Magengeschwür: Auf diese sieben Symptome sollten Sie achten!

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Magenschmerzen bei leerem Bauch oder aber nach dem Essen: Die Anzeichen eines Magengeschwürs können sehr verschieden ausfallen.

Mit Sicherheit feststellen lässt sich das Geschwür durch eine Magenspiegelung, die wenige Minuten dauert und mit Schlummernarkose eine unproblematische Untersuchung ist. Doch es gibt verschiedene Symptome, die auf ein Magengeschwür (medizinisch Ulcus ventriculi) hinweisen können – vor allem, wenn sie über einen längeren Zeitraum, also mehrere Monate, immer wieder auftreten:

  • Druckgefühl im Magen, vor oder nach dem Essen

  • Brennen im Magen

  • Bauchschmerzen, oft stechend oder dumpf

  • Übelkeit

  • Erbrechen

  • Appetitlosigkeit

  • Gewichtsabnahme

Besonders fatal: Bei etwa zehn Prozent aller Magengeschwüre kommt es zu keinem dieser Anzeichen. Erst, wenn die Magenkrankheit fortgeschritten ist und Komplikationen wie Magenbluten entstehen, wird das Geschwür entdeckt.

Ursachen für Magengeschwür: nicht nur Stress!

Ausgelöst wird ein Magengeschwür oft durch verschiedene Faktoren. Am Anfang steht immer ein Ungleichgewicht zwischen Magensäure und neutralisierendem Magensaft. Der Magen ist also übersäuert. Die Säure greift die Magenschleimhaut an, eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) bildet sich. Breitet sich diese Entzündung in tiefere Schichten des Magens aus, handelt es sich um ein Magengeschwür.

Als weitere Risikofaktoren spielen bei der Entstehung eines Magengeschwürs wichtige Rollen:

  • Rauchen

  • hoher Alkoholkonsum

  • häufige Einnahme von bestimmten Medikamenten, etwa manchen Schmerzmitteln

  • Stress und andere psychische Faktoren

  • die Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori: Diesen Erreger kann selbst die aggressive Magensäure nicht besiegen.

Behandlung setzt auf Säurestopper

Musste ein Magengeschwür früher oft operiert werden, gibt es heute Medikamente, die die Magensäure gezielt stoppen. Diese heißen Protonenpumpenhemmer (Protonenpumpen-Inhibitoren, PPI) und enthalten die Arzneistoffe Omeprazol oder Pantoprazol. Durch ihren Wirkmechanismus wird die Schleimhaut nicht weiter geschädigt, das Magengeschwür kann langsam abheilen.

Antazida, Medikamente, die die Magensäure neutralisieren, wirken im Vergleich zu PPI wesentlich kürzer und werden deshalb seltener empfohlen. Mittel gegen zu viel Magensäure müssen in der Regel über Monate eingenommen werden, manchmal sogar dauerhaft, wenn sich die übermäßige Bildung der Magensäure nicht wieder legt.

Wurde als Ursache des Magengeschwürs eine Besiedelung mit dem Magenkeim Helicobacter pylori festgestellt, können entsprechende Antibiotika die Bakterien eliminieren. Die Antibiotika-Behandlung dauert in der Regel eine Woche.

Magengeschwür ist Risikofaktor für Magenkrebs

Rund fünf bis zehn Prozent der über 50-Jährigen in Deutschland haben oder hatten schon mal ein Magengeschwür. Auch wenn ein Magengeschwür abgeheilt ist – es kann immer wieder entstehen, etwa wenn ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen und Alkohol trinken nicht geändert wurden. Wichtig: Nehmen Sie Erkrankungen wie Gastritis und Magengeschwüre durch Helicobacter pylori ernst – diese Leiden erhöhen das Risiko, Magenkrebs zu entwickeln.