Linkshänder oder Rechtshänder? Was ist deine dominante Lateralität?

31 total views, 1 views today

Noch gibt es keine eindeutige Erklärung dafür, warum manche Personen Linkshänder sind und andere Rechtshänder. Aus vielen Studien geht allerdings hervor, dass die genetische Veranlagung dabei eine große Rolle spielt. In einer Familie gibt es meist mehrere LinkshänderMan kommt nicht als Links- oder Rechtshänder auf die Welt, diese Dominanz wird in den ersten Lebensjahren ausgebildet, wobei die Lateralität genetisch und durch die Umgebung bedingt ist.

Unter Lateralität versteht man die Dominanz einer Gehirnhälfte über die andere, insbesondere in Bezug auf Geschicklichkeit und Kraft. Die meisten haben eine dominante Hälfte, nur wenige Personen sind beidhändig, das heißt, dass sie mit beiden Händen gleich gut sind.

Durch die Dominanz einer Gehirnhälfte wird die Geschicklichkeit der Bewegungen bestimmt. Bei Rechtshändern dominiert die linke Hemisphäre, bei Linkshändern die rechte. Das bedeutet jedoch nicht, dass nur eine Gehirnhälfte verwendet wird, denn jede Hemisphäre ist für verschiedene Aufgaben zuständig. Beide Gehirnhälften arbeiten bei den verschiedensten Funktionen zusammen und garantieren Interpretationen und Antworten.

Die linke Gehirnhälfte ist für logisches und symbolisches Denken zuständig: In diesem Bereich werden die Sprache und sequentielle Informationen prozessiert. Die rechte Hemisphäre steht für das ganze Bild, sie arbeitet nach dem Simultanprinzip und ist u.a. für die körperlich-räumliche Wahrnehmung zuständig.

Unterschiede zwischen Links- und Rechtshändern

Durch die Dominanz der rechten oder linken Gehirnhälfte, kommt es zu kuriosen Unterschieden zwischen Links- und Rechtshändern.

Linkshänder sind, wie anfangs erwähnt, in einigen Sportarten geschickter, da die rechte Hemisphäre auf räumliches Sehen spezialisiert ist und dies von Vorteil ist, da die Bewegung der Extremität mit dem Sichtwinkel übereinstimmt. Rechtshänder hingegen reagieren automatisch mit der rechten Hand.

In verschiedenen Studien wurde auch festgetellt, dass Linkshänder meist kreativer sind, da sich Kreativität und Genialität in der rechten Gehirnhälfte abwickeln. Diese ist bei linksdominierten Personen aktiver, deshalb sind diese bei künstlerischen Aktivitäten meist geschickter.

Rechtshänder sind bei rechtsdominanten Aktivitäten sehr geschickt, bei der Verwendung der linken Lateralität haben sie jedoch meist Schwierigkeiten. In den meisten Fällen kann die linke Körperhälfte nur zur Unterstützung der rechten verwendet werden. In zahlreichen Studien wurde jedoch festgestellt, dass Linkshänder bei der Dominanz der rechten Körperseite große Vorteile haben: In einer Welt, die für Rechtshänder konzipiert ist, sind Linkshänder gefordert, das Gehirn zu trainieren, um tägliche Schwierigkeiten zu bewältigen. Deshalb arbeiten beide Gehirnhälften besser zusammen.

Übungen, die auf der dominanten Hand basieren

Die dominante Körperhälfte kann den Lebensstil stark beeinflussen. Der Naturarzt Dr. Elmie Ragas erklärt, dass die dominante bestimmt, wie wir uns bewegen und bestimmte Übungen ausführen sollten. Wenn Bewegungen richtig ausgeführt werden, sind sie nützlich und aktivierend, ansonsten wirken sie erschöpfend.

Empfehlenswerte Übungen für Rechtshänder

  • Stelle einen Stuhl vor dich, der als Stütze dient. Hebe das Bein eine Sekunde lang und senke es wieder. Wiederhole diese Übung 5 Mal und führe sie danach mit dem anderen Bein durch.
  • Auf den Boden liegen und die Knie im 90-Grad-Winkel aufstellen, die Hände liegen flach auf dem Boden. Bewege die Knie zu deinem Körper und wiederhole diese Übung fünf Mal.
  • Hände und Knie auf den Boden stützen und dabei den Rücken gerade halten. Strecke jetzt das rechte Bein nach hinten, ca. 10 Sekunden lang halten. Danach wird das linke Bein gestreckt. Jede Übung drei Mal wiederholen.

Empfehlenswerte Übungen für Linkshänder

  • Stelle dich mit gespreizten Beinen auf und versuche, den Boden mit den Händen zu berühren. Dabei sollte der Körper nicht angespannt werden. Halte diese Position ein paar Sekunden lang, bevor du wieder in Ausgangsstellung zurück gehst.
  • Danach mit geschlossenen Beinen aufstellen und dabei auf eine gerade Haltung achten. Beuge dich und versuche, die Beine mit dem Gesicht zu berühren (wie bei Dehungsübungen).