Herzkrank durch Energy-Drinks?

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Zentrum der Gesundheit) – Energy Drinks sind vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt. Oft werden sie in Nachtbars oder Discotheken in grösseren Mengen konsumiert, um die Müdigkeit zu überwinden. Häufig kommen dann noch alkoholhaltige Getränke und körperliche Anstrengung hinzu. Doch dieser Cocktail aus ungünstigen Bedingungen kann zu teils schwerwiegenden Gesundheitsproblemen oder Abhängigkeiten führen.


Energy Drinks – Nichts als Illusion

Jugendliche und junge Erwachsene sind die Hauptkonsumenten von Energy Drinks. Viele werden durch geschickte Vermarktung der Drinks getäuscht und zum Konsum verleitet. Sie möchten sich mit dem Bild der Werbung identifizieren, welches ihnen Risikobereitschaft, Lässigkeit und Abenteuer zu versprechen scheint.

Die jungen Menschen schätzen aber oft die Wirkung der Energy Drinks falsch ein. Sie gelten unter Jugendlichen als harmlos. Zudem mangelt es an Klarheit bei den Inhalts- und Dosierungsangaben. Die möglichen Gesundheitsrisiken werden häufig unterschätzt. Anstatt “höher-weiter-schneller” findet sich der junge Mensch nach einer Party-Nacht dann vielleicht im Krankenhaus wieder.

Energy Drinks verführen

Knapp ein Drittel der amerikanischen Heranwachsenden konsumieren Energy Drinks regelmässig. In Europa sieht es nicht viel anders aus.

Leider ebnen Energy Drinks aber den Weg zum Konsum weiterer, schädlicher Substanzen wie Alkohol, Zigaretten, Haschisch und anderen Drogen, so die Erfahrungswerte einiger Studien.

Mixturen aus Alkohol und Energy Drinks sind gar mit einem höheren Gesundheitsrisiko verbunden als der alleinige Konsum von Alkohol. Werden beide Getränke parallel oder nacheinander getrunken, ist ihre Wirkung noch schwerer einzuschätzen.

Eine Studie der Michigan Universität fand heraus, dass Studenten an Tagen, an denen sie Energy Drinks getrunken hatten, auch mehr Alkohol zu sich nahmen.

An Tagen, an denen sie nur Alkohol tranken, war die Alkohol-Menge geringer.

Verleitet die anregende Wirkung der Energy Drinks dazu, mehr Alkohol zu trinken?

Energy Drinks – Nichts für Sportler

Nicht nur Jugendliche versprechen sich von den Energy Drinks eine Leistungssteigerung. Auch viele Sportler erhoffen sich durch die Getränke eine einschlägige Wirkung.

Selbst wenn der Sportler sich jedoch tatsächlich kurzfristig leistungsfähiger und belastbarer fühlen sollte, so bleiben negative Folgen meist nicht aus.

Eine Studie der Madrider Camilo José Cela Universität belegt dies. Vier Jahre lang wurden positive und negative Effekte der Energy Drinks bei Athleten beobachtet:

Diejenigen Sportler, die Energy Drinks zu sich nahmen, litten vermehrt an Schlafstörungen und nervösen Störungen. Beides ist nicht gerade förderlich für eine langfristige Leistungssteigerung.

Der kurzfristig stimulierende Effekt ist einzig und allein auf den Koffein-Gehalt der Drinks zurückzuführen und nicht etwa auf wertvolle Inhaltsstoffe. Allenfalls noch die hohen Zuckermengen könnten kurzfristig zu einem Leistungsschub führen.

Die Zähne freuen sich darüber jedoch nicht so sehr.

Weiche Zähne durch Energy Drinks

Energy Drinks sind, wie viele andere Soft Drinks und Sportgetränke auch, oft sehr zuckerhaltig. Ausserdem enthalten sie einen grossen Anteil an Säuren. Diese Kombination aus Zucker und Säuren greift den Schutzmantel des Zahns an, den Zahnschmelz.

Werden die Zähne häufiger den Säure-Zucker-Attacken durch Energy Drinks ausgesetzt, beginnen diese mit der Zeit weicher zu werden. Sie werden dadurch anfälliger für Karies und andere Zahnerkrankungen.

Am gefährlichsten für die Zähne ist das permanente Nippen an Sport, Soft oder Energy Drinks, da der Zahn dann keine Gelegenheit mehr zur Regeneration und Remineralisation hat.

Energy Drinks belasten das Herz

Der Koffeingehalt in Energy Drinks ist recht hoch. In 250 ml eines Energy Drinks findet sich so viel Koffein wie in zwei Tassen Espresso.

Koffein erhöht unter anderem die Herzschlagrate und damit den Puls. Kommt dann körperliche Belastung hinzu, kann das Herz dadurch vollends aus dem Takt geraten.

Etliche Energy Drinks enthalten zudem weitere aufputschende und fragwürdige Inhaltsstoffe.

Aufputschende Stoffe in Energy Drinks

Neben Koffein findet man beispielsweise in 52 Prozent der Energy Drinks Taurin und in 33 Prozent der Drinks Stoffe, die die Müdigkeit dämpfen und die Stimmung anheben sollen (so genannte Glucuronolactone).

Die Inhaltsstoffe Taurin und so genannte Glucuronolactone in Energy Drinks sind fragwürdig. Ihnen werden zwar teils positive Wirkungen nachgesagt, die wissenschaftlich aber nicht eindeutig belegbar sind.

Die Zugabe von Taurin in Energy Drinks wird damit gerechtfertigt, dass es sich unter anderem leistungsfördernd auswirken soll, so die Behauptung der Anbieter. Diese Wirkung ist aber nicht unabhängig von der des Koffeins nachweisbar.

Die Glucuronolactone werden von den Herstellern der Energy Drinks als gut angepriesen, da sie auch vom Körper selbst hergestellt werden und die Entgiftung des Körpers von Umweltschadstoffen unterstützen sollen.

Allerdings sind die in Energy Drinks enthaltenen Glucuronolactonmengen so extrem hoch, dass sie in diesen Dosen nicht mehr erforderlich sind und in Kombination mit Koffein, Taurin und womöglich Alkohol eher als negativ bewertet werden.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es sich um Stoffe handelt, die für den Körper mehr als überflüssig sind. Wenn der Nutzen in Frage steht und die Gefahren unbekannt sind, sollte man lieber auch aus diesem Grund vom Konsum der Energy Drinks Abstand nehmen.

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