Hast du schon mal deinen Nierenstein aufgelöst??

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Warum man Nierensteine auflösen sollte

Bei Nephrolithen, allgemeinsprachlich als 

Nierensteine bezeichnet, handelt es sich um Verklumpungen von ursprünglich im Urin in gelöster Form vorkommenden Substanzen. Wenn sich diese Stoffe ablagern, können sie auskristallisieren und somit den Nierenstein bilden. Dieser Prozess wird als Lithiasis bezeichnet. Vom Umfang her sind die meisten Nierensteine nicht größer als ein Reiskorn, können aber unter bestimmten Voraussetzungen mehrere cm groß werden und im schlimmsten Fall sogar das gesamte Nierenhohlsystem ausfüllen. Warum genau es bei manchen Menschen zu dieser Verklumpung kommt, ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Es wird allerdings ein Zusammenhang mit einer genetischen Veranlagung vermutet und auch die Ernährung und Erkrankungen der Nieren oder des Magen-Darm-Systems sowie Stoffwechselkrankheiten, wie z. B. eine Schilddrüsenüberfunktion, können die Krankheit begünstigen. Bleiben die Nephrolithen klein, ist der Betroffene oft symptomfrei. Die Steinchen gehen häufig von selbst ohne Beschwerden zu verursachen mit dem Harn ab. Problematisch wird es, wenn ein oder mehrere Nierensteine eine Größe von ca. 6 mm erreichen. Wenn ein solcher Stein im Harnleiter, der Verbindung zwischen Niere und Blase, stecken bleibt, kann dies eine Nierenkolik verursachen. Diese geht mit sehr starken, krampfartigen Schmerzen in der Lendengegend einher. Weitere mögliche Symptome für Nierensteine sind Blut im Urin und Übelkeit und Erbrechen. Damit es gar nicht erst zu einer Nierenkolik kommt, sollten bereits im Anfangsstadium Maßnahmen zur Behandlung der Nierensteine ergriffen werden. Denn gerade in diesem Zustand sind sie sehr gut selbst behandelbar und die Chancen eine manuelle Beseitigung zu umgehen stehen sehr gut.

Wie kann man den natürlichen Abgang der Steine unterstützen und Nierensteine auflösen?

Bei kleineren Nierensteinen erfolgt zunächst immer der Versuch, sie auszuspülen. Gerade bei jenen, die nicht größer sind als eine Erbse, stehen die Chancen gut, dass sie selbstständig den Harnleiter verlassen. Um diesen Prozess zu unterstützen, ist es wichtig viel zu trinken. Es kann sich immer nur eine begrenzte Menge eines Salzes in einer Flüssigkeit lösen. Folglich begünstigt unzureichende Flüssigkeitszufuhr das Wachstum von Nierensteinen. Im Umkehrschluss kann zusätzliche, häufige Durchspülung der Harnwege dabei helfen, die überschüssigen Salze, aus denen die Nierensteine bestehen, aufzulösen. Es empfiehlt sich, zwischen 2,5 bis 3 Litern täglich zu trinken. Handelt es sich um Zystinsteine, so sollten sogar 3,5 bis 4 Liter getrunken werden. Bei Hitze und sportlicher Betätigung muss die Flüssigkeitsmenge entsprechend erhöht werden. Ein geeignetes Getränk ist vor allem mineralstoffarmes Wasser. Bei Kalziumoxalatsteinen ist zudem der Konsum von Zitrussäften hilfreich, da die Zitronensäure die Zusammenlagerung dieses Salzes hemmt. Auch Apfelsaft, Blasen- und Nierentees sowie Kräuter- und Früchtetees können getrunken werden. Kräutertees mit beispielsweise echtem Labkraut, Löwenzahnwurzeln, Katzenbart oder Birkenblättern wirken unterstützend bei der Therapie. Koffeinhaltige Getränke, Milch und Alkohol müssen hingegen gemieden werden. Man sollte außerdem darauf achten, nicht alle paar Minuten zur Toilette zu gehen, sondern zu warten, bis sich ein ausreichender Druck aufgebaut hat. Dieser Druck reißt im besten Fall den Stein mit und führt zu dessen Ausscheidung. Sehr förderlich zum Abgang der Steine ist auch viel Bewegung. Insbesondere Hüpfen und Treppensteigen werden vielfach als hilfreich beschrieben. Bei Uratsteinen und Zystinsteinen kann außerdem die Auflösung durch den Harnsäurespiegel senkende Wirkstoffe medikamentös unterstützt werden.