Dieses gruselige alte Haus wurde von Geistern gebaut, denn all seine Türen führen ins Leere…

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1881 wurde Sarah Winchester zu einer außergewöhnlich wohlhabenden Frau. Über 20 Millionen Dollar kamen nach dem Tod ihres geliebten Ehemanns, William Winchesters, eines Waffen-Magnats, in ihren Besitz.

2014 läge dieser Wert etwa bei 500 Millionen Dollar.

Doch der Tod ihres Ehemanns war trotz des vielen Gelds ein Schlag ins Gesicht für Sarah und er ließ die arme Frau völlig angeschlagen zurück. Ihre Tochter hatte Sarah in deren Kindheit verloren, somit war sie kinderlos, verwitwet und komplett alleine. Sie hat sich niemals mehr von Williams Verlust erholt.

Glücklicherweise war ihr unglaublicher Reichtum eine willkommene Ablenkung. Als Besitzer von fast der Hälfte der extrem lukrativen Firmen ihres Ehemannes, verdiente Sarah fast 1000 Dollar am Tag (was heutzutage etwa 30.000 Dollar wären, wenn man die Inflation mit berechnet).

Ruhelos, deprimiert und ihres eigenen Lebenswegs unsicher, wandte sich Sarah an ein Medium – jemand, der Sarahs Leben für immer verändern würde.

Das Medium riet Sarah dazu, auszuziehen und bei den Seelen, die ihr Leben durch die Waffen, die die Winchester Fabrik gebaut hatte, verloren hatten, Wiedergutmachung zu leisten. Um das zu tun, musste sie ein Haus für sich und die Geister der Ermordeten erbauen und fortlaufend umkonstruieren.

Glücklicherweise für alle, die es gruslig mögen, tat Sarah genau das.

Und das Ergebnis? Ein viktorianisches Haus voller verstörender Geheimnisse, okkulter Aktivitäten und rätselhafter Gerüchte…

In Santa Clara Valley, Kalifornien, auf 655.591 Quadratmeter gebaut, erstreckt sich dieses Haus auf 7 Stockwerke, 300 Räume, 13 Badezimmer, zwei Ball-Säle, sechs Küchen, 47 Feuer-Stellen, zwei Keller und drei Fahrstühle. Mit seinen 10.000 Glasscheiben und 2.000 Türen kann es sich außerdem sehen lassen.

Es wird gemunkelt, dass die Schreiner den ganzen Tag gearbeitet haben sollen, jeden Tag, in Schichten, um Sarahs sich immer wieder verändernden Wünsche zu verwirklichen.

Immerhin bezahlte Sarah ihre Arbeiter gut – 50 % Prozent mehr als des üblichen Lohns zu der Zeit.

Klar, dass die Belegschaft sich also gern bemühte, all ihren Launen gerecht zu werden.

Heute, nach vielen Erdbeben und nötigen Renovierungsarbeiten sind “nur” 4 Stockwerke und 160 Zimmer erhalten. Doch trotz des Verlusts des Materials blieb das alte Mysterium um das Haus dennoch intakt wie nie zuvor.

Sarah beauftragte keinen Architekten, als sie ihr Haus errichten ließ.

Es wird sich erzählt, dass sie ein Hexenbrett benutzt haben soll, um mit den Geistern zu kommunizieren.

Der Legende nach wollte Sarah so die bösen Geister, die sie verfolgten, in die Irre führen.

Indem sie Türen baute, die ins Leere führten, konnte sie der Rache der Geister entfliehen, die durch die Waffen der Firma ihres Mannes ums Leben gekommen waren.

Doch die Türen sind nicht das Einzige in diesem Haus, das ins Nirgendwo führt.

Es wird sich außerdem erzählt, dass Sarah niemals zwei Mal hintereinander in dem selben Schlafzimmer schlief, um die Geister zu verwirren.

Trotz aller Absonderlichkeiten in der Einrichtung ist das Haus ein gut erhaltenes, typisches Haus aus dem viktorianischen Zeitalter.

Es fehlte ihm nichts an Luxus aus der Zeit: Ein Dampfbad, eine Heizung, moderne Toiletten, Gas-Lampen die durch Knopfdruck zu bedienen waren, ein seltener horizontaler Fahrstuhl und viel mehr – es fehlte an nichts.

Als Sarah 1922 starb, hinterließ sie eine Menge wertvoller Raritäten der teuren Inneneinrichtung. Es heißt, es brauchte sechs Lastwagen, die wiederum sechs Wochen brauchten, um all ihre persönlichen Besitztümer aus dem Haus zu schaffen.

Zum Glück für die jetzigen Besitzer, kaufte Sarah von allem im Übermaß, so dass wenn jetzt etwas kaputt geht, die Besitzer es mit einem Stück aus dem eigenen Haushalt ersetzen können.

Wir werden wahrscheinlich niemals alle Geheimnisse lösen können, dennoch ist es spannend zu versuchen, die Puzzle-Teile zusammenzusetzen die sie hinterlassen hat.

Das Haus ist nun ein Museum, in dem die Besucher alle faszinierenden Räume erkunden und sich ihr eigenes Bild machen können.