Papaya – gesund sind sogar die Kerne der Vitaminbombe

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Papaya enthält wertvolle Vitalstoffe wie das Enzym Papain. Es unterstützt die Wundheilung, pflegt Magen und Darm – und kann sogar noch mehr für unsere Gesundheit tun.

An der Papaya ist alles gesund: Fruchtfleisch, Kerne und sogar die Blätter. Doch beliebt macht die Tropenfrucht, die ursprünglich aus Südamerika stammt, vor allem ihr besonderer Geschmack: mild süß und ein Aroma zwischen Aprikose und Melone. Christoph Columbus soll die Papaya wegen ihres Aromas sogar als “Frucht der Engel” bezeichnet haben.

Tatsächlich gehört die Papayapflanze zur Gattung der Melonenbaumgewächse (Caricaceae). So lautet der botanische Name der Papaya Carica papaya. Obwohl die Pflanze bis zu zehn Metern hoch werden kann und stark verholzt ist, handelt es sich um keinen Baum oder Strauch und wird deshalb in Lehrbüchern oft als baumförmiges Kraut bezeichnet. Ihre Früchte, die Papayas, zählen zu den Beeren.

Außen grün, innen orange und jede Menge Kerne

Papayas wachsen das ganze Jahr über. Die Früchte werden bis zu fünf Kilogramm schwer, sind länglich oval, oft birnenförmig und haben eine derbe, lederähnliche Schale, die je nach Sorte und Reifegrad grün-gelb bis dunkelorange ist. Das Fruchtfleisch ist hellrosa, lachsfarben bis orange. In der Mitte befinden sich schwarze, kugelige Kerne, die von einer Schleimschicht umhüllt sind.

Die Papayas, die bei uns ganzjährig auf den Markt kommen, wiegen meist nur um die 500 Gramm. Sie stammen vor allem aus Brasilien und Thailand.

Ein Stück deckt den Tagesbedarf an Vitamin C

Papayas liefern nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm , dafür fast 90 Gramm Wasser und viele Ballaststoffe. Zum Abnehmen eignet sich die Tropenfrucht also wunderbar. Noch wertvoller ist die Papaya jedoch wegen ihrer Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme, die wichtig für die Gesundheit sind:

• Vitamin A und Beta-Karotin für gesunde Augen, Haut und Schleimhäute
• B-Vitamine für die Nerven
• Vitamin C für die Stärkung des Immunsystems
• Vitamin E für gesunde Zellen
• Eisen für Blutbildung und Muskeln
• Kalium für die Regulierung des Wasserhaushalts
• Kalzium für gesunde Knochen und Zähne

100 Gramm Fruchtfleisch enthalten übrigens rund 80 Milligramm Vitamin C, decken also fast den Tagesbedarf an diesem Vitalstoff.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie die Anthocyane, die dem Fruchtfleisch auch die intensive Farbe verleihen, sollen die Wundheilung fördern.

Papain gegen Krebs?

Besonders interessant ist jedoch der Inhaltsstoff Papain. Dabei handelt es sich um ein spezielles Enzym der Papaya. Es verbessert die Aufspaltung von Eiweißen.

Papain fördert die Verdauung, wirkt außerdem gegen Entzündungen und hilft bei der Bekämpfung von Darmparasiten sowie Viren, Pilze und Allergenen im Darm. Die Papaya soll laut
Studien sogar dazu beitragen , das Krebswachstum zu bremsen. Woher genau diese positive Wirkung rührt – vom Papin, vom enthaltenen Senföl oder von den Kernen mit ihrem entsäuernden Effekt – ist noch nicht sicher. .

So gesund sind die Kerne

Vor allem Kerne und Blätter der Papaya enthalten Papain in hoher Konzentration. Tee aus Papayablättern hat in der internationalen Phytomedizin deshalb seit langem einen Platz. Doch wie sieht das mit den Papaya-Kernen aus – lassen Sie sich einfach knabbern wie etwa Sonnenblumenkerne? Ja, allerdings sollten Sie nur die Kerne einer vollreifen Papaya essen, im unreifen Zustand sind sie nicht genießbar und sogar leicht giftig.

Am besten waschen Sie die Kerne und befreien Sie sie gut von allen Fruchtfleischresten. Danach lassen sich die Kerne einfach trocknen. Sie schmecken leicht pfeffrig scharf und eignen sich deshalb fein gerieben als Würzmittel. Früher, als Pfeffer noch sehr teuer war, wurde das Gewürz oft mit getrockneten Papaya-Kernen gestreckt, die wesentlich billiger waren.

Getrocknete Papayakerne oder das Pulver wird heute als Nahrungsergänzungsmittel oder zur alternativen Behandlung von Darmkrankheiten angeboten.

Papaya selbst ziehen

Die Kerne eignen sich übrigens nicht nur zum Essen. Mit ein paar Samen kann man eigene Papayas ziehen. Dazu brauchen man nur nährstoffarmes Pflanzensubstrat, auf einige Samen ausbreitet werden. Die Keimlinge gedeihen am besten an einen warmen Platz mit viel Sonne und müssen etwas feucht gehalten werden.

Wenn sie nach etwa zwei Wochen sprießen, sollte man die jungen Triebe in einen großen Pflanzkübel geben und nicht zu stark gießen. Sie lieben es nach der Keimung eher trocken als zu feucht. Nach wenigen Wochen beginnen die ersten Papayabäumchen zu wachsen und mit etwas Glück können bereits nach einem Jahr Früchte geerntet werden. Achtung: Wie andere Tropenpflanzen auch ist die Papaya kälteempfindlich. Auch wenn sie im Sommer auf der Terrasse oder im Garten gut gedeiht, sollte sie im Herbst bei Temperaturen unter zehn Grad in Haus geholt werden.

