Schöne Sommer-Haut: 5 Tricks gegen Pickel

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Pickel, Rötungen und Co. kommen immer dann, wenn wir sie am wenigsten gebrauchen können. Wir verraten Ihnen jetzt fünf typische Gründe für Hautunreinheiten im Sommer und was Sie dagegen unternehmen können

Falsche Creme

Im Sommer die gleiche, reichhaltige Tagescreme wie im Winter zu benutzen, kann Pickel auslösen. Grund: Im Sommer produziert die Haut mehr Fett. “Außerdem fördern höhere Temperaturen das Wachstum der sogenannten Propionibakterien”, sagt Dr. Patricia Ogilvie, Hautärztin in München. Diese begünstigen Mitesser und Entzündungen.
Tipp 1: Bei junger Haut sind leichte Cremes ideal, die durch Algen oder Hefeextrakte Feuchtigkeit spenden und mit antibakteriellen Wirkstoffen Pickel ausbremsen. Reifere Haut braucht Produkte, die Anti-Aging-Wirkstoffe wie Magnolienextrakt und beruhigende Gurke enthalten und gleichzeitig Unreinheiten mit Weißholz- oder Thymianextrakten bekämpfen.

Schmutz verklebt Poren

In der Sonne ist ausreichend UV-Schutz wichtig. Doch “eine zu reichhaltige Sonnenpflege und starkes Schwitzen können die Poren verstopfen und zu Unreinheiten führen”, erklärt Linda Blahr, wissenschaftliche Leiterin von SkinCeuticals.
Tipp 2: Reinigen Sie die Haut zwischendurch von dem Sonnencreme-Schweiß-Gemisch. Ganz leicht geht das am Strand mit einer Mizellen-Reinigungslösung. Auf drei, vier Wattepads träufeln und in Alufolie gewickelt mitnehmen. Alternative: feuchte Reinigungstücher für das Gesicht. Danach unbedingt wieder eincremen.

Wärme fördert Pickel

Kaum am Strand verderben oft Pickelchen die Ferienlaune. Die Gründe: “Wärme und UV-Strahlung regen die Durchblutung der Haut an, das kann zu Unreinheiten führen”, so Expertin Blahr. Und: UV-Strahlen verdicken die Hornschicht der Oberhaut. Dermatologin Ogilvie: “Das fördert Pickel.”
Tipp 3: Benutzen Sie Sonnencremes, die entzündungshemmende Zinkverbindungen, talgregulierendes Glyceryllaurat, aber auch mattierende Stoffe wie Perlit oder Zuckerderivate enthalten. Achten Sie bei Ihren Produkten auf den Hinweis “nicht komedogen”. Das bedeutet, dass keine Inhaltsstoffe enthalten sind, die Mitesser fördern.

Falsche Ernährung

“Die Haut profitiert von einem gesunden Lebensstil und ausgewogener Ernährung”, so Dr. Ogilvie, Dermatologin an der Berliner Charité.
Tipp 4: Vitamine, Mineralien und Spurenelemente (z. B. in Obst, Gemüse, Salaten, Nüssen und Vollkornprodukten) können das Hautbild deutlich verbessern. Vitamin C tötet Akne-Bakterien ab, Vitamin A reguliert die Talg- und Hornzellenproduktion. Vitamin B6 wirkt hormonbalancierend, und Zink hat entzündungshemmende Eigenschaften. Falls nötig die Ernährung mit einem Nahrungsergänzungsmittel unterstützen.

Stress fördert Entzündungen

“Stress setzt das Hormon Cortisol frei. Es stimuliert die Talgproduktion, schwächt das Immunsystem und kann so Entzündungen begünstigen”, so Dr. Ogilvie. Aufregung, das beweisen Studien, verringert die Menge körpereigener antimikrobieller Substanzen an der Hautoberfläche. Auch das kann die Pickelbildung fördern.
Tipp 5: Schalten Sie einen Gang runter – der Urlaub ist die beste Zeit dafür. Außerdem sind Hautcremes sinnvoll, die z. B. mit Schlamm aus dem Toten Meer gleichzeitig die Hautbarriere stärken, stressbedingte Rötungen lindern und gegen Unreinheiten wirken (z. B. von Ahava).