Hämorrhoiden: Die besten Hausmittel

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Frau mit Hämorrhoiden. Foto: © absolutimages/Fotolia.comHämorrhoiden können mit Ringelblumensalbe behandelt werden. Foto: © absolutimages/Fotolia.com

Hämorrhoiden sind immer noch eine verschwiegene, da peinliche Krankheit. Aber dafür gibt es keinen Grund, denn jeder hat sie. Mit Hausmitteln können sie Abhilfe schaffen. Am Darmende sitzt das so genannte Hämorrhoidalpolster. Das ist ein Schwellkörper, der den Darm abdichtet. Wenn sich dieses Polster zu stark vergrößert, dann leiden wir an Hämorrhoiden: Afterjucken, lästiges Brennen, danach kommt es zu Blutungen – Sie müssen zum Arzt.

Wer diese Probleme hat, der muss leiden – und sich oft genug auch noch blöde und unangebrachte “Witze” anhören. Dabei gibt es viele gute Hausmittel, die Abhilfe schaffen, oder die helfen, Hämorrhoiden zu verhindern.

Bevor Sie zum Arzt gehen, oder auch während und nach einer vom Arzt verschriebenen Therapie können Sie einige dieser Tipps mit Hausmittel gegen Ihre Hämorrhoiden ausprobieren.

Hämorrhoiden natürlich behandeln

Lassen Sie sich beim Stuhlgang Zeit. Nicht heftig pressen, denn dann vergrößern Sie das Hämorrhoidalpolster, es kommt zur Ausweitung der Venen, die zu Hämorrhoiden werden können. Und damit beginnen die Schmerzen. Unbedingt müssen Sie darauf achten, dass Sie mehrlagiges Toilettenpapier mit einem Feuchtigkeitseffekt verwenden. Ziehen Sie mindestens einmal am Tag Ihren Schließmuskel im 2 bis 3 Sekundenrhythmus zusammen. Mindestens 30 mal: Zusammenziehen, kurz halten, langsam wieder loslassen. Damit können Sie Ihre Beschwerden in den Griff bekommen. Sie sollten immer viel Wasser trinken, damit es nicht zu einer Verstopfung kommt.

Ein sehr bewährtes Mittel bei Hämorrhoiden sind Behandlungen mit Eichenrindenextrakt. Machen Sie sich ein Sitzbad mit Eichenrindenextrakt. Danach legen Sie sich eine Quarkkompresse auf den After. Sie könne aber auch eine Salbe aus Eichenrindenextrakt (Apotheke) anwenden. Nach dem Stuhlgang (möglichst nicht pressen) reinigen Sie feucht nach: Lauwarmes Wasser im Bidet oder aus einer Handdusche. Abtrocknen nur mit einem weichen Handtuch. Feuchte Reinigungstücher dürfen keine Chemikalien enthalten.

Stellen Sie Ihre Ernährung um. Essen Sie bei Beschwerden ballaststoffreich mit viel Vollkornprodukten, Obst und frischem Gemüse, das roh ist (Sauerkraut) oder schonend zubereitet wurde. Trinken Sie viel Wasser, am besten stilles Mineralwasser. Kochen Sie einen Löffel Taubnessel mit einer Tasse Wasser auf, fünf bis sieben Minuten ziehen lassen. Davon zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.
Besorgen Sie sich Steinkleeblüten und geben Sie diese in ein Glas mit Olivenöl. Das lassen Sie sechs bis acht Wochen in der Sonne stehen. Dann durchseihen, die Haut um den After damit täglich bestreichen.

Das beste Hausmittel: Ringelblumensalbe

Vermeiden Sie Süßigkeiten, die schaffen die Voraussetzungen für eine Verstopfung und belasten damit die Hämorrhoiden. Mischen Sie Ringelblumensalbe mit Honig im Verhältnis 1: 1. Diesen Mix direkt aufstreichen und einwirken lassen. Zäpfchen und Salben aus dem Blatt des Hammamelisbaums helfen gegen Hämorrhoiden. Sie hemmen Entzündungen und bekämpfen sehr schnell das unangenehme Nässen der Hämorrhoiden. Entdecken Sie Blut im Stuhl, oder bereitet Ihnen das Pressen beim Stuhlgang Schmerzen, dann müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Mischen Sie zu gleichen Teilen Johanniskraut, Königskerze, Mariendistel, Schafgarbe, Kamille und Kastanienblüten. Davon kochen Sie jeden Tag morgens und abends einen Esslöffel mit einer Tasse Wasser auf, ziehen lassen, abseihen und trinken.

Vermeiden Sie Sportarten, bei denen die Organe im Becken heftig nach unten geschleudert werden, das belastet nämlich den Beckenboden und belastet den Enddarm: Solche Sportarten sind zum Beispiel: Seilspringen, Basket- und Volleyball, Tennis und Joggen auf hartem Untergrund. Mischen Sie Steinklee und Kamille zu gleichen Teilen, übergießen Sie 1 Esslöffel mit 1/4 Liter kochendem Wasser, lassen Sie 10 Minuten ziehen. Dann abseihen, täglich drei Tassen trinken. Sie könne aber auch ein Sitzbad in diesem Tee nehmen, oder die Hämorrhoiden mehrmals am Tag mit einem teegetränkten Wattebausch abtupfen. Der Kamille-Steinklee-Tee wirkt beruhigend auf die Haut und hemmt Entzündungen im Analbereich. Die Wirkstoffe des Steinklees haben eine heilende Wirkung auf die geschädigten Venen und bilden Geschwüre zurück.

Weitere Hämorrhoiden Hausmittel

  • Trinken Sie jeden Tag einen Viertelliter Apfelmost oder naturtrüben Apfelsaft.
  • Auch gut sind heiße Kompressen mit Schafgarbentee oder ein zweimaliges Dampfbad mit Kamillentee pro Tag.
  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich.
  • Wenn Sie anfällig für Hämorrhoiden sind, dann sollten Sie längere Aufenthalten in großen Höhen vermeiden.
  • Bereiten Sie sich selbst eine helfende Salbe zu: Erwärmen Sie 15 g Lanolin, 4 g Bienenwachs und 30 ml Olivenöl im Wasserbad, geben Sie 30 ml Rosskastinentinktur (Apotheke) und 20 Tropfen Wacholderöl dazu. Ziehen lassen und In ein Behältnis füllen, abkühlen lassen. Zweimal täglich einreiben.