Die Sommerzeit ist schädlich, überflüssig und schlecht begründet

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 Am kommenden Sonntag, 26. März 2017, werden die Uhren um 2:00 Uhr eine Stunde auf 3:00 Uhr vorgestellt.funktion-uhrumstellungen-zur-zeitumstellung

Heißt also: Wir verlieren in der Nacht vom 25. auf den 26. März 2017 eine Stunde Schlaf. Aber dafür ist es am Abend wieder eine Stunde länger hell. Für Langschläfer ist das keine gute Nachricht. Zumal einige Menschen immer ein paar Tage brauchen, bis der Bio-Rhythmus sich auf die Sommerzeit eingestellt hat. Für Sportler und Menschen, die gerne im Freien aktiv sind, ist die Sommerzeit hingegen eine gute Nachricht. Sie bekommen eine Stunde mehr Tageslicht. In der Früh bleibt es dafür eine Stunde länger dunkel. Allerdings verschiebt sich der Sonnenaufgang in den Sommermonaten ohnehin nach vorne. Somit wecken uns die Sonnenstrahlen während der Sommerzeit immer früh.

Die Zeitumstellung jedes Halbjahr ist für die meisten Menschen auch Tage danach noch spürbar und oft auch ziemlich lästig. Nun haben finnische Forscher herausgefunden, dass die Zeitumstellung nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitsschädlich für den Körper sein kann. Das halbjährige Umstellen der Uhr soll mit einer höheren Rate von ischämischen Schlaganfällen verbunden sein.

SCHLAGANFALLRISIKO STEIGT

Dass Schlaf – egal ob zu viel oder zu wenig – große Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, konnte schon sehr oft nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler der Universität Turku in Finnland entdeckten bei aktuellen Untersuchungen, dass die Zeitumstellung unsere innere Uhr beeinflusst und wir deshalb schlechter schlafen. Die Mediziner kamen dabei zu dem Ergebnis, dass das Risiko für einen Schlaganfall steigt, wenn die Uhren zweimal im Jahr umgestellt werden.

HÄUFIGSTE TODESURSACHE

Der sogenannte ischämische Schlaganfall tritt in über 85 Prozent der Fälle auf und ist somit die häufigste Art des Schlaganfalls. Dieser Hirnanfall wird durch ein Klümpchen verursacht, das den Blutfluss ins Gehirn blockiert. In westlichen Industrienationen ist der ischämische Schlaganfall sogar eine der häufigsten Todesursachen. Den Studienautoren zufolge haben schon frühere Untersuchungen gezeigt, dass Störungen im Tagesrhythmus das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls erhöhen – die Wissenschaftler wollten daraufhin wissen, welchen Einfluss die Zeitumstellung auf das Schlaganfallrisiko hat.

DIE STUDIE

Die Wissenschaftler untersuchten die Daten der Schlaganfälle in Finnland der vergangenen zehn Jahre. Für die Studie verglichen die Forscher die Schlaganfallrate von rund 3.000 Patienten, die eine Woche nach der Zeitumstellung ins Krankenhaus kamen mit der von ca. 12.000 Probanden, die zwei Wochen vor oder zwei Wochen nach der Zeitumstellung ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Es zeigte sich, dass in den ersten beiden Tagen nach der Zeitumstellung zur Sommerzeit die Rate der ischämischen Schlaganfälle um acht Prozent stieg. Nach weiteren zwei Tagen normalisiert sich das Risiko wieder, so die Mediziner. Besonders gefährdet sind Menschen mit Krebs und im Alter von über 65 Jahren – hier steigt das Risiko in der zweitägigen Übergangszeit nach der Zeitumstellung sogar um über 20 Prozent.