Rückenverspannungen: Ursachen und Heilmittel

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Muskelverspannungen gehören zu den häufigsten Leiden in der heutigen Gesellschaft. Ursachen dafür sind Sesshaftigkeit, stundenlanges Sitzen am Computer oder Stress. Emotionale Probleme oder organische Krankheiten können ebenfalls Grund für Verspannungen sein.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Gründe und Bedeutung der verschiedenen Verspannungsarten und stellen Ihnen einige effektive natürliche Therapiemöglichkeiten vor.

Eine Verspannung ist eine dauerhafte und unbewusste Kontraktion des Muskels oder Muskelgewebes. Die verspannte Stelle kann angeschwollen sein, Schmerzen hervorrufen und die Beweglichkeit reduzieren. Wenn wir eine eine Schonhaltung einnehmen, kann sich der Schmerz durch falsche Haltung verstärken.

Psychosomatik

Rückenverspannungen haben nicht nur physische Ursachen. Oft spielt die Psyche eine große Rolle: Emotionen werden nicht geäußert und somit nicht immer richtig verarbeitet. Jede Stelle der Kontraktion hat eine bestimmte Bedeutung bzw. Ursache oder Problem:

  • Rautenmuskel: Zorn
  • Trapezmuskel: Frust oder Behinderung
  • Nacken: erhöhtes Verantwortungsgefühl
  • Breiter Rückenmuskel: Angst
  • Lendenmuskel: Frust

Wenn Verspannungen vereinzelt auftreten und sich nicht wiederholen, ist es nicht nötig sich Sorgen zu machen. Wenn diese jedoch verhäuft und immer an derselben Stelle vorkommen, sollte die Situation analysiert werden, um die Ursachen herauszufinden und diese zu vermeiden.

Organische Ursachen

Wie wir bereits erwähnt haben, können Verspannungen auch organische Ursachen haben: Eine Entzündung der Organe, die einem betroffenen Muskel naheliegen, können eine Kontraktion dieses Muskels bewirken. Die häufigsten Erscheinungen sind:

  • Nieren: oberhalb der Lendenmuskeln
  • Leber und Galle: Rechte mittlere Seite des Rückens, nahe des rechten Trapezmuskels
  • Magen: Linke mittlere Seite, nahe des linken Trapezmuskels
  • Herz: Nacken
  • Lunge: Linker Trapezmuskel

Schröpfen

Dieses Therapieverfahren wird schon seit Langem in der traditionellen chinesischen Medizin angewendet. Dabei werden Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, um durch bestimmte Techniken Vakuum zu erzeugen. So werden die Poren geöffnet und der Blutkreislauf wird angeregt.

Auf diese Weise wird die Schwellung vermindert und die Schmerzen werden innerhalb von 10-15 Minuten gelindert. Sie können einen Therapeuten aufsuchen, der diese Therapie durchführt oder aber auch ein Schröpfset kaufen, um die Therapie zu Hause selbst durchzuführen.

Es gibt sogar schon Schröpfsets, die spezielle Apparate zum Schröpfen beinhalten, diese sind sicher und sehr einfach in der Anwendung.

Wenn Sie etwas Sesam- oder Mandelöl auf die zu behandelnde Stelle auftragen, können Sie diese mit den Schröpfgläsern massieren.

Sollte eine Entzündung bzw. Schwellung vorhanden sein, werden Sie bemerken, wie die Stelle einen dunkleren oder roten Ton annimmt. Es ist gut möglich, dass dies für einige Tage anhält. Eine Linderung erfolgt jedoch nach wenigen Minuten. Außerdem werden Sie ebenfalls eine Besserung der naheliegenden Organe verspüren.

Schwefel

Bei dieser alternativen Therapieform werden Schwefelbarren verwendet. Da Schwefel die statische Elektrizität aufnimmt, wird ein Barren der zu behandelnden Stelle genähert, dabei ist ein Knistern zu hören. Der Barren kann sich in zwei oder mehrere Teile aufteilen, da dieser die Kraft nicht aushält. Wenn dies geschieht, ist der Barren nicht mehr nützlich. Sollte der Barren noch funktionsfähig sein, also nicht zerbrechen, wird dieser zwei Minuten lang in kaltes Wasser getaucht und kann dann wieder verwendet werden.

Diese ungewöhnliche Behandlungsart wird vor allem in Südamerika angewendet.

Ernährung

Bei einer Muskelverspannung sollte ebenfalls auf eine angemessene Ernährung geachtet werden. Entzündungsfördernde Lebensmittel sollten vermieden und entzündungshemmende vermehrt eingenommen werden.

Empfehlenswerte entzündungshemmende Lebensmittel

  • Natürliche Obst- und Gemüsesäfte (Möhren, Rote Beete, Sellerie…)
  • Rote Paprika
  • Chiasamen
  • Walnüsse
  • Grüner Tee
  • Ingwer
  • Ananas
  • Papaya
  • Brokkoli

Entzündungsfördernde Lebensmittel (die vermieden werden sollten)

  • Milchprodukte
  • Raffinierter Zucker
  • Rotfleisch
  • Raffinierte Mehle
  • Frittiertes

Drei altbewährte Heilmittel

  1. Bereiten Sie zwei Kompressen vor, eine mit warmem und eine mit kaltem Wasser. Legen Sie diese abwechselnd auf die betroffene Stelle. Massieren Sie die Stelle ebenfalls mit lauwarmem Sesamöl und nehmen Sie drei Mal täglich Boldo-Rosmarintee ein.
  2. Kochen Sie Ingwer und befeuchten Sie ein Handtuch mit der Flüssigkeit. Legen Sie zuerst ein trockenes Handtuch auf die betroffene Stelle, darüber das mit Ingwersud genässte Handtuch. Bedecken Sie dieses mit einem weiteren trockenen Handtuch und lassen Sie es 5 Minuten wirken.
  3. Kochen Sie für einige Minuten Grünkohlblätter und lassen Sie diese etwas erkalten. Legen Sie die Blatter danach direkt auf die Haut. Bedecken Sie die Stelle mit einem Handtuch und lassen Sie die Blatter einige Minuten lang wirken.