Interessante Teemischung: Zimt mit Lorbeer

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Bei Zimt denkt man an Weihnachten, Winter und Zimtsterne. Bei Lorbeer läuft uns das Wasser im Mund zusammen, weil wir an leckere Fischgerichte oder Wildspezialitäten denken. Doch beides zusammen kommt selten auf den Tisch. Probiere es aus!

Zimt und Lorbeer: das leckere Duo

Du dachtest bisher, dass die einzige Verbindung zwischen Zimt und Lorbeer die ist, dass beide Gewürze vorzugsweise im Winter verwendet werden?

Aber niemals in einem einzigen Gericht miteinander kombiniert? Dann liegt es wohl nur daran, dass du die Kombination noch nicht ausprobiert hast!

In diesem Artikel möchten wir dir einiges Wissenswertes über Zimt und Lorbeer vermitteln sowie dich ermutigen, diese beiden Gewürze auch miteinander kombiniert zu entdecken – als leckeren, wärmenden Tee!

Entdecke auch, wozu du Lorbeer und Zimt sonst noch verwenden kannst!

Wissenswertes über Zimt

Zimt wird hauptsächlich gemahlen als Pulver verkauft und verwendet, aber auch Zimtstangen sind üblich, um sie in Heißgetränken oder Desserts mitzukochen oder damit in der Weihnachtszeit duftende Dekorationsideen zu realisieren.

Auch als Räuchergut oder in Potpourris verströmen sie einen würzigen Duft.

Eins ist jedoch wichtig, wenn du Zimt verzehren möchtest und nicht nur zur Dekoration nützen willst: grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Sorten Zimt, die im Handel als Gewürz angeboten werden.

Schau genau auf die Verpackung, um zu erkennen, welche Sorte Zimt du in deinen Einkaufskorb legst!

Der klassische Ceylon-Zimt wächst in Burma, Bangladesch oder Sri Lanka und hat ein feineres, edleres und samtigeres Aroma.

Schärfer, fast penetranter und billiger würzt der Cassia-Zimt, der in großen Mengen in oft zweifelhafter Qualität aus China kommt. Letzterer ist ideal, wenn du ihn nur zum Dekorieren, aber nicht zum Essen verwenden möchtest.

Den Unterschied erkennst du auch an den Röllchen, die aus der Rinde geformt werden: Cassia Zimt wird in dickere Rindenscheiben geschnitten, bevor er zu ziemlich massiven, wenig filigranen und bruchfesten Rollen geformt wird. Ideal für die Dekoration oder Raumbeduftung!

Je dünner, fragiler, zerbrechlicher und feinblättriger, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Ceylon-Zimt handelt, der zum Verzehr ideal ist.

Grundsätzlich solltest du zum Verzehr immer nur Ceylon-Zimt verwenden und nur zu Dekorationszwecken und zur Beduftung die Cassia Variante wählen.

Letzterer enthält nämlich erhebliche Mengen an Cumarin, welches auf natürliche Art und Weise giftig ist.

Die Stiftung Warentest warnte nach einem Test vor vielen Zimtsternen und anderem Weihnachtsgebäck, das mit der billigeren Cassia-Sorte gewürzt wurde und bis zu 37x höhere Cumarinwerte als erlaubt enthielt!

Achte also unbedingt darauf, welchen Zimt du zum Verzehr kaufst!

Wissenswertes über Lorbeer

Der Lorbeer wächst in Europa nur im Mittelmeergebiet, weil er nicht wirklich winterhart ist.

Je nach Standort kann er sich zu einem bis zu 10m hohen Baum auswachsen, jedoch wird dir das im Blumenkübel niemals gelingen, sodass du keine Sorge haben musst, wenn du dich dafür entscheidest, die immergrüne Pflanze bei dir aufzunehmen.

Die Blätter enthalten ätherische Öle, die das würzige, charakteristische Aroma beim Erhitzen (zum Beispiel in der Suppe oder im Tee) freigeben.

Die Früchte sind fetthaltig, aus ihnen wird Lorbeeröl hergestellt, das vielfältig eingesetzt werden kann, aber natürlich nicht den Tee verfeinert. Hierzu benötigst du Lorbeerblätter.

Wage dich ruhig an Lorbeer heran und probiere aus, was du damit alles würzen kannst! Wenn du zum Beispiel Salzkartoffeln als Beilage zu Fisch kochst, solltest du ausprobieren, das Kochwasser der Kartoffeln mit einem Lorbeerblatt zu würzen.

Lorbeer braucht Flüssigkeit, um sein Aroma zu entfalten, weswegen du im Tee seine ganzen Aromastoffe voll auskosten kannst. Je länger die Garzeit des Gerichtes, desto besser für das Lorbeerblatt!

Ist die Garzeit nur kurz, brauchst du daher mehr Blätter, um das gleiche würzige Ergebnis zu erzielen.

Rezept für Lorbeer-Zimt-Tee

Für einen leckeren Tee, den du sowohl als kalte Erfrischung als auch heiß trinken kannst, brauchst du:

  • 1 Liter Wasser
  • 5g Zimt (ganz oder gemahlen)
  • 6 Lorbeerblätter

Wenn du keine Zimtstange hast, kannst du den Tee auch mit einem Teelöffel gemahlenem Gewürz herstellen, jedoch wird der Tee dadurch etwas trübe und es wird sich eine Art Bodensatz bilden.

Das Aroma von Lorbeer entfaltet sich optimal, wenn du die Oberfläche des Blattes vergrößerst. Reiße es daher vor dem Kochen vom Rand bis zur Mittelrippe ein, sodass es gefiedert scheint und nur noch von der Mittelrippe zusammen gehalten wird.

Füge alle Zutaten in einem Kochtopf zusammen und lasse sie zusammen etwa mindestens fünf Minuten köcheln. Gieße dann den fertigen Tee durch ein Teesieb ab und genieße ihn heiß oder kalt.