Eine Fettleber natürlich behandeln

Lagert sich zu viel Fett in der Leber ein, spricht man von einer Fettleber. Die Folge ist eine eingeschränkte Leberfunktion und die Gefahr ernster Erkrankungen wie Hepatitis. Wir erklären, wie Du eine Fettleber auf natürliche Weise behandeln kannst.

Sportliche Aktivität

Eine Fettleber ist schmerzhaft und birgt das Risiko schwerer Erkrankungen. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, eine Fettleber zu behandeln, solange diese nicht durch Alkoholkonsum verursacht wurde. Bewährt hat sich vor allem Sport. Schwimmen, Aqua-Jogging oder langsames Walken – Sportarten, bei denen die Leber nicht stark belastet wird, sind ideal für einen Gewichtsabbau und die Gesundung der Leber. Optimalerweise werden mindestens drei Prozent des Körpergewichts abgebaut, um den Körperfettanteil ausreichend zu reduzieren.

Süßholzwurzel

Die Süßholzwurzel hilft bei einer Fettleber, die nicht durch Alkoholismus bedingt ist. Der Extrakt der Pflanze regt die Transaminase-Aktivitäten in den Zellen an und trägt dadurch zu einer raschen Besserung der Beschwerden bei. Als praktischer Nebeneffekt hilft Süßholzwurzel gegen Leberschäden, die durch Metalle ausgelöst wurde.

Zitrone

Die Zitrone gilt als echte Heilpflanze. Ihr großer Anteil an Vitamin C stärkt die Leber bei der Produktion von Glutathion, ein Enzym, welches Giftstoffe neutralisiert und zur Entgiftung der Leber beiträgt.
Zitrone kann pur verzehrt oder als Saft in verschiedenste Speisen gegeben werden. Salate bieten sich ebenso an wie Fleisch- oder Fischgerichte, die mit einem Schuss Zitronensaft nicht nur gesünder, sondern auch leckerer sind. Auch Teesorten werden mit etwas Saft der gelben Südfrucht aufgewertet.

Grüntee und Schwarztee

Bei einer Fettleber sollte viel Flüssigkeit aufgenommen werden. Neben Mineralwasser bieten sich verschiedene Teesorten an. Bewährt haben sich etwa grüner Tee und Schwarztee. Der grüne Tee enthält besonders viele Catechine. Das sind Antioxidantien, welche die Leberfunktion verbessern und die Aufnahme von Fett in die Leber regulieren. Langfristig kann der regelmäßige Genuss von grünem Tee den Körperfettanteil reduzieren.
Schwarzer Tee senkt den systolischen und den diastolischen Blutdruck. Das entlastet die Leber, indem die Stoffwechselprozesse verlangsamt und der Druck auf die empfindlichen Leberzellen reduziert wird. Auch der LDL-Cholesterin-Serumwert nimmt mit der regelmäßigen Tasse Schwarztee ab. Vor allem für Menschen, die neben einer Fettleber an Beschwerden des Herz- und Gefäßsystems leiden, bietet sich schwarzer Tee an. Ähnlich wie Grüntee, wird Schwarztee am besten frisch getrunken. Bereits zwei bis drei Tassen pro Tag genügen, um die positiven Effekte zu bemerken. Übertreiben sollte man es aufgrund des hohen Teingehalts jedoch nicht.

Papaya

Das in Papaya enthaltene Alkaloid Carpain hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Doch das ist nicht der einzige positive Effekt der Papaya. Die Fasern der Südfrucht regulieren die Blutfettwerte und tragen dadurch zur Gesundung der Leber bei. Angewendet wird Papaya, indem fünf bis sechs Papayasamen zermahlen und mit heißem Wasser vermengt als Tee getrunken werden.

Löwenzahn

Löwenzahn ist ein äußerst wirksames Lebertonikum. Die Pflanze unterstützt die Entgiftung der Leber und trägt zu einem positiven Fettstoffwechsel bei. Zudem wird die Leberfunktion gefördert, wodurch sich einer Fettleber vorbeugen lässt.
Angewendet wird Löwenzahn, indem ein Teelöffel der getrockneten Löwenzahnwurzel zu einem Tee zubereitet und nach kurzer Ziehzeit in langsamen Schlucken getrunken wird. Wer möchte, rundet das Getränk mit ein wenig Honig ab. Alternativ werden die jungen Löwenzahnblätter zu einem frischen Salat verarbeitet.

