Diese 6 Inhaltsstoffe in Kosmetik machen krank

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Creme, Shampoo, Duschgel, Schminke – Du benutzt all dies vielleicht täglich. Doch wie unbedenklich sind Deine Kosmetikprodukteeigentlich? Welche Inhaltsstoffe Du vermeiden solltest und wie sie Deinem Körper schaden können, erfährst Du hier.

Was ist drin?

Die Liste mit den Inhaltsstoffen auf Kosmetikprodukten besteht meist aus vielen unverständlichen Bezeichnungen. Einige Inhaltsstoffe müssen nicht einmal deklariert werden. Wir nehmen bedenkliche Duftstoffe, Tenside, Bleichmittel, Weichmacher, Parabene und Aluminiumchloride für Dich näher unter die Lupe und zeigen Dir, wie Du sie umgehen kannst.

1. Duftstoffe

Duftstoffe werden meist nur unter Sammelbegriffen angegeben, z. B. als „Parfum“ oder „Fragrance“. Die Hersteller sind nur dazu verpflichtet, 26 allergieauslösende Duftstoffe zu nennen, nicht jedoch alle einzelnen Bestandteile dieser Sammelbegriffe. Die “Campaign for Safe Cosmetics” enthüllte bei Labortests, dass ein durchschnittliches Duftprodukt 14 Chemikalien enthält, die nicht aufgeführt sind. Darunter auch viele, die Hormonstörungen und allergische Reaktionen auslösen können. Auch Kopfschmerzen und Asthma sind mögliche Reaktionen auf Duftstoffe.

Als besonders gefährlich werden so genannte polyzyklische Moschusverbindungen angesehen. Das sind chemisch hergestellte Duftstoffe, die den echten Moschusduft ersetzen sollen. Sie stehen unter Verdacht, krebserregend zu sein und können sich sowohl im Körper als auch in der Muttermilch anreichern. Auch diese Duftstoffe sind meist in Bezeichnungen wie „Parfum“ enthalten und nicht separat aufgeführt. Um sicherzugehen, dass Du keine schädlichen Duftstoffe aufnimmst, solltest Du Produkte mit diesen Sammelbezeichnungen meiden.

Gibt es Alternativen?

Es gibt inzwischen viele parfümfreie Kosmetikprodukte auf dem Markt. Außerdem steigen mehr und mehr Hersteller auf natürliche Duftstoffe um, die aus ätherischen Ölen oder Pflanzenextrakten gewonnen werden. Es gibt sogar Parfüme, die aus 100 % natürlichen Duftmischungen bestehen.

2. Tenside

Tenside werden wegen ihrer schäumenden und fettlösenden Eigenschaften in Kosmetika benutzt. Du findest sie besonders häufig in Shampoos, Duschgels und Zahncremes: Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Sodium Laureth Sulfate (SLES) sind Tenside, die Allergien und Hautreizungen auslösen können. Sie lagern sich im Körper ab und stehen außerdem im Verdacht, krebserregend zu sein. SLS ist dabei aggressiver als SLES. Tatsächlich ist SLS ein so starkes Tensid, dass es auch zum Schrubben von Garagenböden verwendet wird!

Was tun?

Heutzutage gibt es glücklicherweise viele Kosmetikprodukte ohne SLS und SLES, die Deine Haut und Deine Haare trotzdem effektiv reinigen. Achte auf Aufschriften wie ʺOhne SLS/SLESʺ.

3. Bleichmittel

Bleichmittel findest Du überall dort, wo eine künstliche Aufhellung erzielt werden soll. Also z.B. in Blondierungen, entsprechenden Zahncremes oder in aufhellenden Gesichtscremes. Einige Bleichmittel sind krebserregend, darunter fallen: Sodium Perborate, Ammonium Lauryl Sulfate und Benzyl Triethyl Ammonium Chloride.

4. Weichmacher

Unter Weichmachern sind vor allem die Phtalate gesundheitsschädlich. Du findest sie u. a. in Sonnencremes, Feuchtigkeitslotionen, Nagellacken, Parfümen und Haarsprays. Phtalate stehen im Verdacht, fruchtbarkeitsschädigend auf Männer zu wirken und außerdem die Entwicklung von Babys und Kindern negativ zu beeinflussen.

Worauf solltest Du achten?

Achte auf die Endung „-phtalat“ in Kosmetika. Viele Phtalate werden abgekürzt. Unbekannte Abkürzungen findest Du aber schnell im Internet.

5. Parabene

Parabene sind Konservierungsstoffe, die hormonstörend wirken. Ihr Aufbau ist dem von Östrogen ähnlich, weshalb sie den Hormonhaushalt im Körper gründlich durcheinanderbringen können. Außerdem sind Parabene möglicherweise an der Bildung von Brustkrebs beteiligt.

Was tun?

Wähle parabenfreie Kosmetikprodukte aus. Viele Hersteller konservieren ihre Produkte inzwischen mit anderen Mitteln.

6. Aluminiumchlorid

Produkte, die Aluminium enthalten, sind dann schädlich, wenn das Aluminium aus den benutzten Verbindungen herausgelöst werden und so vom Körper aufgenommen werden kann. Das ist bei den wasserlöslichen Aluminiumchloriden der Fall.

Aluminium wird mit der Entstehung von Alzheimer und Brustkrebs in Verbindung gebracht. Außerdem kann es Allergien auslösen. Aluminiumchlorid ist Hauptwirkstoff in den meisten Deos. Es verengt die Schweißdrüsen, so dass weniger Schweiß austreten kann.

Was tun?

Es kommen immer mehr Deos ohne Aluminiumchloride auf den Markt. Sie lassen den Körper schwitzen, unterbinden aber den Geruch. Als Wirkstoffe werden z. B. basische Mineralien, ätherische Öle oder Pflanzenextrakte benutzt.