Ist Bio wirklich gesunder oder nur Marketing?

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Unter allen Landbewirtschaftungsformen gilt die biologische Landwirtschaft als die umweltschonendste. Bio ist aber mehr als nur der Verzicht auf Chemie.

Die Deutschen kaufen immer mehr Bio-Lebensmittel. Selbst der Preis spielt für die meisten Verbraucher keine Rolle. Doch an dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein: Wie gut ist Bio wirklich?

Die Stiftung Warentest hat acht Jahre lang 250 Bio- und mehr als 1 000 konventionelle Produkte getestet und miteinander verglichen. Das Ergebnis dürfte einigen Bio-Fans gar nicht schmecken: Die teuren Produkte sind nicht zwingend gesünder oder besser als herkömmliche Lebensmittel. Vorsicht ist vor allem beim Discounter geboten.

Nicht jedes ausgezeichnete Bio-Produkt weist optimale sensorische Eigenschaften auf und ist frei von Schadstoffen. Ebenso können auch Produkte aus konventionellem Anbau gut schmecken und sind zudem nur in geringem Maße schadstoffbelastet. Bio-Produkte gelten jedoch als umweltfreundlicher, da in der Regel weniger Düngemittel eingesetzt werden.

Für Personen, denen eine bessere Tierhaltung und der Schutz der Umwelt am Herzen liegt, ist der Kauf von Bio-Produkten demnach die beste Wahl.

Wir beschäftigen uns immer mehr mit unserer Ernährung. Und der Druck, auf „bio“ umzustellen, nimmt zu. Immer öfter heißt es, dass das für uns gesünder und für Tiere und Umwelt besser sei. Doch stimmt das wirklich, oder ist es nicht nur ein Marketing-Hype? Das Zentrum für Gesundheitspolitik der Stanford University jedenfalls hat 2012 in der bislang größten Studie ökologische mit konventionellen Lebensmitteln verglichen und keine belastbaren Beweise gefunden, dass „bio“ besser sei. Eine neue Studie bestätigt diese Ergebnisse: „Die Erkenntnisse wissenschaftlicher Untersuchungen zeigen nicht, dass Bio-Produkte nahrhafter und sicherer sind als konventionelle Nahrungsmittel.“ Auch Tiere von Biobauernhöfen sind nicht grundsätzlich gesünder.