Ist das Pilze sammeln überhaupt erlaubt??? (Hier das Gesetz dafür zum nachlesen)!!!

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1) Zum Schutz von Pilzen ist verboten:

1.

das mutwillige Beschädigen oder Vernichten von Pilzen sowie das mutwillige Beschädigen des Pilzmyzels;

1a.

das Sammeln von mehr als 2 kg Pilzen pro Person und Tag sowie das Befördern oder der Besitz von mehr als 2 kg Pilzen in einem Sammelgebiet oder im Nahbereich eines Sammelgebietes. Bei Personengruppen, die Pilze gemeinsam besitzen oder verwahren, so dass eine Zuordnung der gesammelten Mengen zu einzelnen Personen nicht mehr möglich ist, beträgt die zulässige Menge das der Personenanzahl entsprechende Vielfache von 2 kg, höchstens jedoch 8 kg je Gruppe;

2.

das Sammeln von Pilzen, die nicht zum Verzehr geeignet sind (giftige, ungenießbare Arten, alte oder wurmstichige Exemplare);

3.

das Sammeln von Pilzen ohne genaue Kenntnis ihrer Art;

4.

das Verwenden von Werkzeugen, wie Rechen, Hacken, Hauen oder anderer mechanischer Hilfsmittel beim Sammeln von Pilzen;

5.

die Organisation, das Ankündigen, das Bewerben oder das Durchführen von Veranstaltungen zum Sammeln von Pilzen sowie die Teilnahme an solchen Veranstaltungen;

5a.

das Bearbeiten oder Verwerten der Pilze in einem Sammelgebiet oder im Nahbereich eines Sammelgebietes;

6.

das Sammeln von Pilzen in den im Anhang angeführten Gebieten;

7.

das Sammeln von Pilzen vor 7.00 Uhr und nach 19.00 Uhr, ab dem 1. Oktober jeden Jahres nach 17.00 Uhr.

(1a) Personen, die in der freien Landschaft im Besitz von mehr als 2 kg Pilzen angetroffen werden oder die mehr als 2 kg Pilze verwahren, haben den mit den Aufgaben des Naturschutzes, des Jagd- und des Forstschutzes betrauten Organen auf Verlangen die Rechtmäßigkeit von Besitz bzw Verwahrung nachzuweisen. Mitglieder von Personengruppen nach § 2 Abs 1 Z 1a trifft diese Verpflichtung ab einer Menge von 8 kg Pilzen.

(2) Von den Verboten der Abs 1 und 1a sind ausgenommen:

1.

von der mengenmäßigen (Abs 1 Z 1a) und der tageszeitlichen Beschränkung (Abs 1 Z 7) und von der Nachweispflicht (Abs 1a): das Sammeln durch den Grundeigentümer und dessen nahe Angehörige;

2.

von der mengenmäßigen Beschränkung (Abs 1 Z 1a): das Sammeln im Rahmen einer Bewilligung nach § 3;

3.

von den Verboten nach Abs 1 Z 2 und 3: die Entnahme einzelner Pilzfruchtkörper zu Bestimmungszwecken;

4.

vom Werkzeugverbot (Abs 1 Z 4) und vom Verarbeitungsverbot (Abs 1 Z 5a): die Verwendung eines Messers zum Abschneiden des Pilzstieles und zum Putzen der Pilze.

(3) Über Abs. 2 hinausgehende Ausnahmen von den Verboten des Abs. 1 Z. 2 bis 7 können von der Bezirksverwaltungsbehörde im Einzelfall für Zwecke der Wissenschaft oder des Unterrichtes bewilligt werden. Die Bewilligung ist nur zu erteilen, wenn der örtliche Bestand von Pilzen oder von anderen Pflanzen- und Tierarten durch das Sammeln nicht gefährdet sowie der Naturhaushalt nicht beeinträchtigt wird.