Die 10 häufigsten Hautallergien

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Allergien können uns in jeglicher Hinsicht das Leben beträchtlich erschweren. Aus diesem Grund sollten wir uns bewusst sein, welche Hautreaktionen erscheinen können. Lesen Sie weiter, um mehr über Hautallergien zu erfahren, wie Sie diese identifizieren können und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um diese zu vermeiden.

Parfums und Duftstoffe

Parfums und Duftstoffe befinden sich unter den häufigsten Ursachen für Allergien bei Erwachsenen. Die Tendenz ist steigend. Zu dieser Gruppe zählen viele Produkte: Seifen, Körperlotionen, Shampoos, Reinigungs- bzw. Haushaltsmittel, Feuchttücher und vieles mehr. Es kann sogar möglich sein, dass Produkte, die mit dem Label „ohne Duftstoffe“ beschriftet sind, trotzdem Allergien auslösen. Wenn Sie feststellen, dass ein Produkt mit Duftstoffen, eine Allergie verursacht, sollten Sie dieses durch eines mit natürlichen Essenzen oder durch ein vollkommen duftstofffreies ersetzen.

Nickel

Nickel gilt ebenfalls als eines der häufigsten Allergene. Dieses Metall wird oft für Schmuck oder Piercings verwendet. Die meisten Reaktionen treten an den Ohren auf, da manche Teile der Ohrringe Nickel enthalten. Die Reaktion kann bei einem sofortigen Kontakt oder auch erst nach einiger Zeit auftreten. Wo können wir Nickel finden? In Uhren, Brillen, Kleiderverschlüssen, Knöpfen, Gürteln, Manschetten usw.

Latex

Latexallergien treten in letzter Zeit immer häufiger auf. Grund dafür ist die wachsende Anzahl von Produkten, die aus Latex hergestellt werden. Dieses Material wird für Handschuhe, Bälle, Kleidung, Haargummis, Kondome und viele andere Produkte verwendet. Symptome einer Latexallergie können kleine Ausschläge oder Hautrötungen, jedoch aber auch Atembeschwerden oder Erbrechen sein.

Haarfärbemittel

Eine Haarfärbemittelallergie wird meist durch eine Reaktion gegen p-Phenylendiamin (PPD) hervorgerufen, eine chemische Substanz, die meist für diese Produkte verwendet wird und vor dem Auftragen mit anderen Stoffen gemischt werden muss. Um Reaktionen zu vermeiden, sollte vor dem Auftragen ein Test durchgeführt werden, wie es normalerweise auf der Verpackung angegeben wird. PPD kann auch in vermeintlich natürlichen Färbemitteln enthalten sein. So ist zum Beispiel bei Hennamischungen für schwarze Haare Vorsicht geboten. Meist treten Symptome wie Juckreiz, Schmerzen oder Schwellungen auf.

Kletternder Giftsumach

Der Giftsumach beinhaltet Urushiole. Diese ölartige Substanz löst bei vielen Menschen allergische Reaktionen aus, da es sich hier um ein extrem starkes Allergen handelt. Es können Hautausschläge, Blasen, Rötungen, Juckreiz und Hautbrennen auftreten. Urushiol ist eine sehr klebrige Substanz, so dass sie sich leicht verbreiten kann. Die Beschwerden können durch eine gründliche Reinigung der betroffenen Hautstellen mit kaltem Wasser und Antihistaminika gelindert werden.

Textilien

Viele Menschen glauben, allergisch gegen Wolle zu sein. Dieses Material bewirkt in einem unbehandelten Zustand jedoch keine Reaktionen. Deren Textur kann bei empfindlicher Haut Reaktionen auslösen, die mit einer Allergie leicht verwechselt werden. Dennoch gibt es Textilmaterialien, die Formaldehydharze beinhalten und Allergien auslösen. Dieses Material wird oft für elastische Bekleidung verwendet, um diese gegen Wasser, Falten oder Zusammenziehen widerstandsfähig zu machen.

