Die kleine Hausapotheke auf der Fensterbank

35 total views, 1 views today

Gartenkräuter wie Lavendel, Thymian und Rosmarin verströmen einen herrlichen Duft und geben so manchem Gericht die fehlende Würze. Aber wussten Sie auch, dass viele Küchenkräuter echte Heilmittel sein können?

Mehrere Studien haben inzwischen bewiesen, dass Thymian und Co. viele Beschwerden lindern können und dabei ihren chemischen Pendants durchaus ebenbürtig sind. Dabei werden die Kräuter entweder als Beilage oder Gewürz verzehrt, als Tee getrunken oder als entspannende Badezusätze mit ätherischen Ölen verwendet.

Kräuter sind mehr als ein Gewürz

Nutzen Sie die frischen Kräuter also nicht nur als schmackhafte Verfeinerung für Ihr Essen, sondern legen Sie sich Ihre eigene kleine Hausapotheke auf der Fensterbank an. Fast alle Kräuter enthalten reichlich ätherische Öle, die für die Pflanze selbst als Schutz gegen Schädlinge und als Lockmittel für Insekten zur Bestäubung dienen. Für uns Menschen haben sie darüber hinaus vielfältige heilsame Wirkungen.

So wirken die Küchen- und Gartenkräuter beim Menschen

Fast alle Kräuter haben eine appetitanregende, entkrampfende und stimulierende Wirkung auf das Verdauungssystem. Außerdem sind sie basisch und beinhalten viele Farb- und Vitalstoffe, die dem Körper zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe zuführen. Außerdem unterstützen die Kräuter die Blutbildung sowie -reinigung, stimulieren den Stoffwechsel und wirken sich positiv auf die Regeneration der Körperzellen aus, was wiederum zu einer Verlangsamung der Körperzellenalterung führt.

Zusätzlich haben die einzelnen Kräuter noch weitere heilende Wirkungen

Basilikum riecht nicht nur lecker und passt hervorragend zu Tomaten und Mozzarella, sondern ist auch noch schleimlösend, entzündungshemmend und vor allem auch appetitanregend.

Kresse besitzt Senföle, die bekanntlich ein natürliches Antibiotikum sind und hervorragend gegen Keime wirken, außerdem ist sie blutreinigend und harntreibend.

Rosmarin sollte nur sparsam dosiert werden und kann sowohl frisch wie auch getrocknet verwendet werden. Er ist magenfreundlich, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und zusätzlich kreislaufstärkend.

Salbei wirkt nicht nur desinfizierend und adstringierend (blutstillend und austrocknend), sondern hilft auf Grund seiner schweißhemmenden Wirkung auch bei übermäßigem Schwitzen.

Thymian sollte Ihnen vor allem auch als schleimlösenden Mittel in natürlichem Hustensaft bekannt sein. Außerdem ist er auch hustenstillend, keimtötend, entkrampfend sowie durchblutungsfördernd und kann sowohl frisch wie auch getrocknet verwendet werden.

Schnittlauch hat eine blutreinigende Wirkung, ist appetitanregend und besitzt zudem einen Hohen Anteil an Vitamin C.

Petersilie hat im Vergleich zu anderen Kräutern eine ungewöhnlich hohe Menge an Vitalstoffen und Spurenelementen. Außerdem wird sie entschlackend und entgiftend.

Anbau und Verzehr

Die heilenden Eigenschaften der Kräuter kann man sich ganz einfach zu Nutze machen. Man benötigt lediglich ein paar schöne Tontöpfe, etwas Blumenerde sowie die entsprechenden Samen und schon hat man seine eigene kleine Naturapotheke auf der Fensterbank. Sollte Ihnen die Aussaat zu aufwendig sein, bekommen Sie inzwischen zahlreiche verschiedene Kräuter fertig in Blumentöpfen in jedem Baumarkt oder Gartencenter und inzwischen auch in fast jedem Supermarkt.

Während Sie übrigens Basilikum, Petersilie, Schnittlauch und Kresse am besten frisch zu sich nehmen, wie zum Beispiel als Bestandteil von selbstgemachtem Kräuterquark oder im Salat, lässt sich aus getrocknetem Rosmarin, Salbei und Thymian hervorragend Tee zubereiten.

Eine weitere wirklich nützliche Heilpflanze ist übrigens Anis, welches erst vor kurzem zur Heilpflanze 2014 erklärt wurde. Anis lässt sich zwar nur schwer selbst anbauen, ist aber in jeder Apotheke problemlos erhältlich. Der Alleskönner aus dem Mittelmeerraum lindert Magen-Darm-Infekte, hilft bei Blasenleiden, beruhigt die Atemwege, unterstützt die Bildung von Enzymen und wirkt entkrampfend.