Radieschen: Pink, scharf – und so gesund!

Radieschen gelten als Geheimwaffe gegen Pilze und Bakterien. Was sie so gesund macht und wie man sie am besten zubereitet!

Als fein-scharfe Zutat für Salate oder hauchdünn geschnitten, mit wenig Salz bestreut und auf eine Scheibe Vollkornbrot gelegt – Radieschen sind ein gesunder Genuss. Botanisch gesehen gehören die kleinen roten Knollen zur Familie der Kreuzblütengewächse, zu denen auch der Rettich zählt. Wie er verfügen die kleinen roten Rettichexemplare, die Radieschen, über eine ganze Palette von positiven Wirkungen auf die Gesundheit.

Radieschen gelten als Geheimwaffe gegen Pilze und Bakterien. Die kleinen Schwestern des Rettichs enthalten hochwirksame Senföle und viele Vitamine. Doch vor allem schmecken sie knackig-lecker. Am meisten Vitalstoffe liefern übrigens Freilandradieschen, die unter echtem Sonnenlicht gewachsen sind. Besonders gesund ist zudem Bioware, weil Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln und weitere schädliche chemische Substanzen so gut wie fehlen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Radieschen und was sie können:

  • Senföle: Sie machen das Radieschen scharf. Allyl-Senföl, Raphanol, Glukaraphain und das Senföl-Glykosid sind hochwirksame Pflanzenstoffe. Sie können Bakterien und Pilze abtöten, vor allem im Magen und Darm. Wer Radieschen isst, schützt damit direkt seine Verdauungsorgane. Studien geben außerdem Hinweise darauf, dass Senföle gegen Krebszellen wirksam sein könnten. Kleine Radieschen sind übrigens schärfer als große, enthalten also anteilig mehr von den hochwirksamen Ölen.
  • Vitamin C: Je röter das Radieschen, desto mehr Vitamin C liefert es. Hundert Gramm Radieschen enthalten rund 50 Milligramm Vitamin C. Diese Biosubstanz, auch bekannt als Ascorbinsäure, ist wichtig für das Immunsystem und schützt die Zellen vor schädlichen Einflüssen.
  • Selen: Das Spurenelement gilt als eines der wichtigsten Antioxidantien und als Anti-Aging-Hilfe. Auch im Zusammenhang mit Krebs wird Selen als Schutzfaktor diskutiert.
  • Folsäure: Das B-Vitamin ist wichtig für die Blutbildung und die Funktion von Schleimhäuten. Folsäure ist unverzichtbar für Frauen, die eine Schwangerschaft planen, denn Folsäuremangel kann das Kind gefährden.
  • Eisen: Das Spurenelement ist nicht nur unverzichtbar für die Blutbildung, sondern auch für die Energieversorgung der Zellen. Zusätzlich steht Eisenmangel in Zusammenhang mit depressiven Verstimmungen.
  • Phosphor: Der Mineralstoff sorgt neben Kalzium für stabile Knochen und ist unersetzlich für den ständigen Aufbau der Zellmembran.

Radieschen machen schlank

Daneben haben Radieschen weitere positive Effekte auf die Gesundheit und Figur: Sie sind echte Schlankmacher, hundert Gramm enthalten nur 14 Kalorien. Darüber hinaus haben die Senföle die Eigenschaft, Fett zu binden, so dass es den Körper unverwertet wieder verlässt – wie das manche Schlankheitspillen versprechen. Die ätherischen Öle regen den Gallenfluss an und unterstützen die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit. Radieschen senken den Cholesterinspiegel im Blut. Zusätzlich wirken die kleinen Knollen entwässernd, was erhöhten Blutdruck mildern kann.

Frühjahrskur mit Radieschen

Radieschen genießen Sie am besten frisch. Die Knollen immer gut waschen, damit keine Erdrückstände daran haften. Früher war es üblich, Radieschen nur roh zu verzehren, zum Beispiel als gesunde Brotzeit-Begleiter. Heute finden sie darüber hinaus gekocht oder kurz im Wok gebraten Verwendung. Sie ergänzen sich im Geschmack ideal mit Früchten. So lässt sich mit leckeren Radieschen-Gerichten eine Frühjahrskur durchführen, die gesund und schlank hält.