Ringelflechte – was ist das und wie wird diese Krankheit behandelt?

812 total views, 53 views today

Die Tinea Corporis, die auch als Ringelflechte bezeichnet wird, ist eine Pilzerkrankung der Haut, die sich durch ringförmige Effloreszenzen sichtbar macht.

Diese Hautkrankheit kann in verschiedenen Körperbereichen auftreten. Sie ist zwar sehr ansteckend, doch kein schwerwiegendes Leiden. 

In unserem heutigen Artikel erfährst du mehr über diese Hautkrankheit und wie man sie behandeln kann.

Ringelflechte: Ursachen und Symptome

Ringelflechte

Verursacher dieser Krankheit ist eine Pilzerkrankung, die durch Dermatophyten hervorgerufen wird. Die Ringelflechte ist eng verwandt mit Pilzerkrankungen an anderen Körperstellen (tinea pedis, tinea cruris…).

Die Symptome beginnen ungefähr 4 bis 10 Tage nach der Infektion.

  • Als erste Anzeichen zeigen sich auf der Haut ringförmige Effloreszenzen, die gerötet und leicht erhaben sind.
  • Im Inneren des Kreises ist die Haut gereizt, doch meist gesund. Doch in den Randbereichen kommt es zu Entzündungen und zu leichter Schuppung.
  • Der dadurch entstehende Juckreiz kann unerträglich werden, doch wenn man sich kratzt, kann der Pilz auf andere Körperstellen übertragen werden. 

Die Ringelflechte kann sich, wie bereits erwähnt, einfach auf andere Körperteile ausbreiten oder auch ineinander übergehen. In schweren Fällen können sich Wunden bilden, die Eiter enthalten.

Die Ringelflechte kann auf unterschiedliche Arten übertragen werden, sowohl indirekt als auch direkt, wenn du zum Beispiel direkten Hautkontakt mit einer infizierten Person oder einem Tier (Hund, Katze, Pfert oder Kaninchen können diese Krankheit übertragen) hast.

Kinder sind für dieses Leiden anfälliger als Erwachsene. Darüber hinaus gibt es verschiedene Risikofaktoren, die für eine Infektion anfälliger machen:

  • Übermäßiges Schwitzen
  • feucht-heißes Klima
  • zu enge Kleidung
  • Kontaktsport
  • Benutzung von Handtüchern anderer Personen
  • schwaches Immunsystem

Zur Vorsorge gegen Ringelflechte solltest du den Kontakt mit infizierten Personen vermeiden und keine Kleidung oder Handtücher teilen.

Falls du Haustiere hast, solltest du diese regelmäßig vom Tierarzt untersuchen lassen.

Darüber hinaus solltest du nicht vergessen, dich nach der Dusche vor allem zwischen den Zehen, in der Leistengegend und unter den Achseln gut abzutrocknen.

 

Hausmittel gegen Ringelflechte

Lasse die Krankheit vom Arzt diagnostizieren und lasse dich von ihm beraten. Du kannst zusätzlich zu Medikamenten folgende natürliche Hausmittel anwenden:

1. Knoblauch

Knoblauch gegen Ringelflechte

Die weiße Knolle ist für ihre hochwirksamen antimykotischen Eigenschaften bekannt. Auch bei Ringelflechte kann Knoblauch sehr nützlich sein.

Er kann beim ersten Kontakt zwar etwas brennen, trotzdem solltest du jedoch versuchen, ihn so lange wie möglich aufzulegen, um von allen Vorteilen zu profitieren.

Zutaten

  • 1 Knoblauchzehe

Zubereitung

  • Die Knoblauchzehe schälen und in Scheiben schneiden.
  • Diese werden auf die Ringelflechte aufgelegt und mit einem Verband fixiert.
  • Lasse den Knoblauch die ganze Nacht lang wirken und entferne ihn am nächsten Morgen.
  • Wiederhole diese Behandlung mindestens eine Woche lang jeden Tag (oder bis die Hautverletzungen verschwinden).