Papaya richtig essen

Papayas reifen nicht richtig nach. Am besten wählen sie beim Einkauf deshalb vollreife Papayafrüchte. Reife Früchte geben dem Fingerdruck leicht nach. Im Kühlschrank hält die Papaya etwa eine Woche, bei Zimmertemperatur nur etwa drei Tage.

Um sie zu genießen, halbieren man die Papaya, entfernt die Kerne mit einem Löffel (aufheben Samen und später essen). Dann können Sie das weiche Fruchtfleisch einfach auslöffeln und gleich essen, pürieren oder schälen und in Tranchen schneiden. Die Schale der Papaya ist genießbar. Weil sie aber zäh ist und geschmacklich wenig überzeugt, legen die meisten sie beiseite.

Achtung: Das enthaltene Papain die Nebenwirkung, dass es Milchprodukte bitter schmecken lässt. Als Zusatz in Quark und Joghurt eignet sich Papaya deshalb weniger.

Papaya – die besten Rezepte

Exotischer Obstsalat mit Papaya

¼ Papaya
1 Mango
½ Ananas
1 Granatapfel
Kokosraspeln
Ananassaft

Bereiten Sie das Obst richtig vor und schneiden Sie Papaya, Mango und Ananas in mundgerechte Stückchen. Vermengen Sie das Obst vorsichtig mit etwas Ananassaft. Brechen Sie den Granatapfel auf, streuen Sie die Kerne und die Kokosraspeln über den Obstsalat.

Feldsalat mit Papaya

½ Papaya
100 gr Feldsalat
geröstete Kürbiskerne
2 EL Balsamicoessig
2 EL scharfer Senf
2 EL Honig
5 EL Olivenöl

Feldsalat waschen und trocknen. Die Papaya in Würfelchen schneiden und unter den Feldsalat heben. Aus Essig, Senf, Honig und Öl das Dressing herstellen, über den Papaya-Salat geben und die Kürbiskerne darüberstreuen.

Papaya-Smoothie

½ Papaya
1 Banane
1 Orange
etwas Orangensaft

Pürieren Sie die Zutaten mit einem Mixstab und geben Sie nach Wunsch etwas Orangensaft dazu, falls der Smoothie zu dick ist.

Papaya mit Schinken

½ Papaya
150 Gramm Parmaschinken

Die Vorspeise Melone mit Schinken einmal anders. Verwenden Sie anstelle der Melone Papaya. Schneiden Sie die Frucht in Tranchen und reichen Sie den Schinken dazu. Der Geschmack der Papaya ergänzt sich ideal mit dem milden Schinken.

Papaya-Carpaccio mit Kernen

½ Papaya
50 Gramm Sbrinz
getrocknete Papayakerne (gibt es fertig zum Kaufen)
Olivenöl, Pfeffer

Schneiden Sie das Fruchtfleisch in dünne Scheiben und legen Sie einen großen Teller fächerförmig damit aus. Hobeln Sie nun den Sbrinz darüber. Träufeln Sie Olivenöl auf das Carpaccio und mahlen Sie etwas Pfeffer – oder getrocknete Papaya-Kerne – darüber.

Fischfilet mit Papaya-Salsa

½ Papaya
3 EL Sesamöl
Sojasoße
Limettensaft
2 Frühlingszwiebeln
1 kleine Peperoni
Salz, Zucker

4 Fischfilets (Rotbarsch, Seeteufel)
Rapsöl
Salz

Die Papaya in kleine Stück schneiden, Zwiebeln und Peperoni in kleine Ringe schneiden. Miteinander vermengen und mit Sesamöl, Sojasoße, Limettensaft sowie Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Die Fischfilets leicht salzen und im Rapsöl anbraten, mit Papaya-Salsa servieren. Dazu passt Reis.

Papaya-Orangen-Chutney

1 Papaya (500 gr Fruchtfleisch
1 Orange (Bioware, ungespritzt)
1 Peperoni
1 Knoblauchzehe
1 rote Zwiebel
Currypaste
200 gr Balsamicoessig (weiß)
200 gr Gelierzucker

Orange heiß waschen, abbürsten und Schale dünn abschälen. Orangensaft auspressen und auffangen. Papaya in kleine Stücke schneiden, Peperoni, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Alles in einen Topf gegen, Essig und Orangensaft zugießen, mit Currypaste abschmecken und Gelierzucker nach Anweisung unterrühren und aufkochen lassen. In saubere Twist-Off-Gläser füllen und verschließen.
Papaya-Orangen-Chutney passt zu Fisch, Fleisch und vegetarischen Gerichten mit Tofu.

Überbackene Papaya

1 Papaya
1 Vanilleschote
1 EL weißer Rum
100 ml Kokosmilch
2 TL brauner Zucker
Butter

Auflaufform buttern. Mit dem Melonenausstecher Kugeln aus der Papaya schneiden und in die Auflaufform geben. Kokosmilch, ausgekratztes Mark der Vanilleschote, Zucker und Rum verrühren und über der Papaya verteilen. Im Ofen etwa 15 Minuten bei 200 Grad backen. Überbackene Papaya ist beispielsweise mit Vanilleeis ein besonderes Dessert.