Fit in den Frühling

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Endlich! Die laue Luft lockt wieder hinaus ins Freie. Erste Sonnenstrahlen wecken neue Energie und machen die Fröstelperiode schnell vergessen – die Zeit, als der Stoffwechsel auf Winterschlaf programmiert war und Erkältungsviren Hochsaison hatten. Doch wer glaubt, nun bei Anstieg der Temperaturen vor Infekten gefeit zu sein, der irrt. Das Gegenteil ist der Fall. Testen Sie Ihre Immunabwehr.

“Durch die erhöhte UV-Strahlung verbrauchen unsere Drüsen mehr Mikronährstoffe, was zu einem Mineralleck führt. Am meisten fehlen Calcium und Magnesium”, sagt der Münchner Immunologe Dr. Peter Schleicher. Die Folgen: Abgeschlagenheit, Müdigkeit und ein vielfach erhöhtes Erkältungsrisiko. Zeit also, die eigene Körperpolizei zu unterstützen, etwa durch eine Fastenkur, die Giftstoffe aus dem Körper lotst. Schon acht bis zwölf Tage reichen zum Entschlacken. “Führen Sie dann einen festen Fastentag ein, idealerweise den Montag, sodass permanent in festem Rhythmus innere Reinigung stattfindet, vor allem aber nach Völlereien”, rät Dr. Schleicher.

Schlank und entschlackt

Trinken Sie reichlich, um Schadstoffe auszuschwemmen. Als Zauberelixier haben sich Tees aus Brennnessel, Birke und Schachtelhalm bewährt. Löwenzahntee stimuliert die Leber, Drachenkopf, Zitronenmelisse und Holunderblüte aktivieren den Stoffwechsel. Natürlich ist auch Schlemmen erlaubt. Tun Sie sich allerdings Gutes und wählen Gerichte mit Lauch, Sellerie, Fenchel, Tomaten, grünen Sprossen, Sesam, Geflügel und leichtem Fisch. Die enthaltenen “Kraftstoffe” stärken Ihre Abwehr.

Um genug Sauerstoff zu tanken, sollte Sport an frischer Luft auf dem Programm stehen – am besten dreimal pro Woche 20 Minuten lang. Das hält nicht nur fit, sondern tilgt auch überflüssiges Körperfett. Zwingt Sie trotz allem ein Infekt in die Knie, bieten unsere Tipps Erste Hilfe.

Was tun, wenn’s einen erwischt hat?

Verstopfte Nase

Alternative Medizin Meerrettich
Als Breiumschlag eine zerriebene Meerrettichwurzel auf den oberen Nackenbereich legen (siehe Foto). So wird die Nase frei, Sie können wieder durchatmen!

Dicker Hals
Eine Studie zeigt, dass Halstabletten mit Antiseptika und Levomenthol die Virenverbreitung hemmen können (z. B. “Neo-angin”, Apotheke). Oder: Handtuch dick mit Quark bestreichen, um den Hals legen, ein zweites Tuch darüber und ruhen, bis der Quark trocken ist. Zwei- bis dreimal wiederholen.

Ohrenschmerzen
Zwiebel würfeln, erhitzen, in einem Tuch als Säckchen ans Ohr halten. Wirkt entzündungshemmend.

Gliederschmerzen
Diese werden in warmem Wasser gelindert. Tauchen Sie für 20 Minuten in ein Rosmarinbad. Es sollte aber nicht heißer als 37 Grad sein.

Kopfschmerzen
Diese lösen sich gut mit Oreganotee: 1 TL getrocknete Blätter mit einer Tasse Wasser überbrühen, 10 Min. ziehen lassen. 3 Tassen am Tag!

Trostpflaster: Gegen Neuansteckungen sind Sie danach erst einmal immun. “Tatsächlich ist man zunächst vier bis sechs Wochen vor Viren geschützt, vor Bakterien noch länger”, sagt der Experte. Doch wer will es überhaupt so weit kommen lassen? Vorbeugen ist die beste Medizin. Unser Test (unten) verrät, wie es um Ihre Abwehr bestellt ist.


Wie stark sind Ihre Abwehrkräfte?

Ihr Immunsystem leistet ununterbrochen Schwerstarbeit im Kampf gegen Viren, Bakterien und Giftstoffe. Braucht es dabei Unterstützung? Unser Test verrät es.

1. Haben Sie mehr als zwei Infekte pro Jahr? Ja – Nein
2. Dauern Infekte bei Ihnen länger als zehn Tage? Ja – Nein
3. Neigen Sie zu Aphthen (Entzündungen der Mundschleimhaut)? Ja – Nein
4. Leiden Sie häufig an Hautveränderungen (Trockenheit, Ekzeme) oder Gelenkschmerzen? Ja – Nein
5. Neigen Sie zu starken Schlafstörungen? Ja – Nein
6. Haben Sie häufig Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Durchfall)? Ja – Nein

Auflösung

1 Ja-Antwort
Glückwunsch! Sie sind in Top-Form! Achten Sie weiterhin auf die Signale Ihres Körpers, denn der ist in Sachen Wohlbefinden der beste Ratgeber.

2 – 5 Ja-Antworten
Ihr Immunsystem braucht einen Energieschub! Oft reichen schon Saunagänge, Wechselduschen und flotte Spaziergänge, um den Körper abzuhärten. Aber: Gönnen Sie ihm auch ausreichend Schlaf. Tritt keine Besserung ein, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt.

6 Ja-Antworten
Alarmstufe! Höchstwahrscheinlich liegt bei Ihnen ein Immundefekt vor. Lassen Sie sicherheitshalber einen Blutcheck beim Arzt machen.