Kann Methadon helfen Krebs zu heilen? „Nein, zu günstig!“

Das Thema „Methadon gegen Krebs“ hält die Medien in Atem und weckt bei vielen verzweifelten, oft schon todgeweihten Krebspatienten neue Hoffnung. Diesmal ist es nicht ein Thema, das in den Alternativen Blogs diskutiert, und von der Pharmaindustrie mit einem spöttischen Lächeln weg-ignoriert werden kann.

 

Es hat anscheinend schneller, als die Pharma aktiv werden konnte, den Weg in die Mainstreammedien geschafft. Und seitdem hat die Pharmalobby ein Problem. Dazu kommt noch, so Dr. Friesen im SternTV-Gespräch, daß selbst bettlägerige Patienten unter der Behandlung mit Methadon plötzlich wieder aufstehen, im Haushalt arbeiten, ihren Wunschurlaub machen und ein normales Leben führen. Schon allein die plötzlich wieder erreichbare Lebensqualität rechtfertigt den Einsatz von Methadon. Der Palliativmediziner und Hausarzt Hans-Jörg Hilscher behandelt seine Patienten bereits mit Methadon. Seine Praxis kann sich kaum des Ansturms von Krebskranken erwehren.

 

 

Das ARD-Magazin „plusminus“ widmete der medizinischen Sensation einen kurzen, aber wirkungsvollen Bericht. Die Ulmer Chemikerin Dr. Claudia Friesen vom Universitätsklinikum Ulm hat mit ihrer Entdeckung, daß Krebszellen unter der Einwirkung der Kombination von Methadon und Chemotherapie hundertprozentig absterben, bereits 2007 eine Sensation gefunden. Dabei war dieser Fund eine Zufallsentdeckung: „Wir wollten ursprünglich die molekularen Mechanismen von Opioiden weiter aufklären. Und zu unserer Verwunderung sind die Tumorzellen mit Methadon gestorben.“ Weitere Versuche mit Krebspatienten in den Folgejahren bestätigten, daß auch hoffnungslose Fälle mit dieser Mischung geheilt wurden. Mehr als 350 Krebspatienten hat Frau Dr. Friesen inihren Patientendatei, deren Tumore und Metastasen deutlich verringert wurden, zum Teil sogar vollkommen verschwunden sind.

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Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) warnte sogar in einem Rundschreiben vor den Gefahren einer Methadon-Therapie. Dabei beruft sie sich auf eine Studie aus den USA, die belegen soll, daß Methadon die Sterblichkeit um 46 Prozent erhöhe. Dr. Hilscher bringt das in Harnisch. Er hält diese Studie für auf dieses Thema unzutreffend, weil sie garnicht an Krebskranken durchgeführt wurde und darüber hinaus auch noch sehr schlecht gemacht worden sei. Gleichzeitig sei eine andere, im Zusammenhang mit Krebs viel aussagekräftigere Studie überhaupt nicht erwähnt worden. Eine weitere Studie aus Kanada, die die Ergebnisse von Dr. Friese bestätigen, sei ebenfalls gar nicht beachtet worden.

 

Die große Aufmerksamkeit für diesen neuen Therapieweg hat Wirkung gezeigt: Es ist nun doch möglich, die geforderten Studien zu der Wirksamkeit von Methadon bei Chemotherapien machen zu können. Die Fördermittel sind bei der Deutschen Krebshilfe beantragt worden. Zuerst allerdings nur für die Erforschung bei Hirntumoren. Der Experte Wolfgang Wick verkündete das während des SternTV-Gespräches und nannte auch gleich den Grund: Wegen des großen, öffentlichen Drucks. Sollte die Studie bewilligt werden, würden innerhalb von drei Jahren seriöse Daten vorliegen.

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