Apfelessig

Apfelessig hilft bei vielen organischen Beschwerden. Die enthaltenen Säuren unterstützen den Abtransport der Fette aus der Leber. Das Ergebnis ist eine gesunde Leberfunktion und ein geringeres Risiko für Entzündungen der Leber.
Apfelessig kann pur oder mit Honig vermengt getrunken werden. Bestenfalls vor den Mahlzeiten, damit die wirkungsvollen Inhaltsstoffe schnell in die Leber gelangen. Die saure Essenz ist besonders wirksam, wenn sie über mehrere Wochen oder Monate hinweg angewendet wird.

Kurkuma

Kurkuma enthält viele Antioxidantien, welche die Fettverdauung unterstützen und zu einer besseren Entgiftung der Leber beitragen. Die entzündungshemmenden Eigenschaften runden die positive Wirkung der Heilpflanze ab.
Angewendet wird Kurkuma, indem das Pulver aufgekocht und zweimal täglich getrunken wird. Wer möchte, rundet auch den Kurkuma-Tee mit ein wenig Honig ab.

Artischocke

Die Artischocke hat entgiftende Eigenschaften. Bei der Behandlung einer Fettleber kommen auch die verdauungsfördernden Effekte der gesunden Pflanze zum Einsatz. Ebenso viele Ballaststoffe und Antioxidantien, die dabei helfen, die Leber zu entgiften. Besonders wirksam ist frische Artischocke, doch auch ein Getränk aus gekauften Artischocken spielt seine positiven Effekte aus.
Der Artischocken-Tee wird aus einer Artischocke und heißem Wasser zubereitet. Der Aufguss kann pur getrunken werden, wobei die Artischocke ausgesiebt und später als Beilage zu einem Salat verwendet werden kann. Wer möchte, trinkt das erste Glas am Morgen auf nüchternen Magen. Zwei weitere Gläser können über den Tag verteilt vor den Hauptmahlzeiten getrunken werden.

Mariendistel

Die Mariendistel zählt zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt. Das Gewächs aus der Familie der Korbblütler enthält unter anderem die Substanz Silymarin, welche den natürlichen Schutzmantel der Leberzellen stärkt.
Mariendistel lässt sich wunderbar als Tee genießen. Bereits eine Tasse pro Tag genügt für die positiven Effekte. Besonders wirksam ist der Tee mit einem Schuss Zitronensaft. Alternativ können Präparate aus der Apotheke verwendet werden, die den Wirkstoffkomplex Silymarin in gebündelter Form enthalten.

Boldo

Die Boldo-Blätter gelten als wirksames Heilmittel bei Magen-Darm-Beschwerden. Das Monimiengewächs wird vor allem im peruanischen und brasilianischen Raum verwendet, ist jedoch auch hierzulande erhältlich. Seine krampflösenden Eigenschaften lindern die Beschwerden einer Fettleber. Zubereitet als wirksamer Boldo-Tee, entfalten die enthaltenen Alkaloide und das Ascaridol ihre volle Wirkung. Auch pur können die Boldo-Blätter eingenommen werden – am besten lange gekaut, damit sich die Enzyme voll entfalten.
Es gibt verschiedene Mittel, die bei einer Fettleber helfen. Die Einnahme der genannten Hausmittel sollte zunächst mit dem Hausarzt besprochen werden. Andernfalls können ernste Komplikationen auftreten, da Unverträglichkeiten und Allergien nicht ausgeschlossen sind. Eine ärztliche Überwachung erlaubt die Verwendung wirksamer Heilpflanzen, welche die konservative Therapie optimal unterstützen.

Wermut

Auch wenn er bitter schmeckt: Wermut ist dank Wirkstoffen wie Absinthin und Anabsinthin ein wirksames Mittel bei Fettleber-Beschwerden. Das Kraut aus der Gattung Artemisia hilft außerdem bei typischen Begleiterscheinungen des Leidens – Gelbsucht, Entzündungen oder Kopfschmerzen. Schon im alten Griechenland wurde Wermut aufgrund seiner positiven Eigenschaften bei Schmerzen eingesetzt. Auch Wermut kann in heißem Wasser gekocht und zu einem leckeren Tee zubereitet werden. Die heilenden Effekte sollten nach wenigen Anwendungen eintreten. Da Wermut kleine Mengen Giftstoffe wie das Verdauungs-Enzym Thujon enthält, sollten nicht mehr als zwei Tassen pro Tag getrunken werden.

Mispel

Die Echte Mispel hilft bei verschiedenen Leberbeschwerden. Bei der Fettleber sind vor allem die enthaltenen Tannine wirksam, welche die Leber vor schädlichen Mikroorganismus bewahren. Die eigentlichen Fettzellen werden nicht abgebaut, jedoch Entzündungen und andere Begleiterscheinungen der Erkrankung gehemmt.
Mispel kann roh verzehrt werden. Wirksam ist auch ein Fruchtsaft oder eine Nachspeise aus den gelben Früchten, die oft im heimischen Obstgarten zu finden sind. Mispeln dürfen täglich angewendet werden und lindern die Fettleber-Beschwerden effektiv. Wirksam sind sie vor allem in Verbindung mit einem generell gesunden Lebensstil.

