Olivenöl, das Beste der Mittelmehrkost

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Das Olivenöl wird von der Olive gewonnen, die Frucht des Olivenbaums. Dieser schöne Baum kann bis zu fünfzehn Meter hoch werden und zeichnet sich durch eine breite Baumkrone und einen kurzen, dicken Stamm aus.

Der Mittelmeer-Baum stammt ursprünglich aus Griechenland und Kleinasien. Dort gibt es noch heute eine Vielzahl von wilden Olivenbäumen (Oleaster). Der grau-silberne Stamm und die schmalen grünen Blätter verleihen dem Olivenbaum eine besondere Schönheit.

Die Mittelmeerdiät

Das Olivenöl ist eines der wichtigsten Lebensmittel der Mittelmeerkost. Es enthält Inhaltsstoffe, die eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben. Olivenöl kann sowohl in der Küche als auch für therapeutische Zwecke benutzt werden.

Olivenöl gilt für viele als Grundelement in der Küche. Die wertvollen Inhaltsstoffe für die Gesundheit wurden zwar erst vor einigen Jahrzehnten erkannt, der Olivenbaum wird jedoch schon seit über 6000 Jahren kultiviert.

In der Antike haben alte Kulturen wie die Ägypter, Griechen und Römer das Olivenöl schon zum Kochen als auch für medizinische Zwecke verwendet. In Griechenland wurde das Olivenöl zu einem wertvollen Handelsgut und es wird gesagt, dass die römische Aristokratie das Olivenöl von der iberischen Halbinsel sehr schätzte.

Olivenarten

  • Olivenöl Extra Virgen: dieses Olivenöl ist von höchster Qualität. Seine Säure darf 0,8 Grad nicht überschreiten. Diese Säure steht im direkten Verhältnis zu den freien Fettsäuren und hängt größtenteils vom Herstellungsprozess ab. Ein hoher Säuregehalt bedeutet eine beschädigte Olive oder einen Fehler bei der Verarbeitung oder Aufbewahrung.
  • Olivenöl Virgen: enthält höchstens 2 Grad Säure und ist auch qualitativ hochstehend. Der Herstellungsprozess ist gleich wie beim Olivenöl Extra Virgen.
  • Natives Olivenöl: hier beträgt die Säure mehr als zwei Grad. Deshalb ist dieses Olivenöl für den Konsum nicht geeignet, da es sehr bitter ist. Normalerweise wird es in einem Verfeinerungsprozess weiter verarbeitet, bei dem es an Säure verliert, jedoch auch an Qualität.
  • Raffiniertes Olivenöl: aufgrund des hohen Säuregehalts ist dieses Olivenöl nicht von hoher Qualität. Deshalb wird es erneut prozessiert, damit das raffinierte Olivenöl seine Unreinheiten veliehrt. Dabei gehen aber auch Farbe, Geschmack und natürliches Aroma verloren. Dabei sinkt die Säure auf 0,3 Grad.
  • Olivenöl: eine Mischung aus nativem Olivenöl und aus raffiniertem Olivenöl. Die Säure beträgt bis zu einem Grad. Es enthält einige Eigenschaften des Olivenöls Virgen, allerdings weniger Qualität.
  • Olivenresteröl: dieses Öl wird aus Olivenresten gewonnen, die schon gepresst oder gemahlen wurden. Es ist nicht verzehrbar. Olivenresteröl wird mit nativem Olivenöl gemischt und man erhält wenig natürliches Olivenöl von geringer Qualität, das weniger als ein Grad Säure enthält.

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie Olivenöl Extra Virgen wählen, am besten biologisches. Dieses ist zwar etwas teurer, doch die Investition lohnt sich auf jeden Fall. Man kann dies als eine Investition in die Gesundheit betrachten und gleichzeitig verwöhnt man seinen Gaumen.

Der König der Küche

Das Olivenöl verleiht unseren Gerichten ein leckeres Aroma und einen angenehmen, charakteristischen Geschmack. Olivenöl kann roh oder auch erhitzt konsumiert werden und der Geschmack ist je nach Typ der Olive anders. Wir raten Ihnen, dass Sie roh verschiedene Marken ausprobieren, die aus verschiedenen Olivenarten hergestellt wurden. So können Sie die verschiedenen Aromen kennen lernen.

