Günstig & lecker kochen: Die 10 besten Tipps

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Günstig kochen aber trotzdem abwechslungsreich und lecker – wer kennt diese Herausforderung nicht? Egal ob Student, Hausfrau oder Rentner: Mit kleinen Tricks, richtigem Einkaufsverhalten und kreativer Resteverwertung kann jeder viel Geld sparen. Bei uns heißt günstig aber nicht schlechter, sondern einfach cleverer!

Auch wenn ihr nicht jeden Cent dreimal umdrehen müsst: Der ein oder andere eingesparte Euro entlastet die Haushaltskasse und ihr könnt euch davon andere schöne Dinge gönnen.

Günstig kochen Tipp 1: Die Woche planen

Günstig kochen fängt mit durchdachter Planung an: Überlegt euch ein paar Tage im Voraus, was ihr an den darauf folgenden Tagen kochen wollt und geht dann entsprechend einkaufen. So könnt ihr Gerichte aufeinander abstimmen und optimal Reste verwerten, Großpackungen kaufen und Sonderangebote abpassen.

Günstig kochen Tipp 2: Auf Vorrat kaufen

Schaut euch mal in eurem Vorratschrank um, wie viele Lebensmittel tatsächlich längere Haltbarkeiten haben. Das reicht von Nudeln, Couscous, Reis oder Linsen über Tomatenmark und Öl bis hin zu Wiener Würstchen, Thunfisch, Kichererbsen, Mie-Nudeln oder Essiggurken. All diese Lebensmittel könnt ihr ruhig in größeren Mengen kaufen, wenn sie im Angebot sind und sie immer vorrätig haben. Das hat gleich zwei Vorteile: Ihr spart Geld und ihr habt immer haltbare Basic-Zutaten da, um aus übrig gebliebenen schnell verderblichen Zutaten tolle Gerichte zu kombinieren.

Günstig kochen Tipp 3: Nicht hungrig einkaufen

Ihr kennt das doch bestimmt auch: Ihr geht bereits mit einem grummelnden Magen einkaufen und am Ende liegen Chips, Kekse, Mini-Salamis, ein fertiger Wrap aus dem Kühlregal, herzhafte Waffeln und jede Menge anderer Produkte im Einkaufswagen, die eher den schnellen Hunger stillen. Aber braucht ihr diese Dinge wirklich? Oder sollen sie nur euren Heißhunger stillen? Fakt ist: Wer hungrig einkaufen geht, greift oft bei Leckereien zu, die nicht unbedingt notwendig sind – und die schöne Planung war umsonst. Gewöhnt euch lieber daran, immer mit gefülltem Magen einkaufen zu gehen und vor allem die Dinge zu kaufen, die ihr braucht, um euch selbst etwas zu kochen.

Ein prima Beispiel ist diese Paprika-Reispfanne aus der Videoanleitung. Frisch braucht ihr nur Joghurt und Paprika, alle anderen Zutaten können aus dem Vorratsschrank genommen werden:

Paprika Reispfanne mit Joghurtsauce

Von: Anna Walz, Länge: 1:22 Minuten, Aufrufe: 5.938

Günstig kochen Tipp 4: Am richtigen Ort einkaufen

Zum Glück haben wir in Deutschland hohe Lebensmittelstandards. Im Gegensatz zu anderen Ländern kann man hierzulande auch im Discounter Ware bekommen, die in Ordnung ist. Wer sparen will, kann also Standardprodukte ruhig im Discounter kaufen. Ergänzt euren Einkauf im Supermarkt lediglich durch die Produkte, die es beim Discounter nicht gibt. Im Supermarkt solltet ihr bei Standardprodukten auf die Eigenmarken der Ketten zurückgreifen, denn diese sind wesentlich billiger als die Markenprodukte. Und oftmals steckt in Markenprodukten und Eigenmarken der Supermärkte in beiden Verpackungen sogar das gleiche Produkt. Und noch ein weiterer Tipp für den Einkauf: Die preiswertesten Produkte findet ihr häufig im untersten Drittel der Regale, also sucht nicht nur auf Augenhöhe.

Günstig kochen Tipp 5: Saisonal und regional einkaufen

Erdbeeren und Spargel sind gute Beispiele: Wer sie außerhalb der eigentlichen Saison kaufen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen, da diese dann zum Beispiel aus Nordafrika, Israel oder Spanien importiert werden. Daher solltet ihr bevorzugt saisonale Produkte kaufen, die aus der Region stammen – diese sind nicht nur preiswerter als die importierten Produkte, sondern auch besonders frisch und schonend für die Umwelt.

