Selbstgemachter Antimilbenspray

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Eine Hausstauballergie wird durch winzige Mikroorganismen ausgelöst: Milben können Schnupfen, häufiges Niesen, Nasenrinnen, Juckreiz in der Nase oder den Augen und in schlimmen Fällen auch Asthma verursachen. In diesem Beitrag erfährst du mehr über diese winzigen Mitbewohner und wie du selbst einen Antimilbenspray herstellen kannst, um diese zu bekämpfen.

Die Milben sind eine Unterklasse der Spinnentiere und befinden sich praktisch überall im Haus. Wir sind nicht nur von Milben, sondern von zahlreichen Mikroorganismen umgeben, die nicht unbedingt schädlich sind. Die meisten Spinnentiere sind harmlos und für das menschliche Auge unsichtbar. 

Milben sind jedoch, wie bereits erwähnt, für zahlreiche Allergien und Atemwegsbeschwerden verantwortlich. Um dieses Ungeziefer zu bekämpfen, ist es wichtig, etwas mehr darüber zu erfahren.

Wo befinden sich Milben?

Milben sind unsichtbar, da sie nur ungefähr 0,3 mm groß sind. Sie ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen und produzieren Ausscheidungen, die für die Hausstauballergie verantwortlich sind. Jede Milbe kann täglich bis zu 20 schädliche Partikel ausscheiden, was bei einer Lebensdauer von 10 Wochen insgesamt 2000 Ausscheidungen ausmacht. In einer Durchschnittsmatratze können sich zwischen 100000 und 100 Millionen Milben aufhalten.

Die männliche Milbe lebt ungefähr 10 Tage, die weibliche durchschnittlich 70 Tage lang. In dieser Zeit legen diese zwischen 60 und 100 Eier. Du kannst dir selbst ausrechnen, wie schnell sich Milben verbreiten können.

Milben meiden das Licht und verstecken sich meist zwischen Textilien: Stofffalten eines Kissens, Matratzen, Teppiche und Stofftiere sind beispielsweise ein perfektes Heim für diese Ungeziefer. Insbesondere lieben Milben ein warmes und feuchtes Ambiente. 

Hausstauballergie und gesundheitliche Folgen

Es wird geschätzt, dass Milben 50% der Allergien verursachen. Das Einatmen der Ausscheidungen kann zu Atemwegserkrankungen wie Rhinitis – bei der die Nasenschleimhäute angegriffen werden und die zu Niesen führt – Juckreiz, Schnupfen, Nasenrinnen und manchmal auch zu einem schlechten Geruchssinn führen. Hausstaubmilben können auch Asthma verursachen. Zusätzlich kann es zu allergischer Bindehautentzündung kommen, die sich durch Juckreiz, Augenrötung, Tränenbildung und ein lästiges Gefühl in den Augen äußert. Bei längerem Hautkontakt mit Milben kann es zu einer Hautreizung bzw. zu einem atopischen Ekzem kommen, welches Juckreiz und Entzündungen verursacht.

Wirkungsvolle Hausmittel

Um die lästigen Beschwerden einer Hausstauballergie zu vermeiden, ist der Kontakt zu den Milben zu verhindern. Reinlichkeit ist dafür ausschlaggebend und das beste Mittel. Zusätzlich gibt es verschiedene Hausmittel, die sehr hilfreich sein können. Du kannst selbst ganz einfach dafür sorgen, dieses lästige Ungeziefer zu beseitigen.

Antimilbenspray

Ein selbstgemachter Antimilbenspray kann die schädlichen Milben sehr effizient bekämpfen. Es gibt dafür auch verschiedenste Produkte im Handel. Wir empfehlen jedoch folgendes Rezept:

  • 1 Sprühdose
  • 1/2 Tasse Alkohol
  • 1/2 Tasse destilliertes Wasser
  • 30 Tropfen ätherisches Öl (Zitrone, Eukalyptus, Lavendel, Zypresse, Zimt usw.)