  • Olivenöl in roher Form wird für verschiedene Gerichte verwendet: für Salate, Gemüse und viele andere Gerichte. Zum Frühstück kann man Olivenöl auf das Brot streichen, am besten zusammen mit frischer Tomate und Salz. Weiter ist Olivenöl hervorragend in Sandwiches, für Saucen und zu Suppen und kalten Vorspeisen.
  • Erhitzt benutzen wir Olivenöl für die Zubereitung von verschiedenen Saucen, Schmorbraten, Eintöpfen, für das Grillen im Ofen von Gemüse, Fleisch und Fisch und für die Zubereitung von Brot, Gebäck, Kuchen, Biskuit und anderen Süßigkeiten.
  • Auch für das Frittieren eignet sich Olivenöl hervorragend und kann für alle Lebensmittel benutzt werden. Olivenöl zu verwenden ist ein Vorteil, weil sich seine Konsistenz auch bei 200° Grad nicht verändert. Die frittierten Lebensmittel nehmen außerdem sein Aroma an, auch wenn beim Frittieren das Öl einige Eigenschaften verliert.

Beim Frittieren sollte man allerdings darauf achten, dass das Öl nicht so stark erhitzt wird, dass Rauch entsteht. Außerdem sollte das Öl nicht öfters als fünf Mal benutzt werden und dies wenn möglich immer mit den gleichen Lebensmitteln.

Nährwert

Die Bestandteile des Olivenöls sind hauptsächlich Fette (98%). Bei den Fetten ist zu erwähren, dass die Fettsäuren sehr wichtig für die Gesundheit sind. Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren sowie gesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

  • Die einfach ungesättigten Fettsäuren sind Ölsäure (75%) und Palmitoleinsäure (1,5%).
  • Die gesättigten Fettsäuren sind Palmitinsäure und Stearinsäure (zwischen 10% und 20%).
  • Die mehrfach ungesättigen Fettsäuren sind Linolsäure (zwischen 3% und 15 %) und Linolensäure (1,5%).

Der Rest im Olivenöl besteht aus Kohlenhydraten, Beta-Carotin (Provitamin A), Sterolen und Tocopherolen (Vitamin E). Unter den weniger qualitativen Inhaltsstoffen finden wir Polyphenole, die dem Öl das Aroma geben, Beta-Carotin und Chlorophyl, beide für die Farbe verantwortlich und andere volatile Zusatzstoffen, die dem Öl den typischen Geruch verleihen. Weiter beinhaltet es Antioxidanten, damit das Öl nicht ranzig wird.

Gesunde Eigenschaften

Ein Löffel Olivenöl Extra Virgen pro Tag liefert uns 60 Kalorien ohne Cholesterin und beugt so Herz-Gefäss-Krankheiten vor, liefert Antioxidantien und einen Teil der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin E.

Unter den Antioxidantien finden wir Poliphenole, die das Herz schützen. Sie verringern die Aktivität der Freien Radikale und verhindern, dass sich die Platten an den Arterien festsetzen können. Zudem haben sie eine entzündungshemmende Wirkung. Jeder Löffel Olivenöl enthält 7 Gramm Fett, von dem das meiste ungesättigt ist. Somit ist das Olivenöl eine wertvolle Quelle an gesunden Fettsäuren.

Verschiedene Studien aus dem letzten Jahrhundert haben bewiesen, das Olivenöl Herz-Gefäss-Krankheiten vorbeugen kann. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 40 Gramm pro Tag. Das entspricht zwei bis drei Esslöffeln Olivenöl. Unter den verschiedenen positiven Eigenschaften können wir folgende hervorheben:

