Energydrinks, was steckt drin und wie wirken sie?

Die Angebote an Energydrinks sind inzwischen sehr vielfältig geworden. Es gibt sie in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, was ihnen jedoch allen gemein ist, ist ihre belebende Wirkung auf den Körper. Und so greift man zu, um die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern, oder die Müdigkeit zu vertreiben. Leider kaufen auch immer mehr Kinder und Jugendliche diese Energydrinks, und das, ohne sich der Nebenwirkungen bewusst zu sein oder diese gar außer Acht zu lassen.

Betrachtet man die Inhaltsstoffe, so zeigt die folgende Liste, dass die Ingredienzien vieler Drinks durchaus bedenklich anmuten. So enthalten die meisten Getränke:

  • Wasser
  • Kohlensäure
  • Vitamine und Mineralstoffe
  • Koffein
  • Taurin
  • Glucuronolacton
  • Farb- und Aromastoffe

Ihre Wirkung beruht in erster Linie auf der hohen Konzentration an Koffein. So enthält eine Dose Energydrink etwa 80 Milligramm Koffein. Das entspricht einer großen Tasse Kaffee. Die kleinen Dosen enthalten darüber hinaus eine gehörige Menge an Zucker und sind damit sehr kalorienhaltig. Neben Zucker und Koffein ist in fast allen Drinks auch Taurin enthalten. Taurin beschleunigt die Wirksamkeit der anderen Inhaltsstoffe. Leider ist bis heute nicht klar, welche Auswirkungen eine längerfristige Einnahme von Taurin auf den Körper hat. Der Mensch nutzt Taurin für die Bildung von Gallensäuren, Taurocholsäure und Taurochenodesoxycolsäure. Zusätzlich wird von wissenschaftlicher Seite vermutet, dass Taurin bei der Entwicklung des Nervensystems und dem Muskelwachstum beteiligt ist. Eine Dosis von drei Gramm Taurin täglich ist laut DGE unbedenklich, allerdings sind die dauerhaften Folgen bislang nicht absehbar und vor gesteigertem Taurinkonsum wird gewarnt.

Nebenwirkungen von Energydrinks

Das in den Energydrinks enthaltene Koffein führt zu, zum Teil, unangenehmen Nebenwirkungen. So kann es zu Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder zu erhöhter Nervosität kommen. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, sollte Energydrinks also besser meiden. Das gilt auch für Schwangere oder stillende Frauen. Auch wer einen hohen Blutdruck hat, tut gut daran, auf Energydrinks zu verzichten. Das gilt, wegen des hohen Gehalts an Koffein auch für Kinder und Jugendliche. Leider gehören sie heute zu den Hauptkonsumenten dieser Drinks. Ein weiterer Aspekt ist der Konsum von Energydrinks im Zusammenhang mit Alkohol. Hier können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Wie etwa Nierenversagen, Herzrhythmusstörungen oder sogar Krampfanfällen. Vorsicht ist in diesem Zusammenhang auch beim Konsum von Energydrinks beim Sport angeraten.