Flasche oder Leitungswasser: 10 Fakten über Trinkwasser

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Wasser ist lebenswichtig, hält uns hydriert und man sollte davon mindestens 8 bis 10 Gläser täglich trinken. Jedoch ist die Wahl der richtigen Wasserquelle schwierig. Wasser aus Flaschen wird oft anders behandelt als Leitungswasser und es werden sowohl die Vor-, als auch die Nachteile von Wasser aus Flaschen vermarktet. Es gibt jedoch auch Bedenken, welche unappetitlichen Dinge in Ihrem Leitungswasser stecken, abhängig davon, in welcher Stadt Sie leben.

Nun gibt es keinen Grund mehr verwirrt zu sein. Mit diesen zehn Fakten über Trinkwasser sind Sie besser über Ihr Wasser und woher es stammt informiert …

1. Kontrolliertes Leitungswasser

In Deutschland wird das Leitungswasser vom Umweltbundesamt (UBA) kontrolliert. Leitungswasser, das den Anforderungen für Trinkwasser entspricht, kann man bedenkenlos trinken. Irrtümer und Mangel an Wissen haben manche Leute denklich gestimmt, aber kontrolliertes Leitungswasser ist generell sicher. Die Wasserqualität wird regelmäßig getestet, weshalb Leitungswasser genauso sicher ist, wie Wasser aus Falschen. Grundsätzlich hängt es einfach von den Vorlieben, der Bequemlichkeit und den Kosten ab. Wenn Leitungswasser sicher getrunken werden kann, ist es Geldverschwendung, mehr für Wasserflaschen, als für Milch zu zahlen – nicht nur wirtschaftlich, denn das ganze Plastik hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt.

2. Wasser aus privaten Brunnen

Das Leitungswasser aus den Stadtwerken wird von der UBA kontrolliert, aber das Wasser aus privaten Brunnen in Ihrem Haus ist noch mal etwas ganz anderes – und man hat schon einige ziemlich eklige Dinge in Brunnen beim Testen gefunden. An Brunnenwasser werden bei den Tests nicht dieselben Anforderungen gestellt, weshalb Sie nur aus Brunnen trinken sollten, wenn diese regelmäßig getestet werden und Sie die Ergebnisse kennen. Die unappetitlichen Dinge, die in unbehandeltem, ungefiltertem Brunnenwasser gefunden wurden, sind Chemikalien, Arsen, Pestizide, Nitrate und verschiedene Bakterien. Wasser aus Brunnen, das diese Stoffe enthält, kann weit über dem Level sein, bei dem es noch als sicher eingestuft wird.

3. Kontrolliertes Wasser aus Flaschen

Manche Menschen sagen, dass Sie den Geschmack von Wasser aus der Flasche lieber mögen oder sie mögen es einfach, bequem eine Flasche beim Rausgehen zu greifen. Kontrolliertes Flaschenwasser kann aus einer Vielzahl von Quellen kommen, wie natürlichen Quellen, Grundwasser und Stadtwerken. Manche Arten von Wasser, wie Mineral- oder Quellwasser, können ohne Bedenken direkt aus der Quelle getrunken werden und viele Hersteller von Wasserfalschen verkaufen auch diese Art Wasser. Die Behandlung des Wassers und der Flaschen kann Einfluss auf den Geschmack haben, weshalb viele Menschen Wasser aus Flaschen dem Leitungswasser vorziehen.

4. Die Auswirkungen von Wasser aus Flaschen auf die Umwelt

Sie sind vielleicht ein Fan von Flaschenwasser, aber haben Sie jemals über die Auswirkungen auf die Umwelt der Milliarden Flaschen, die jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen werden, nachgedacht? Obwohl die Flaschen meist recycelbar sind, werden nur sehr wenig tatsächlich wiederverwertet. Dadurch bilden sich riesige Haufen von Plastikflaschen auf den Müllhalden. Und das ist nicht der einzige Schaden, den die Flaschen anrichten. Weitere Umweltprobleme, die man beachten sollte, sind die Rohstoffe, die man für die Gewinnung des Wassers, sowie den Transport und den Vertrieb benötigt. LKWs, die im ganzen Land voll beladen mit Wasserkisten fahren, emittieren eine ganze Menge Treibhausgase und schädlichen Rauch in die Atmosphäre.

