Kresse – das Superkraut für unsere Gesundheit

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Brunnenkresse oder Gartenkresse sind nicht nur eine Bereicherung in der Küche. Die schnell wachsende Kresse ist auch ausgesprochen gesund. Sie können sie das ganze Jahr über im Haus selber ziehen, und haben den gesunden Frische-Kick immer parat.

Welche Heilkraft in Kresse steckt

Seit Jahrtausenden wird die Kresse in der ayurvedischen Heilkunst Indiens genutzt. Sie kann zur Behandlung von Diabetes mellitus, Lungenkrankheiten, bei Magen-Darm-Beschwerden und Nierensteinen eingesetzt werden. Aber sie lindert auch Menstruationsbeschwerden, Muskelschmerzen und Harnwegsentzündungen und auch bei der Behandlung von  Schilddrüsenüberfunktionen, Übergewicht, Durchfall und Erschöpfungszuständen wird auf sie zurück gegriffen. Kresse wirkt außerdem blutdrucksenkend, Blut verdünnend, antibiotisch und Milch bildend (bei stillenden Müttern). Interessant ist, dass die gesundheitlichen Vorteile keine Nebenwirkungen mit sich bringen. Kleine Kinder, stillende Mütter und kranke Menschen können von der Kräuterpflanze ebenso profitieren, wie alle anderen Genießer frischer Kräuter. Kresse hat einen würzigen und frischen Geschmack. Sie lässt sich vielseitig einsetzen, hat aber frisch verwendet die stärkste Heilkraft.

Welche Inhaltsstoffe sind in ihr enthalten?

Ob Sie sich nun für Garten- oder Brunnenkresse entscheiden, bei den Wirk- und Inhaltsstoffen gibt es kaum einen Unterschied. Beide Arten sind reich an den Vitaminen A, B1, B6, C, Folsäure, den Inhaltsstoffen Chrom, Phosphor, Jod und Eisen, Proteine, den Mineralstoffen Kalium, Calcium und Magnesium sowie Senföl-Glykosiden.

Mit etwa 100 Gramm Kresse können Sie einen Großteil Ihres Tagesbedarfs an vielen Vitaminen und Mineralstoffen decken.

Wie die Inhaltsstoffe im Detail wirken

Die enthaltenen Senföle wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern beugen auch Blasenentzündungen und Infekte vor. Selbst, wenn schon Erkrankungen vorliegen, können diese durch frische Kresse oder zerkaute Samen gelindert werden. Sollten Sie einmal keine Zeit haben, Kresse frisch anzuziehen, können Sie im Notfall gleich die Samen kauen. Diese sind ebenfalls reich an wirksamen Inhaltsstoffen. Das Spurenelement Chrom, welches sich in den zarten Pflänzchen verbirgt, steuert das Hungergefühl. Schon der Verzehr einer Handvoll der Kräuter am Tag reicht aus, um das Hungergefühl zu reduzieren. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann durch die Isothiocyanate beruhigt werden, die ebenfalls in den kleinen Pflanzen enthalten sind.

Auch das Hautbild kann sich verbessern

Die Regulierung des Blutdrucks und der Blutgerinnung schützt vor Schlaganfällen und Herzinfarkten. Nebenbei werden die Gefäße entspannt, der Organismus entgiftet, und Wasseransammlungen durch die harntreibende Wirkung abgebaut. Aufgrund der Blutreinigung verbessert sich häufig das Hautbild. Möchten Sie die gesundheitsfördernde Wirkung von Gartenkresse besonders intensiv nutzen, können Sie Kressesamenpulver (etwa 1 TL + 30 ml Wasser) mit Wasser mischen und trinken.

Kresse unterstützt die Gesundheit, ist aber kein Medikament

Die allseits beliebte Kräuterpflanze wirkt antimikrobiell und verdauungsregulierend. Sie kann bei bakteriellen Magen-Darm-Beschwerden hilfreich sein. Man sollte aber immer bedenken, dass es sich bei der Kressepflanze nicht um ein Medikament handelt, sondern lediglich um eine lindernde Beigabe. Sie sollten daher ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt Ihre Medikation keinesfalls eigenmächtig ändern.

Mit den Heilkräften der Kressesamen können folgende Erkrankungen therapiert werden: Erkrankungen der Atemwege, Verengung der Bronchien, Asthma, Migräne, Husten, Schnupfen, Erkältungen, Halsschmerzen, Knochenbrüche (der Knochenaufbau wird gefördert, Quelle: wissenschaftliche Studie aus dem Fachjournal Medscape General Medicine, 2007). Das Zerkauen von 1 Gramm Kressesamen/Tag ist vollkommen ausreichend. Sollte keine Linderung erkennbar sein, ist der Gang zum Hausarzt empfehlenswert.

Verwendung in der Küche

Kresse ist am wirksamsten, wenn Sie nicht erhitzt wird. Mischen Sie die Kräuter in Ihren Smoothie, streuen Sie die Kresseabschnitte auf Brote und Sandwichs, geben Sie sie über Salate oder mischen sie mit Joghurt (Milch-, Soja- oder Kokosmilchjoghurt), schmecken die Mischung mit Salz und Pfeffer ab und reichen die Joghurtsauce zu Pellkartoffeln.

Rezept für einen – RoteBete mit Kresse – Brotaufstrich

Für diesen leckeren, frischen Brotaufstrich braucht man:

  • 200 g gekochte Rote Bete
  • 1 Birne
  • 1 Chilischote
  • Olivenöl (zum andünsten)

Die Birne (ohne Kerngehäuse) und die Rote Bete klein schneiden. Ebenso die Chilischote. Anschließend diese Zutaten ca. vier Minuten in einer Pfanne andünsten.

für die Remouladensauce werden benötigt

  • 1 Zitrone
  • Petersilie (nach Geschmack)
  • 200 ml Sojamilch
  • 500 ml Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • eine Prise Chilipulver
  • 1 TL Senf
  • 50 g Agavendicksaft
  • 1 Bund Kresse

Die Zitrone auspressen und die Petersilie klein schneiden. Anschließend alle Remouladensauce-Zutaten in einen Mixer geben und pürieren.

Die fertige, cremige Sauce auf eine Scheibe frisches Vollkornbrot streichen und darauf die Rote Bete Mischung geben. Zum Schluss die Kresse drüber streuen  (traumhaft – eine persönliche Geschmacksempfindung : ) )