Dinge die deine Nieren schädigen können

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Unsere Nieren nehmen wir nur selten in angemessener Art und Weise dar. Meist bemerken wir ihre Arbeit nicht – zumindest nicht bewusst. Erst, wenn sie Probleme bereiten, wird uns bewusst, dass sie tagtäglich wichtige Arbeit leisten. Doch um welche Aufgaben handelt es sich? Warum sind unsere Nieren so wichtig?

Zunächst übernehmen unsere Nieren die Ausscheidung giftiger Substanzen aus unserem Körper. Hierzu filtern sie unser Blut und sorgen dafür, dass alle giftigen Stoffe, die sich in diesem befinden, entzogen und anschließend über den Urin ausgeschieden werden. Durch die Poren in den Nieren entweichen jedoch nur kleinere Substanzen. Eiweiße oder gar Blutzellen können bei normaler Nierenfunktion also nicht verloren gehen. Nach dieser Filtration werden die gesammelten Stoffe jedoch nicht unverzüglich ausgeschieden. Zunächst entziehen die Nieren dem gesammelten Harn 99 Prozent des Wassers – erst dann wird er ausgeschieden.


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Neben dieser weitgehend bekannten Funktion übernehmen die Nieren jedoch weitere Aufgaben. So regulieren sie den Wasser- und elektrolythaushalt ebenso wie das Säure-Basen-Gleichgewicht im Blut. Darüber hinaus sind sie an der Hormonproduktion beteiligt. Einige Dinge können unseren Nieren erheblichen Schaden zufügen und somit ihrer Funktion beeinträchtigen.

1 Ungenügende Wasserversorgung


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Damit unsere Organe richtig arbeiten können, benötigen sie Flüssigkeit. Für die Nieren gilt dies in besonderem Maße. Allgemein wird eine Trinkmenge von zwei Litern Wasser pro Tag empfohlen. Wird diese nicht eingehalten, kann es im Extremfälle sogar zum Nierenversagen kommen. In einem solchen Fall hilft eine Dialyse. Auch andere Schäden der Nieren sowie Funktionsstörungen können auf eine nicht ausreichende Wasserversorgung zurückgeführt werden.

Besonders ältere Menschen sind gefährdet, da das Durstgefühl bei ihnen häufig nicht sonderlich stark ausgeprägt ist. Ärzte raten dazu, Wasserflaschen und -gläser prominent in der Wohnung zu platzieren, um sich so an das Trinken zu erinnern. Auch jüngere Leute laufen vor allem bei Hitze Gefahr zu dehydrieren. Je mehr Flüssigkeit wir ausschwitzen, desto mehr müssen wir aufnehmen.

2 Konsum von zu viel Salz


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Hierzulande ist es sehr verbreitet, jede Mahlzeit reichlich zu salzen. Dass diese Tradition nicht sonderlich gesund ist, können Ärzte beobachten. Während das Kochsalz unserer Gesundheit in geringen Dosen sehr zuträglich ist, kann es uns überdosiert regelrecht vergiften. Prinzipiell erfüllt es sinnvolle Funktionen in unserem Körper und ist für uns unverzichtbar – aus diesem Grund finden wir es derart delikat. Führen wir es jedoch in übermäßigen Mengen zu, sorgt es dafür, dass unseren Körperzellen Wasser entzogen wird. Der biochemische Prozess der Osmose ist hierfür verantwortlich: Ist der Salzgehalt außerhalb der Zellen höher als innerhalb der Zellen, strebt der Körper nach einem Konzentrationsausgleich. Erreicht wird dieser, indem das Wasser aus den Zellen heraus nach außen diffundiert.

Geschädigt werden bei übermäßigem Salzkonsum vor allem Herz und Nieren. Unter Umständen kann es bei einer Überdosierung sogar zum Tod kommen. Auch bleibende Schädigungen der Nieren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können bei chronisch überhöhtem Konsum auftreten.

3 Konsum von zu viel Koffein

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In Maßen genossen, schadet Koffein unserem Körper nicht. Greifen wir jedoch extrem häufig zu Kaffeetasse und Cola Flasche, sollten wir uns der Folgen unseres überhöhten Koffeinkonsums bewusst sein. So regt ein sehr hoher Koffeinkonsum die Harnausscheidung an. In Studien zeigte sich dieser Effekt beispielsweise bei einem Konsum von mehr als sechs Tassen Kaffee pro Tag. Wer nur gelegentlich Koffein konsumiert, muss jedoch keine Konsequenzen fürchten.

4 Rauchen


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Dass das Rauchen unserer Gesundheit extrem schadet, ist weithin bekannt. Dass jedoch auch die Nieren von den negativen Effekten betroffen sind, wissen nur wenige Menschen. Im Jahr 1996 stellte die Uniklinik Heidelberg fest, dass die Filterleistung der Nieren während des Rauchens um ca. 30 Prozent sank. Die Säuberung des Blutes von Abfallstoffen funktioniert bei Rauchern also wesentlich schlechter als bei Nichtrauchern.

Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass die Gefäße in den Nieren sich durch das Rauchen verengten. Bei Gesunden wird so das Risiko von Nierenerkrankungen erhöht, während die Krankheiten bei bereits Nierenkranken schneller voranschreiten.

5 Verzehr von zu viel Protein


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Proteine, besser bekannt als „Eiweiße“, sind für die Bildung und das Aufrechterhalten jeder Körpermasse verantwortlich. Daher müssen wir sie beständig mit der Nahrung aufnehmen. Besonders unter Kraftsportlern gelten Proteine als wahre „Superstoffe“, da sie im Rahmen des Muskelaufbaus benötigt werden. Die Devise „Viel hilft viel“ ist im Bezug auf die Proteinzufuhr jedoch fatal, da ein übermäßiger Proteinkonsum zu Nierenschäden führen kann.

Der bei der Verdauung von Proteinen entstehende Harnstoff muss in den Nieren aus dem Blut gefiltert und anschließend ausgeschieden werden. Obwohl unsere Nieren recht belastbar sind, kann eine sehr hohe Proteinzufuhr sie daher vor unlösbare Aufgaben stellen.

6 Einnahme von Schmerzmitteln


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Schmerzmittel können die Nierenfunktion erheblich beeinträchtigen.
Die klassischen freiverkäuflichen Schmerz- und Fiebermittel stammen aus der Medikamentengruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika. Diese hemmen die Prostaglandine die als Gewebshormone, an der Regulation der Nierenfunktion beteiligt sind. Über einen längeren Zeitraum eingenommen, können sie deshalb die Niere schädigen.

Aber auch starke, verschreibungspflichtige Schmerzmittel können die Nieren nachhaltig schädigen und sollten daher nur mit besonderer Vorsicht und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.