Wu-Wei-Zi

Wu-Wei-Zi ist eine Heilpflanze der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Beeren der Pflanzen enthalten die sogenannten Lignane, entzündungshemmende Stoffe, die selbst bei einer fortgeschrittenen Fettleber Linderung versprechen. Auch die Regeneration bereits geschädigter Leberzellen soll durch die Heilpflanze aus Asien funktionieren, wie aktuelle Laborversuche zeigen. Die dunklen Beeren wirken zudem schmerzlindernd und haben insgesamt einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Leber.
Wu-Wei-Zi ist inzwischen in vielen Apotheken und Drogerien erhältlich. Eingenommen werden die Beeren pur oder in einem klassischen Smoothie. Die Anwendung sollte aufgrund möglicher Nebenwirkungen zuvor mit dem Hausarzt besprochen werden. Dieser kann gegebenenfalls weitere Mittel aus der Chinesischen Medizin vorschlagen, welche Leberbeschwerden lindern und das Wohlbefinden verbessern.

Grapefruit

Die Grapefruit ist ein wirksames Mittel bei einer Fettleber. Das enthaltene Naringenin unterstützt die Produktion bestimmter Substanzen, die Leberfett verbrennen und das Metabolische Syndrom regulieren. Zudem hat Grapefruit einen erquickenden Effekt und kann so auch unabhängig von den Leberbeschwerden zu einem gesteigerten Wohlbefinden beitragen.
Grapefruits werden am besten pur verzehrt, da die Wirkstoffe bereits in der geeigneten Form vorliegen. Ebenso wirksam ist der Saft der Grapefruit, der am besten mit Wasser vermengt wird, um die Säure zu eliminieren. Im Fachhandel sind zudem verschiedene Grapefruit-Präparate erhältlich, welche Naringenin und andere Wirkstoffe in konzentrierter Form enthalten.

Die Ernährung umstellen

Löwenzahn, Kurkuma, Zitrone und Co. beugen einer Fettleber wirkungsvoll vor. Es gibt allerdings noch eine Reihe anderer Maßnahmen, die eine Verfettung des Organs verhindern und bestehende Probleme lindern. Zunächst gilt es, den Speiseplan mit ballaststoffreichen Speisen auszustatten. Beeren und Äpfel etwa senken den Cholesterinspiegel und tragen zu einer raschen Ausscheidung der Giftstoffe bei.
Auch Lebensmittel mit vielen Omega-3-Fettsäuren dürfen nicht fehlen. Sie helfen bei der Regeneration zerstörter Zellen. Wer gesund bleiben möchte, verzehrt mindestens ein- bis zweimal pro Woche Lachs, Makrele, Leinsamen oder Walnüsse.
Zuletzt gilt es, mögliche Auslöser und Verstärker der Fettleber zu vermeiden. Dazu zählen in erster Linie Alkohol und Nikotin. Raucher sollten den Zigarettenkonsum zumindest stark reduzieren. Der Alkoholkonsum muss vollständig eingestellt werden. Wer dies nicht ohne Hilfe schafft, sollte sich an den Hausarzt wenden. Der Mediziner kann den Kontakt zu einer Beratungsstelle herstellen. Im Rahmen einer Suchtgruppe wird Menschen, die an Alkoholismus leiden, zusätzlich geholfen.

Wem der Verzicht auf Lebensmittel, Alkohol oder Nikotin nicht gelingt, der sollte unbedingt Hilfe in Anspruch nehmen. Bei einer nicht-alkoholischen Leberverfettung orientiert sich die Behandlung an dem Auslöser. Oft sind Krankheiten wie Diabetes oder eine Fettstoffwechselstörung ursächlich. Eine Umstellung der Ernährung und des Lebensstils genügt in diesen Fällen nicht. Betroffene sollten einen Arzt konsultieren, der ihnen begleitend zur medikamentösen Behandlung die richtigen Anlaufstellen nennt, um gezielt gegen die Ursachen der Erkrankung vorzugehen. Zu vermeiden sind Hungerkuren oder Nulldiäten, denn dadurch kann nur eine kurzfristige Besserung erzielt werden. Langfristig ist die ärztliche Behandlung notwendig. Doch verschiedene Heilmittel aus der Natur unterstützen die konservative Therapie auf natürliche Weise.

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