegenwärtigen Leben verlieren.
  • Du musst verstehen, dass die Vergangenheit eine Schublade mit Dingen ist, von denen wir in bestimmten Augenblicken in der Gegenwart lernen können. Damit bietet sich dir die wahre Gelegenheit, glücklich zu sein.

 

3. Du konzentrierst dich zu sehr darauf, was andere sagen und tun

Natürlich leben wir nicht auf einer einsamen Insel. Wir alle sind gezwungen, uns Beziehungen mit anderen Menschen aufzubauen, mit anderen zusammenzuleben, zu arbeiten und unser Leben mit Familie, Freunden und Nachbarn zu teilen.

  • Doch Zusammenleben bedeutet nicht von anderen abhängen, Sklave fremder Meinungen und Beurteilungen zu werden.
  • Was andere sagen und tun, sollte dich nicht so sehr beeinflussen, dass du deine Wesensart oder deine Lebensansichten veränderst.
  • Kritik anderer sollte dich nicht schlecht fühlen lassen. Je weniger du unangebrachte Kommentare beachtest, umso größer wird deine Lebensqualität sein.

4. Ich bin immer schlecht gelaunt, alles stört mich

schreiende Frau

Es gibt Zeiten, in denen wir ständig schlecht gelaunt sind, in denen uns alles stört und nichts gefällt, in denen uns niemand zum Lachen bringen kann und nur wenige Dinge unser Interesse wecken.

Wenn du dich in diesem Gemütszustand befindest und dieser länger als zwei aufeinanderfolgende Monate anhält, ist von einer Depression zu sprechen.

 

5. Sich nicht auf wichtige Dinge zu konzentrieren beeinträchtigt die emotionale Gesundheit

Wer lange Stressphasen durchläuft, hat mit Konsequenzen zu rechnen: Dabei werden Prioritäten nicht mehr geschätzt oder man vergisst völlig, welche Dinge im Leben vorrangig sind.

  • Wenn du vergisst, was dich glücklich macht, wenn du wirklich wichtige Dinge unbeachtet lässt, dann kann dein innerer Kompass nicht so funktionieren, wie er sollte.
  • Stress und Nervosität führen dazu, dass man sich vorwiegend auf berufliche Angelegenheiten konzentriert, ständig die Anforderungen des Chefs vor Augen hat und die Arbeitskollegen, die Druck ausüben…
  • Der Geist wird dadurch überfordert und kann sich nicht mehr entspannen und auf Wichtiges konzentrieren: auf dich selbst, deine Familie…

6. Wenn ich ein Problem habe, versuche ich auszuweichen oder es zu verschleiern

Frau im Wasser

Auch dies ist eine Strategie. Wenn dich etwas stört oder dir Sorgen bereitet, zerfällt dein inneres Gleichgewicht und du versuchst, zu entkommen oder setzt dir die Maske der Ruhe auf, so als ob nichts passiert wäre.

  • Wenn du zu Hause unglücklich bist, versuchst du, mehr Zeit an freier Luft zu verbringen.
  • Wenn du Probleme mit jemandem hast, versuchst du, auf Distanz zu gehen.

Doch dies ist keine Lösung. Du fühlst dich dadurch nur schlechter und ziehst die unangenehme Situation in die Länge, anstatt das Problem zu lösen. Wenn du Probleme heute löst, sind sie morgen nicht mehr da!

7. Ich bin nicht fähig, nein zu sagen

Sich im Alltag zu behaupten fördert die mentale Gesundheit. Wenn du jedoch nicht fähig bist, ohne Schuldgefühl ja zu sagen und ohne Angst etwas abzulehnen, schwimmst du im Meer der Frustration und des Unglücks.

  • Wer keine Grenzen setzen kann oder sich nicht traut, lässt die Türe für Missachtung, Manipulation und Verletzungen offen, die Mitmenschen durchschreiten können, um dich einfach zu kontrollieren.
  • Lasse dies nicht zu! Lerne, deine Grenzen klar auszudrücken und pflege so deine mentale Gesundheit! 

Denke über diese 7 Aspekte nach und überlege dir, ob du in deinem Leben etwas verändern könntest. Dieser Selbsttest gibt dir Antworten über dein inneres Gleichgewicht, mit dem du wahres Glück und Genugtuung aufbauen kannst.

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