Einfach alle Zutaten in der Sprühdose vermischen und schon ist der Antimilbenspray fertig. Mit diesem werden das Bett, die Kissen und Laken, Vorhänge oder andere Orte, an denen sich Staub und folglich auch Milben ansammeln können, besprüht. Dieser Spray sollte nicht in Anwesenheit von Kindern unter drei Jahren oder schwangeren Frauen benutzt werden. Danach wird gewartet, bis die Flüssigkeit verdampft, bevor die besprühten Dinge benutzt werden. Schon bei der ersten Verwendung dieses Sprays wird die Anzahl der Hausstaubmilben zwei Monate lang deutlich gesenkt. Um das Haus möglichst milbenfrei zu halten, muss der Spray regelmäßig alle zwei bis drei Monate verwendet werden. 

Ätherische Öle

Ein weiteres, sehr gutes Mittel ist die tägliche Zerstäubung von ätherischen Ölen – beispielsweise Eukalyptus, Lavendel, Minze, Pfeffer oder Pinie – um für frische Luft ohne lästige Mitbewohner zu sorgen. Der Duft dieser Öle ist auch sehr angenehm.

Eine Mischung aus Anis, Nelke, Fenchel, Eisenkraut und Lavendel in einer Sprühdose wirkt auch ausgezeichnet. Diese wird ebenfalls auf Bett, Teppiche, Vorhänge usw. gesprüht, um die Milbenbevölkerung zu reduzieren. Das Zimmer wird danach wunderbar und frisch riechen.

Ätherische Öle sind stark konzentriert und können Hautreizungen verursachen. Deshalb sollten sie immer in Maßen verwendet werden. Die Anwendung der Öle sollte von jemandem ohne Allergien durchgeführt werden.

Vorsorge gegen Hausstaubmilben

Zur Vorsorge gegen Hausstaubmilben ist eine regelmäßige, gründliche Reinigung ausschlaggebend. Ebenfalls werden verschiedene zusätzliche Maßnahmen empfohlen, um die Ausbreitung des Ungeziefers zu verhindern. Hier findest du verschiedene Tipps:

  • Die Zimmerfeuchtigkeit möglichst unter 50% halten. Eine Möglichkeit dafür ist die Verwendung eines Raumluft-Entfeuchters, der besonders im Schlafzimmer von Allergikern empfohlen wird. Mit einem Hygrometer kann die Luftfeuchtigkeit gemessen werden.
  • Die Zimmer regelmäßig lüften. Wenn die Fenster geöffnet werden und Durchzug entsteht, wird verhindert, dass sich Staubpartikel und Milben ansammeln. 15 Minuten täglich sind ausreichend.
  • Lass die Sonne ins Zimmer. Bei Sonnenlicht verbreiten sich die Milben nicht so gut.
  • Bettwäsche und Vorhänge sollten über 60º gewaschen werden, um die Milben sicher zu entfernen.
  • Die Reinigung der Matratze ist ebenfalls von großer Wichtigkeit, denn darin ist wahrscheinlich die größte Ansammlung von Hausstaubmilben zu finden. Die Matratze regelmäßig absaugen, um alle Staubpartikel zu beseitigen und so zu verhindern, dass sich Milben an der Oberfläche ansiedeln.
  • Im Sommer empfiehlt es sich, Matratze, Decken, Kissen usw. an die Sonne zu legen, denn die Milben überleben keine hohen Temperaturen. Auch Kälte im Winter ist sehr hilfreich, um die Ungeziefer zu beseitigen.
  • Auf Teppiche oder andere Milbennester wird am besten verzichtet. Teppiche sind für die Milben ein perfektes Zuhause, insbesondere, wenn sich diese auf einem Boden befinden, der Feuchtigkeit zurückhält. Wenn möglich sollten deshalb Teppiche durch Fliesen, Holzböden usw. ersetzt werden. Auch nicht waschbare Vorhänge, Jalousien, Möbel oder Objekte, die große Staubfänger sind, haben nichts im Schlafzimmer eines Allergikers zu suchen.

Die Entfernung der Hausstaubmilben ist sehr einfach, muss jedoch regelmäßig durchgeführt werden. Insbesondere die kritischen Punkte müssen konstant und gründlich gereinigt werden: Matratzen, Bettwäsche und Teppiche sind, wie bereits erwähnt, die von den Tierchen bevorzugten Orte. Im Frühling und im Herbst wird eine besonders gründliche Reinigung empfohlen, da zu diesen Jahreszeiten vermehrt allergische Beschwerden auftreten.