Günstig kochen Tipp 6: Euren Bedarf richtig einschätzen

Auf Vorrat kaufen ist sinnvoll, aber nur wenn die Lebensmittel auch aufgebraucht werden. Kauft also keine Dreierpacks Paprika, wenn ihr nur eine einzelne Paprika braucht. Vielleicht ist der Kilopreis nicht teuer, aber was nützt es euch, wenn die Reste verderben?

Günstig kochen Tipp 7: Reste vernünftig verwenden

Apropops Reste: Lasst keine Zutaten verderben. Das mag naheliegend klingen, ist aber gar nicht so einfach umzusetzen. Das A und O heißt hier optimale Resteverwertung. Wenn bei euch eine Zutat übrig ist, zum Beispiel doch die überschüssige Paprika aus dem Dreierpack, dann hilft unsere Rezeptsuche weiter:

Hier könnt ihr nach Rezepten für eure übrig gebliebenen Zutaten suchen

Was ihr auch für andere Gerichte nicht verwerten könnt: Friert übrige Zutaten wie Hackfleisch, Gemüse oder Soßen einfach ein. Was ihr aus übrig gebliebenen Nudeln mit anderen Resten aus dem Kühlschrank zaubern könnt, zeigen wir euch im Video. Carsten Dohrs liefert noch weitere Tipps, damit in eurer Küche nichts weggeworfen werden muss:

Günstig kochen Tipp 8: Nichts zu früh wegwerfen

Grundsätzlich müsst ihr das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) nicht zu Ernst nehmen – viele Produkte kann man auch noch ein paar Tage länger verwenden. Zum Beispiel wenn ihr Reis, Nudeln, Couscous oder Tee trocken und sauber lagert, könnt ihr diese Produkte noch weit über das MHD verwenden. Auch bei den empfindlicheren Produkten wie Joghurt, Milch oder Butter muss das MHD nicht das Wegwerfdatum sein. Hier solltet ihr die Produkte genau unter die Lupe nehmen, daran schnuppern und euren Sinnen vertrauen. Meist könnt ihr solche Produkte ungeöffnet auch ein paar Tage über das MHD hinaus verwenden. Nur Lebensmittel auf denen “Zu verbrauchen bis” steht, sollten nach dem angegebenen Datum direkt entsorgt werden. Diese Produkte sind anfälliger für Keime, zum Beispiel Hackfleisch. Ausführliche Infos erhaltet ihr in unserem Artikel über das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Günstig kochen Tipp 9: Fleisch reduzieren

Preiswert kochen heißt auch vegetarisch – denn Fleisch ist oft die teuerste Zutat an vielen Alltagsgerichten. Ihr müsst auch nicht ganz auf Fleisch verzichten, aber einige vegetarische Mahlzeiten pro Woche können den Geldbeutel merklich entlasten und weniger Fleisch zu essen tut auch eurer Gesundheit gut. Schließlich raten die Ernährungsexperten wie WHO dazu, pro Woche maximal 600 Gramm Fleisch oder Wurst zu essen.

Günstig kochen Tipp 10: Sich Zeit nehmen

Bereitet immer selbst zu, was sich selbst machen lässt: Fertigprodukte sind in vielen Fällen unnötig und zu teuer und manchmal spart man nicht mal wirklich viel Zeit damit. Zum Beispiel fertige Backmischungen, in die ihr ohnehin noch frische Milch und Eier hinzugeben müsst. Oder der abgepackte und gewaschene Salat – der nicht nur viel schneller verdirbt als ein frischer Salatkopf, sondern häufig unerwünschte Keime mitbringt. Auch Fertigteig für Flammkuchen spart nur miminal Zubereitungszeit, aber kostet deutlich mehr als die Zutaten Mehl, Olivenöl, Salz und Wasser. Dasselbe gilt für Pizzateig – wer frühzeitig plant, wird auch die Wartezeit verschmerzen, bis der Hefeteig aufgegangen ist. Zugegeben: Praktisch sind diese Produkte vielleicht, aber sicher nicht günstig und auch nicht wirklich gesund.

Ob ihr preiswerte Rezepte für jeden Tag sucht oder ein günstiges, aber raffiniertes Festmahl: In unseren Rezeptstrecken findet ihr Ideen, an denen ihr unsere 10 Tipps ausprobieren könnt!