 

2. Ätherische Öle

Verschiedene ätherische Öle wirken ebenfalls antimykotisch. Lavendelöl und Teebaumöl sind besonders gut geeignet, um zu verhindern, dass sich der Pilz weiter ausbreitet.

Zutaten

  • 2 Esslöffel Wasser (20 ml)
  • 2 Esslöffel ätherisches Öl (30 g)

Zubereitung

  • Das ätherische Öl (Lavendel- oder Teebaumöl) mit dem Wasser vermischen, auftragen und die Hautstelle mit einem Tuch oder Pflaster schützen.
  • Lasse das Öl mehrere Stunden lang wirken bevor du das Tuch oder Pflaster entfernst.
  • Wiederhole diese Behandlung einen Monat lang dreimal täglich.

3. Apfelessig

Apfelessig gegen Ringelflechte

Apfelessig hat wunderbare Eigenschaften und wirkt unter anderem auch antibiotisch und antimykotisch. Das anfängliche Brennen ist ganz normal. Verwende für diese Behandlung kalten Essig, um die Symptome zu lindern. 

Zutaten

  • 1 Esslöffel Apfelessig (10 ml)

Zubereitung

  • Ein Baumwolltuch mit dem Apfelessig befeuchten und diesen mit leichtem Druck auf die verletzte Haut auftragen.
  • Lass den Essig dann einfach auf der Haut trocknen.
  • Wiederhole diese Behandlung 3 bis 5 Mal täglich.

4. Salz und Essig

Diese Behandlung verursacht zwar beim ersten Kontakt mit der Haut ein sehr unangenehmes Gefühl, doch sie ist sehr effizient.

Zutaten

  • 1 Esslöffel Salz (10 g)
  • 1 Esslöffel Essig (10 ml)

Zubereitung

  • Salz und Essig in einer Schüssel vermischen bis eine Paste entsteht.
  • Diese wird direkt auf die verletzte Haut aufgetragen.
  • Gehe dabei vorsichtig vor. Lasse dieses Hausmittel 5 Minuten lang wirken.
  • Danach mit lauwarmem Wasser abwaschen und die Haut mit einem sanften Handtuch trocken klopfen.
  • Wiederhole diese Behandlung zweimal täglich mindestens eine Woche lang.

5. Aluminiumsalze

Aluminiumsalze

Aluminiumsalze sind für ihre antitranspirierende Wirkung bekannt, sie hemmen die Schweißproduktion und verhindern die Ausbreitung von Pilzen. 

Zutaten

  • 1 Esslöffel Aluminiumsalz (10 g)
  • 1 Glas Wasser (200 ml)

Zubereitung

  • Salz und Wasser vermischen bis eine Paste entsteht, die auf die verletzte Haut aufgetragen wird. Lasse dieses Hausmittel 6 Stunden (oder noch besser die ganze Nacht lang) wirken.
  • Danach mit lauwarmem Wasser abspülen und die Stelle gut trocknen, ohne sie jedoch zu reiben.
  • Wiederhole diese Behandlung eine Woche lang jeden Tag.

Zusätzlich zu diesen Hausmitteln solltest du folgende Empfehlungen berücksichtigen, um die Ringelflechte zu behandeln:

 

Gute Hygiene

Mit der richtigen Hygiene kannst du einer Infektion vorbeugen.

Wasche dir die Hände, wenn du nach Hause kommst, vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch. Dusche dich jeden Tag (insbesondere nach sportlichen Aktivitäten und an heißen Tagen) und verwende neutrale Seife.

Trockne dich gut ab, bevor du dich anziehst

mit Handtuch abtrocknen

Nach der Dusche ist es wichtig, die Haut gut abzutrocknen. Vergiss nicht, dass sich Pilze in feuchten Milieus besonders wohl fühlen.

Trockne dich mit einem Handtuch insbesondere in Hautfalten (unter den Achseln…) gut ab. Du kannst auch Puder verwenden, um die Haut trocken zu halten.