Dieser chemische Stoff kann Reaktionen wie Reizungen, Ausschläge und Schwellungen bewirken. Wenn Sie eine allergische Reaktion feststellen, sollten Sie versuchen Kleidung aus Baumwolle, Poliester, Nylon oder formaldehydfreiem Acryl zu verwenden. Es kann vorkommen, dass die Allergie sehr leicht ist und die Symptome nach mehrmaligem Waschen der Kleidung verschwinden.

Kosmetika

Bei Kosmetika können die zu ihrer Herstellung verwendeten Duft- oder Konservierungsstoffe Auslöser einer allergischen Reaktion sein. Hautreizungen treten sehr häufig auf und können jeden betreffen. Vor allem wenn das Verfallsdatum abgelaufen ist oder das Produkt eine schlechte Qualität aufweist. Wenn Sie ständig Hautrötungen, Schwellungen oder Ausschläge haben, kann dies eine Allergie gegen chemische Stoffe wie Formaldehyde, Parabene oder Thimerosal sein, die zur Herstellung von Kosmetika verwendet werden. Bei einer allergischen Reaktion ist es wichtig, die Benutzung des Produktes sofort einzustellen. Testen Sie nach einiger Zeit schrittweise andere Produkte, bis Sie das für Ihre Haut geeignete gefunden haben.

 

Topische Arzneimittel

Antibiotika oder andere Salben, die zur Wundheilung oder gegen andere Hautprobleme verwendet werden, beinhalten Neomycin. Dieser Stoff kann leichte aber auch schwere Allergien hervorrufen. Arzneimittel mit Neomycin können Hautreizungen oder übermäßige Trockenheit an der betroffenen Zone bewirken. Wenn Sie vermuten, gegen Neomycin allergisch zu sein, sollten Sie einen Allergologen aufsuchen, damit dieser Allergieproben durchführen kann. Sollte sich die Allergie bestätigen, ist es wichtig Ihren Hausarzt, Zahnarzt usw. darüber zu informieren, damit diese Substanz bei Behandlungen vermieden wird.

Sonnenschutzcremes

Sonnenschutzcremes können bei Allergien genau eine gegenteilige Wirkung beim Kontakt mit der Sonne hervorrufen. Es klinkt zwar seltsam, aber wenn manche chemische Stoffe dieser Produkte in Kontakt mit der Sonne treten, können negative Reaktionsveränderungen bei Allergikern auftreten. Diese chemischen Stoffe sind meist Para-Amino-Benzoesäure (PABA), Benzophenon, Oxybenzon, Salicylat und Cyclohexanol. Viele Hauttypen sind widerstandsfähiger als andere und weisen keine oder nur leichte Reaktionen auf. Auf jeden Fall, sollten Sie Sonnenschutzcremes suchen, die frei von diesen Stoffen sind, um Risiken zu vermeiden.

Haushaltsprodukte

Normalerweise bewirken diejenigen Haushaltsmittel Allergien, die starke und langanhaltende Lösungsmittel oder andere aggressive Stoffe beinhalten, wie zum Beispiel Farblösemittel, Nagellackentferner oder Feuerzeug-Flüßigkohle. Die meisten dieser Produkte verursachen Hautreizungen, können aber bei empfindlicher Haut, die einem längerem Kontakt ausgesetzt ist, Allergien auslösen.

Wie werden die ersten  Allergiesymptome erkannt?

Es ist unheimlich wichtig, auf die ersten Symptome einer Allergie achtzugeben. Diese können Hautrötung, Juckreiz, Brennen oder kleine Ausschläge sein. Wenn Sie diese bemerken und als Reaktion identifizieren, sollten Sie die betroffene Hautzone mit Wasser und einer neutralen Seife reinigen und jeglichen Kontakt mit dem Allergen vermeiden. Sind die Symptome ernst, suchen Sie einen Dermatologen oder Allergologen auf.