  • Schützt das Herz. Olivenöl enthält viel Ölsäure (zwischen 60% und 80%). Damit liefert es uns viele für unseren Körper wertvolle, einfach gesättigte Fettsäuren, vor allem für das Kreislaufsystem.
  • Kontrolliert das Cholesterin. Olivenöl Virgen fördert das gute Cholesterin (HDL), das für die Gesundheit notwendig ist, und hemmt das schlechte Cholesterin (LDL). So werden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein erhöhter Arteriendruck verhindert. Mit nur einem Teelöffel auf leeren Magen können Sie das Cholesterin und die Triglyzeride regulieren.
  • Beugt Osteoporose vor. Ein regelmäßiger Konsum hilft, Osteoporose vorzubeugen, da durch Olivenöl die Knochenmasse aufgebaut wird. Durch eine verringerte Knochenmasse sind die Knochen eher für Osteoporose anfällig.
  • Schützt vor Hautkrebs. Ein regelmäßiger Konsum hilft, bösartigen Melanomen vorzubeugen, die zu Hautkrebs führen. Wenn wir neben dem Olivenöl auch noch andere Zutaten der Mittelmeerküche konsumieren, wie beispielsweise grüner Salat, ist die Wirkung noch größer. Olivenöl beugt nicht nur Hautkrebs vor, sondern auch andere Krebsarten.
  • Lindert Ohrenschmerzen. Benetzen Sie einen Wattebausch mit Olivenöl und reiben Sie dieses sanft auf der äußeren Ohrmuschel ein.
  • Beugt dem Schnarchen vor. Ein Löffel Olivenöl vor dem Schlafengehen beruhigt den Hals und hilft, dem Schnarchen in der Nacht vorzubeugen.
  • Macht die Haare sanft. Vor allem bei trockenen Haaren ist Olivenöl ein Wundermittel, denn es spendet Feuchtigkeit. Ein para Tropfen Öl in die Haare massieren.
  • Antidepressiva. Eine fettarme Diät und ein gemäßigter Konsum von Olivenöl kann helfen, Depressionen zu heilen.
  • Hilft der Verdauung. Rohes Olivenöl Virgen verringert die Sekretion von Magensäure und schützt so den Magen vor Krankheiten, die durch Übersäuerung hervorgerufen werden. Weiter hat es positive Eigenschaften für die Gallenblase.
  • Hilft bei Verstopfung. Ein regelmäßiger Konsum gleicht einem sanften, natürlichen Abführmittel. Dazu hilft Olivenöl bei der Aufnahme von Nährstoffen.
  • Hilft bei Diabetes Typ 2. Wenn der Konsum von gesättigten Fettsäuren, die für Übergewicht verantwortlich sind, durch die ungesättigten Fettsäuren des Olivenöls ersetzt werden, können Folgeerscheinungen von Übergewicht reduziert werden, wie beispielsweise Diabetes Typ 2. Bei Diabetes ist eine Mittelmeerdiät besonders empfehlenswert.
  • Mineralisation der Knochen. Olivenöl sollte unbedingt auch auf dem Speiseplan von Kindern und Erwachsenen stehen, da es hilft die Knochen mit Mineralien zu versorgen. Es spielt bei der Absorbierung von Kalzium und Magnesium eine wichtige Rolle.
  • Verhindert die Oxidation. Olivenöl enthält viele antioxidierende Phenole, wie Vitamin E. Diese schützen die Zellen vor Stress.
  • Erhöht die Lebenserwartung. Es kann festgestellt werden, dass die Menschen in den Mittelmeerregionen länger leben und weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und an Krebs leiden. Dies ist u.a. auch auf den gesunden Eigenschaften des Olivenöls zu verdanken.
  • Senkt den Blutdruck. Spanische Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Konsum von Olivenöl die Zellen der Gefäße positiv beeinflusst und so den Blutdruck senkt. Personen, die Olivenöl auf nüchternen Magen einnehmen, können sogar die Medikamente gegen Blutdruck reduzieren.
  • Hilft beim Abnehmen. Verschiedene Studien haben belegt, dass Olivenöl nicht nur gesunde Energie liefert, sondern auch ein Sättigungsgefühl erzeugt. Wir können schwere Nahrungsmittel wie Butter, Margarine und Frittiertes durch gesundes Olivenöl Virgen ersetzen. Auf diese Weise können wir gleichzeitig unser Körperfett verringern.
  • Verbessert unseren Metabolismus und die Kognition. Olivenöl hat einen positiven Einfluss bei der Bildung von Zellmembranen und Membranen im Gehirngewebe. Der Konsum von einfach ungesättigten Fettsäuren und die antioxidierende Wirkung der Polipherole stehen in direktem Zusammenhang mit der Verbesserung der Kognition und schonen das Gehirn.

Äußere Anwendung von Olivenöl

Seit Jahrtausenden wird Öl für die äußere Anwendung für Haut und Haare verwendet. Es wird gesagt, dass Galeno schon im 2. Jahrhundert Öl benutzt hat, um es vermischt mit Kerzenwachs als Creme zu verwenden. Weiter wurde es dank seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung als Balsam bei Massagen verwendet. Eine ähnliche Wirkung hat es auf Haut und Nägel.

Olivenöl kann auch als Abschminkmittel für die Augen, als Hautpflege sowie in Pflegeseifen für den ganzen Körper verwendet werden. Heutzutage sind viele verschiedene Kosmetik- und Pflegeprodukte mit Olivenöl auf dem Markt zu finden.

Folgende Produkte können hervorgehoben werden: Handcremen, natürliche Seifen, Seifen aus Syrien mit Olivenöl und Lorbeer, feuchtigkeitsspendende Körpermilch mit Olivenöl und grüner Mandarine, feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme, Peelingutensilien mit Olivenkernen, Badegel, Massageöl, Deodorants, Sonnenmilch, Lippenpflege und viele Produkte mehr.

Kosmetikprodukte mit Olivenöl können auch zu Hause hergestellt werden. Dazu wird das Olivenöl mit anderen Ölen, Zitronen, Wachs, Honig oder mit Milchprodukten gemischt.