5. Irreführende Etikette

Die Wasserflaschen-Industrie wird nicht auf dieselbe Weise wie das Leitungswasser kontrolliert. Tatsächlich könnte Ihr Lieblings-Flaschenwasser aus derselben Quelle, wie Ihr Leitungswasser kommen, und die Hersteller müssen nicht angeben, woher Sie das Wasser beziehen. Manche Firmen haben angefangen, Ihre Wasserquelle freiwillig auf dem Etikett anzugeben, jedoch gibt es noch sehr viele, die das nicht tun. Im Prinzip könnten Sie Ihr Wasser zu dem 1000-fachen kaufen, als was dasselbe Wasser aus der Leitung kosten würde.

6. Mythos: Wasser aus Flaschen ist gesünder als Leitungswasser

Egal was Marketing- oder Werbekampagnen behaupten, Wasser aus Flaschen nicht automatisch gesünder als Leitungswasser. Ja, manche Wasserflaschen enthalten zusätzliche Vitamine und Nährstoffe, aber grundsätzlich ist abgefülltes Wasser nicht unbedingt besser. Es gibt noch keine glaubwürdige Studie, die belegt, dass Wasser aus Flaschen gesünder ist. Wenn Sie also zu Flaschenwasser greifen, weil Sie denken, es sein gesünder, sollte Sie auch mal dem Leitungswasser eine Chance geben. Es gibt tatsächlich eine Menge gesundheitlicher Vorteile von Leitungswasser – die werden nur nicht so aggressiv vermarktet wie bei Wasser aus Flaschen.

7. Leitungs- und Flaschenwasser kann kontaminiert sein

Trotz Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen kann es vorkommen, dass Leitungs- und Flaschenwasser kontaminiert werden kann. Unfälle können sowohl bei den Stadtwerken, als auch bei den Herstellern passieren. Das Wasser kann während des Behandlungsprozesses – oder genauer, bei der Klärung und der Herstellung der Flaschen – kontaminiert werden. Die Chemikalien, die während des Herstellungsprozesses verwendet werden, sind manchmal nicht getestet, da es keine strikten Regelungen darüber gibt, und das Ergebnis kann deshalb kontaminiertes Wasser sein. Es ist also nicht rational, Angst vor Leitungswasser zu haben, wenn genau das gleiche auch bei dem Flaschenwasser passieren könnte.

8. Durch Wasserflaschen wird Wasser verschwendet

Zusätzlich dazu, dass das Wasser aus Flaschen aus derselben Quelle wie das Leitungswasser kommen kann, wird durch die Flaschenherstellung auch noch Wasser verschwendet – bis zu dreimal mehr Wasser wird benötigt, um eine Flasche zu füllen. Das Wasser aus Flaschen ist somit nicht nur unwirtschaftlicher und hat negative Einflüsse auf die Umwelt, man benötigt auch noch das Dreifache an Wasser, um eine Flasche herzustellen. Wenn man bedenkt, dass Abermillionen von Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, während die Deutschen vollkommen sicheres Leitungswasser für ein paar Cents trinken können, ist die Wasserverschwendung durch Wasserflaschen höchst pervers.

9. Plastikflaschen können Chemikalien absondern

Es wird von vielen Flaschenherstellern behauptet, dass Ihr Leitungswasser zu Hause Schadstoffe enthält. Man könnte jedoch auch argumentieren, dass Deutsche sich mehr über die potentiellen Chemikalien in Ihren Wasserflaschen selbst Gedanken machen sollten. Einige Studien haben gezeigt, dass Plastikflaschen Chemikalien absondern, besonders unter bestimmten Bedingungen, wie großer Hitze. Durch eine Flasche im Auto an einem heißen Tag könnten sie schädliche Chemikalien zu sich nehmen, die Sie lieber nicht in Ihrem Körper hätten. Phthalat ist ein häufiger und beunruhigender chemischer Stoff, der in Ihr Wasser gelangen könnte. Dieser synthetische Stoff wurde mit Fruchtbarkeitsproblemen und einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht.

10. Ein Wasserfilter kann die Lösung sein

Wenn Sie wirklich den Geschmack von Leitungswasser nicht mögen, aber die negativen Auswirkungen von Flaschenwasser als Ihre primäre Wasserquelle begrenzen wollen, könnte ein aufsetzbarer Filter für Ihren Wasserhahn oder eine Kanne mit Filter die Lösung sein. Filter geben dem Wasser einen angenehmeren Geschmack und können die kleine Menge an Verunreinigungen aus der Leitung entfernen. Filter sind relativ günstig und müssen normalerweise nur alle paar Monate ersetzt werden. Dadurch sparen Sie sich Geld, trinken Wasser nach Ihrem Geschmack und brauchen keine Angst mehr zu haben.